Presse

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Drei herausragende Kunstwerke stehen an der Spitze der Frühjahrsauktionen von Grisebach, die vom 31. Mai bis zum 3. Juni in Berlin stattfinden. Insgesamt werden fast 1500 Kunstwerke zu einer mittleren Schätzung von 16 Millionen Euro unter den Hammer kommen.

Die Ausgewählten Werke werden angeführt von einem Berlin-Bild Max Beckmanns, das im Januar 1937 entstand, kurz bevor der Künstler emigrieren und Deutschland für immer verlassen musste (Schätzpreis 700.000-1.000.000 EUR). Der Bereich der Zeitgenössischen Kunst kann mit einer „Mona Lisa (Four Times)“ von Andy Warhol aufwarten, die auf 500.000-700.000 EUR geschätzt ist. Das ikonische Bild stammt direkt aus der New Yorker Factory und blieb bis heute im Besitz von einem Assistenten Warhols.

Mit Pissarros Sommerbild „La Route de Marly, Louveciennes“ aus dem Jahre 1871 wird in der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ ein herausragendes Werk des französischen Impressionismus angeboten (Schätzung 400.000- 600.000 EUR).

Viel Aufmerksamkeit ziehen darüber hinaus zwei besondere Frauenportraits in den Auktionen auf sich: Conrad Felixmüllers „Frau im Wald (Wiesbaden)“ aus dem Jahre 1918, ein faszinierendes Beispiel der Verwebung von Mensch und Natur im deutschen Expressionismus und der hingegossene „Liegende weibliche Rückenakt“ in Lebensgröße von Lovis Corinth aus dem Jahre 1887, die beide auf 200.000-300.000 EUR geschätzt sind.

Der Auktionsreigen wird wie immer mit Katalogen der Abteilungen „Photographie“, „ORANGERIE“ und „Third Floor“ abgerundet – und als besondere Ergänzung lenkt ein eigener Katalog die Aufmerksamkeit auf die besondere Kunstform der Picasso-Keramiken, von denen Grisebach eine besondere Sammlung akquirieren und zum Verkauf anbieten kann.

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Auktion Nr.271
am 31. Mai 2017, 18 Uhr

Über 200 Losnummern Moderner und Zeitgenössischer Photographie werden am Mittwoch, den 31. Mai bei Grisebach in Berlin versteigert.

Spitzenlos der Auktion ist ein Vintage oder früher Silbergelatineabzug von Albert Renger-Patzschs „Bäumchen“ (1929) im Format 38,4 x 27,8 cm. Die starke Präsenz und ausgefeilte Komposition des Motives, die technische Virtuosität und der visionäre Blick des Photographen machen den einzigartigen Rang des berühmten Bildes aus (Schätzpreis € 40.000/60.000). Einen festen Platz in der Photographiegeschichte haben auch die systematischen Pflanzenaufnahmen von Karl Blossfeldt, in denen er die plastische Erscheinung sowie graphische Details seiner Objekte photographisch herausarbeitete. Ein seltener Vintage-Abzug des Blattes der Wucherblume „Chrysanthemum segetum“ (1915/25) wird zum Schätzpreis von € 25.000/30.000 aufgerufen.

In einer ungewöhnlichen und künstlerisch meisterhaft gestalteten Darstellung inszenierte die US-amerikani- sche Photographin Margaret Bourke-White um 1930 zwei Fertigungsteile für eine Lokomotive. Die Photographie „Borsig Locomotive Works, Berlin“ (€ 20.000/30.000) entstand wohl im Rahmen einer Bildreportage. Bourke-White galt als frühe Pionierin auf diesem Gebiet und wurde vor allem durch ihre Tätigkeit für das LIFE-Magazin bekannt.

Weitere Höhepunkte der Photographie Auktion sind zwei Photomontagen El Lissitzkys für die Zeitschrift „USSR im Bau“ um 1937 (je € 5.000/7.000), Berenice Abbotts „Nightview, New York“ (€ 8.000/12.000), Jaromir Funkes „Stillleben III. Vera Violetta“ (€ 8.000/12.000), zwei Vintages von Umbo (Otto Umbehr), Aufnahmen mit der ersten deutschen „Fisheye-Kamera“ (je € 5.000/7.000), die Photogravüre „The Steerage“ (1907) von Alfred Stieglitz, das wohl bekannteste Motiv aus seinem bahnbrechenden Magazin „Camera Work“ (€ 6.000/8.000) sowie Photographien u.a. von Aenne Biermann, Andreas Feininger, Robert Frank, Otto Steinert, Josef Sudek und Yva.

21 Photographien aus der Zeit der Teilung Deutschlands sind in einer Sonderstrecke der Auktion ver- sammelt: Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Lebenswelten in Ost und West, eindrucksvoll veranschaulicht in Photographien von u.a. Christian Borchert, Kurt Buchwald, Arno Fischer, Leonard Freed, Bernard Larsson, Joachim Richau, Evelyn Richter oder Frank Thiel.

Helmut Newtons „Nastassia Kinski and Marlene Dietrich doll, Hollywood“ (€ 12.000/15.000) ist eines der Hauptlose im Bereich der Zeitgenössischen Photographie, gefolgt von Beate Gütschows monumentaler fiktiver Stadtansicht „S#26“ (€ 10.000/15.000). Weiter hervorzuheben sind Sherrie Levines 1990 entstandene Blossfeldt-Adaption „After Karl Blossfeldt“ (€ 6.000/8.000), Thomas Florschütz’ „Diptychon Nr. 133“ (€ 5.000/7.000) oder Rineke Dijkstras junger Stierkämpfer „Vendas Novas, Portugal“ (€ 4.500/5.500) sowie u.a. Arbeiten von Sibylle Bergemann, Matthias Hoch, Candida Höfer, Daniel Josefsohn, Robert Mapplethorpe, Judith Joy Ross, Thomas Ruff und Tom Wood.

FranziskaSchmidt
T 030 885915 27

franziska.schmidt@grisebach.com

Vorbesichtigungen
Berlin, 26. bis 30. Mai 2017

Grisebach, Fasanenstraße 25, 27 und 73
Fr bis Mo 10 bis 18 Uhr, Di 10 bis 15 Uhr

Auktionen
Berlin, 31. Mai bis 3. Juni 2017

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Auktion Nr. 272
am 1. Juni 2017, 11.00 Uhr

Seit nunmehr fünf Jahren schafft die ORANGERIE bei Grisebach ein hochkarätiges cross over von Kunstwerken der Weltkulturen mit verblüffenden Bezügen.

Around the world: Aus der Sammlung der legendären Editha Leppich, die bereits 1930 in Peking als Kunsthändlerin tätig war, stammt ein Bronze-Buddha aus der Wei-Dynastie aus dem 5. Jahrhundert – damit eines der frühesten Zeugnisse der buddhistischen Kultur Chinas. Durch die Einfachheit der Linien verblüfft eine Sammlung von 2.500 Jahren alten Jade-Anhängern aus Costa Rica. Dem gegenüber stehen Accessoires und Kleider von Christian Dior, der vor 70. Jahren sein Modeunternehmen für die perfekte Linie der Frau gründete. Für Indiens hinduistischen Gott Krishna war die Zeremonialschaukel aus Rajasthan exotische Klima-Anlage; Wind machte auch Peter Behrens’ außergewöhnlich Großer Ventilator von 1908, der Industriegeschichte schrieb. Spannende Bezüge zeigt die Gegenüberstellung von Namban-Lack-Kunstwerken aus Japan mit einem Kabinettschrank des barocken Lackkünstlers Gérard Dagly.

Design meets Movie: Zwei Schreibtische der ORANGERIE-Auktion schrieben Design- und Filmgeschichte. So war George Nelsons Action Office – übrigens 1960 das erste Bürosystem der Welt – prominent in Stanley Kubricks Film „Space Odyssey“ zu sehen. Der Designklassiker der dänischen DesignerIN (!) Bodil Kjær aus dem frühen 1960er Jahren hingegen diente James Bond in „From Russia with Love“ als Schreibtisch.

From Russia with Love: Herausragend sind die Kunstwerke vom russischen Kaiserhaus in der ORANGERIE-Auktion. Hier sticht eine 10 kg schwere Silberterrine aus dem Permservice für Katharina die Große hervor, die bis 1930 Teil des russischen Staatsschatzes in der Eremitage war. Teil der wohl prächtigsten Aussteuer, die die Welt je gesehen hat, war der golden leuchtende Champagnerkühler von Großfürstin Alexandra. Kurios ist die Mittagskanone von Zar Peter dem Großen, die einst die Zeit auf der Festung von Petersburg „einschoss“.

Sex Sells: Glanzstück der Auktion ist die Skulptur eines Modells für den Aktsaal der Wiener Akademie von Franz Xaver Seeger, der bester Freund von Messerschmidt war und 1783 ein lebensgroßes tänzelnde Skulptur schuf, an der sich die Studenten mit der menschlichen Anatomie und Muskulatur vertraut machen konnten. Dem gegenüber steht ein Blasebalg aus Westafrika, der für unsere westlichen Augen wie ein Hermaphrodit aussieht.

Berlin, Berlin: Ein Schwerpunkt der ORANGERIE sind auch Werke, die die Kulturgeschichte dieser Stadt erzählt: Darunter ist das hinreißende Mädchenköpfchen von Christian Daniel Rauch, der dessen geliebte Enkelin zeigt, eine der raren Fluss-Glas-Vasen von Werner & Mieth. Aber auch Leuchten aus dem Musiklesesaal der Staatsbibliothek der DDR von 1968 sind zu sehen.

Die Auktion „ORANGERIE Ausgewählte Objekte“ zeigt – wie in einer Orangerie üblich – das Beste aus aller Welt. Epochen, Gattungen und Materialien der Kunst sind keine Grenzen gesetzt. Die ORANGERIE regt so zum sammlerischen „cross over“ an.

Dr. Stefan Körner
T 030 885915 64
stefan.koerner@grisebach.com

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Tata Ronkholz (1940-1997) gehörte neben Candida Höfer, Axel Hutte, Thomas Ruff und Thomas Struth zu den ersten Studenten des Photographen Bernd Becher an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf. Bernd Becher und seine Ehefrau Hilla, die vom Abriss oder Verfall bedrohte Industrieanlagen dokumentiert haben, gelten als Pioniere der Konzeptkunst und zeitgenössischen Photographie.


Das Projekt Rheinhafen Düsseldorf, mit dem Tata Ronkholz und Thomas Struth 1979 begonnen haben, setzt die Konzeption ihres Akademielehrers konsequent fort. In beeindruckenden Außen- und Innenaufnahmen haben die beiden Künstler vom Abriss bedrohte Teile des Düsseldorfer Industriehafens dokumentiert, bevor dieser seit 1981 der Abrissbirne zum Opfer fiel.


Die Arbeit stand von Beginn an unter großem Zeitdruck. Dieser wurde nochmals erhöht, nachdem sich Thomas Struth 1980 aus dem Projekt zurückgezogen hatte und Tata Ronkholz die umfassende Bilddokumentation der Innenräume eigenständig fortgeführt hat. Doch ihre Arbeit war von großem Erfolg gekrönt: Ihre herausragenden Schwarz-Weiß-Photographien sind heute beeindruckende Zeugnisse des ‚untergegangenen’ Düsseldorfer Rheinhafens. 1981 wurden die Arbeiten erstmalig im Stadtmuseum Düsseldorf ausgestellt.


Grisebach freut sich, das Projekt mit dieser etwa 40 Werke umfassenden Schau anlässlich des Duesseldorf
Photo Weekend ausstellen zu können.


Anne Ganteführer-Trier
T 0211 8629 2199
anne.gantefuehrer-trier@grisebach.com


Ausstellung
4. Februar – 31. März 2017
Bilker Straße 4–6, 40213 Düsseldorf
Eröffnung: Freitag, 3. Februar 2017, 18–21 Uhr
Öffnungszeiten: Mo-Fr von 10-18 Uhr

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Berlin, 3. Dezember 2016: Mit spektakulären 34 Millionen Euro erzielte Grisebach in vier Tagen bei den Jubiläumsauktionen den höchsten Gesamtumsatz in der dreißigjährigen Geschichte des Hauses – und seit 1945 in Deutschland überhaupt.
Allein in der Auktion „Ausgewählte Werke“ wurden Kunstwerke für insgesamt 21,6 Millionen Euro versteigert. An der Spitze steht Lyonel Feiningers „Gelbe Gasse“ von 1932, die nach minutenlangem Bietgefecht zwischen Bietern im Saal und an den Telefonen von einem unteren Schätzpreis von einer Million für € 3.525.000 einem Schweizer Bieter zugeschlagen wurde. Gefolgt von Max Beckmanns „Stilleben mit brennender Kerze“, das bei einer unteren Schätzung von € 700.000 nach langem Bieten für 
€ 2.950.000 in eine amerikanische Privatsammlung verkauft werden konnte. Dies sind die beiden teuersten Kunstwerke, die bislang im Jahr 2016 in Deutschland versteigert wurden.
Zuvor wurden drei bedeutende Gemälde von Emil 
Nolde in verschiedene deutsche Sammlungen verkauft: Zwei Blumenstillleben für jeweils € 985.000 in deutsche Privatsammlungen und ein fulminantes Meerbild von Nolde für € 1.225.000 an einen Sammler in Norddeutschland.
Der aktuelle Auktionszyklus sorgte auch für die bislang erfolgreichste Versteigerung in der Sparte „Zeitgenössische Kunst“. An der Spitze steht mit € 1.153.000 ein Joseph Beuys-Portrait von Andy Warhol. Käufer war ein Sammler in Hongkong. Insgesamt wurden 5,9 Millionen Euro inklusive der zeitgenössischen Graphik umgesetzt.
Bernd Schultz, Gründer von Grisebach, bilanzierte: „Besser hätten unsere Jubiläumsauktionen nicht laufen können. Wir freuen uns, dass uns so viele besondere Kunstwerke anvertraut wurden – und dass der Markt bereit ist, dafür auch in Deutschland außergewöhnliche Preise zu zahlen.“

Micaela Kapitzky
T 030 885915 32
micaela.kapitzky@grisebach.com

Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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Berlin, 3. Dezember 2016: In der Herbstauktion für Moderne und Zeitgenössische Photographie am 30. November wurde ein Gesamtumsatz von 522.500 EUR* erzielt (Verkaufsquote 90%). Der höchste Zuschlag galt Albert Renger-Patzschs Ikone „Das Bäumchen“, das in der kleinen Abzugsgröße einen internationalen Auktionshöchstpreis erzielte. Nach längerem Bietgefecht konnte sich ein amerikanischer Sammler mit 70.000 EUR* durchsetzen (Schätzpreis 20.000–30.000 EUR). Heftig gerungen wurde auch um drei Vintage-Abzüge mit Entwürfen von Ludwig Mies van der Rohe (Photo: Curt Rehbein), die schließlich alle von einem privaten Sammler aus Deutschland ersteigert werden konnten. Die Aufnahme des Modells „Gläserner Wolkenkratzer“ erzielte 35.000 EUR* (Schätzpreis 15.000–25.000 EUR). Der Abzug einer Photomontage zur „Wabe”, einem Projekt in der Berliner Friedrichstraße, wurde bei 31.875 EUR*, die Photographie einer Zeichnung zur „Wabe“ bei 50.000 EUR* zugeschlagen (Schätzpreise je 10.000–20.000 EUR).
Ihre Schätzungen deutlich erhöhen konnten u.a. Andreas Feiningers Vintage „N.Y.–3rd ave“ mit 8.000 EUR* (Schätzpreis 3.000–4.000 EUR) und Evelyn Richters „Wartburg“ mit 4.500 EUR* (Schätzpreis 1.200–1.500 EUR), zugeschlagen jeweils an deutsche Privatsammler. Hohe Zuschläge im Bereich der Zeitgenössischen Photographie gab es z.B. für eine unbetitelte Arbeit von Francesca Woodman, die für 16.250 EUR* in den englischen Handel ging (Schätzpreis 12.000–15.000 EUR) und für Greg Gormans „Grace Jones in Hat“, ersteigert von einem deutschen Sammler für 6.500 EUR* (Schätzpreis 1,800–2.200 EUR).

Franziska Schmidt
T 030 885915 27
franziska.schmidt@grisebach.com


* Alle Ergebnisse inklusive Aufgeld

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Berlin, 3. Dezember 2016: In der Herbstauktion für Moderne und Zeitgenössische Photographie am 30. November wurde ein Gesamtumsatz von 522.500 EUR* erzielt (Verkaufsquote 90%). Der höchste Zuschlag galt Albert Renger-Patzschs Ikone „Das Bäumchen“, das in der kleinen Abzugsgröße einen internationalen Auktionshöchstpreis erzielte. Nach längerem Bietgefecht konnte sich ein amerikanischer Sammler mit 70.000 EUR* durchsetzen (Schätzpreis 20.000–30.000 EUR). Heftig gerungen wurde auch um drei Vintage-Abzüge mit Entwürfen von Ludwig Mies van der Rohe (Photo: Curt Rehbein), die schließlich alle von einem privaten Sammler aus Deutschland ersteigert werden konnten. Die Aufnahme des Modells „Gläserner Wolkenkratzer“ erzielte 35.000 EUR* (Schätzpreis 15.000–25.000 EUR). Der Abzug einer Photomontage zur „Wabe", einem Projekt in der Berliner Friedrichstraße, wurde bei 31.875 EUR*, die Photographie einer Zeichnung zur „Wabe“ bei 50.000 EUR* zugeschlagen (Schätzpreise je 10.000–20.000 EUR).

Ihre Schätzungen deutlich erhöhen konnten u.a. Andreas Feiningers Vintage „N.Y.–3rd ave“ mit 8.000 EUR* (Schätzpreis 3.000–4.000 EUR) und Evelyn Richters „Wartburg“ mit 4.500 EUR* (Schätzpreis 1.200–1.500 EUR), zugeschlagen jeweils an deutsche Privatsammler. Hohe Zuschläge im Bereich der Zeitgenössischen Photographie gab es z.B. für eine unbetitelte Arbeit von Francesca Woodman, die für 16.250 EUR* in den englischen Handel ging (Schätzpreis 12.000–15.000 EUR) und für Greg Gormans „Grace Jones in Hat“, ersteigert von einem deutschen Sammler für 6.500 EUR* (Schätzpreis 1,800–2.200 EUR).

Franziska Schmidt

T 030 885915 27
franziska.schmidt@grisebach.com

* alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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Berlin, 16. November 2016: Zum dreißigjährigen Jubiläum kann Grisebach das bislang größte Angebot seiner Geschichte präsentieren: Kunstwerke zu einem mittleren Schätzwert von 29 Millionen Euro werden vom 30. November bis zum 3. Dezember in Berlin versteigert.

An der Spitze der Offerte stehen mehrere herausragende Gemälde des deutschen Expressionismus: Darunter zwei großformatige Blumengärten und ein Meerbild von Emil Nolde (zwischen € 800.000 und 1.000.000) und ein seltenes frühes Stillleben von Max Beckmann aus den 1920er Jahren (€ 700.000/1.000.000). Elisabeth Gerhardt, Lebensgefährtin und Muse von August Macke, inspirierte den Künstler zu drei Werken, die in der Grisebach-Auktion versteigert werden, darunter das „Nackte Mädchen mit roter Blume“ aus dem Jahr 1911 (€ 700.000/900.000).

Eine Ikone der Neuen Sachlichkeit ist Anton Räderscheidt’s „Haus Nr. 9“ von 1921, das 1925 in der legendären und namensgebenden Ausstellung in Mannheim ausgestellt war (€ 350.000/450.000).

Die Künstler vom Bauhaus sind unter anderem durch zwei Gemälde Lyonel Feiningers, darunter die spektakuläre Komposition „Gelbe Gasse“ von 1932 (€ 1.000.000/ 1.500.000) sowie durch die „Burg auf dem Riff“ von Paul Klee, 1927 (€ 500.000/ 700.000) vertreten.

Das Angebot, das zeitlich von vier Gemälden Max Liebermanns, darunter ein eindrucksvolles, lebensgroßes Selbstbildnis (€ 300.000/400.000) und ein „Restaurationsgarten in Leiden“ (€ 500.000/700.000) bis zu drei Gemälden des südamerikanischen Künstlers Fernando Botero reicht, unterstreicht nachdrücklich Grisebachs Position als Marktführer im Bereich der Moderne in Deutschland. Mit zwei Werken von René Magritte, sowie einem Gemälde von Ben Nicholson ist die Offerte diesmal zudem international ausgerichtet.

Das werthaltigste Angebot seiner Geschichte kann Grisebach auch im Bereich der „Zeitgenössischen Kunst“ präsentieren. Hier sorgen für internationales Interesse zwei wichtige Kunstwerke der amerikanischen Pop-Art: Andy Warhols berühmtes Portrait von Joseph Beuys (€ 400.000/600.000) und Robert Indianas legendäre Skulptur „LOVE“ (€ 300.000/400.000). Die deutsche ZERO-Bewegung ist unter anderem mit einem frühen weißen Raster-Bild von Otto Piene vertreten, das 1957 begonnen wurde (€ 250.000/ 350.000) und einem zweiteiligen großen, spektakulären Nagelrelief von Günther Uecker „Gespaltenes Feld“ (€ 400.000/600.000).

Bernd Schultz: „Ich freue mich, daß uns zu unserem Jubiläum solch eine herausragende Kollektion außergewöhnlicher Kunstwerke anvertraut wurde, die schon jetzt begeisterte Reaktionen aus dem In- und Ausland hervorruft.“

Micaela Kapitzky

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Bernd Schultz wird 75 – Florian Illies übernimmt an seiner Stelle gemeinsam mit Micaela Kapitzky die Führung

Grisebach gibt sich zum 1. Januar 2017 eine neue Führungsstruktur: Bernd Schultz wird sich mit dem Ablauf seines 75. Lebensjahres aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Nachdem er das Auktionshaus 1986 mitgegründet und lange Jahre allein geführt hatte, teilte er diese Verantwortung seit 2005 mit Micaela Kapitzky. Nun tritt zum 1. Januar Florian Illies an seine Stelle und wird Grisebach gemeinsam mit Micaela Kapitzky führen. Nach außen wird Illies die Gesellschaft als Sprecher der Geschäftsführung vertreten. Bernd Schultz wird Grisebach eng verbunden bleiben und auch über seine Position des Mehrheitsgesellschafters aktiv an der Zukunft des Auktionshauses weiter mitwirken. Florian Illies übernimmt – zusätzlich zur „Kunst des 19. Jahrhunderts“ – ab sofort auch die Verantwortung für die Abteilung „Zeitgenössische Kunst“ bei Grisebach. Vom 30. November bis zum 3. Dezember finden die Jubiläumsauktionen zum 30-jährigen Bestehen der Villa Grisebach statt. Mit einem mittleren Schätzwert von 28 Millionen Euro und einer Anzahl von 1517 Kunstwerken wird dies die qualitativ und quantitativ größte Auktion in der Geschichte des Hauses.

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Auktion Nr. 263
am 30. November 2016, 18.00 Uhr

Berlin, 28. Oktober 2016: Am Mittwoch, den 30. November werden bei Grisebach in Berlin ca. 200 Losnummern Moderner und Zeitgenössischer Photographie versteigert.

Aus einer französischen Privatsammlung kommen drei Vintage-Kontaktabzüge zur Auktion, die die legendären Hochhausprojekte Ludwig Mies van der Rohes dokumentieren. Mies van der Rohes Entwürfe für die „Wabe“ an der Berliner Friedrichstraße 1921/1922 sowie für einen „Gläsernen Wolkenkratzer“ 1922 gelten als Ikonen der Architekturgeschichte. Curt Rehbein, der als Photograph für den Architekten tätig war, fertigte die Abzüge, die zu den wenigen erhaltenen Zeitzeugnissen dieser Entwürfe gehören und alle rückseitig den Atelierstempel Mies van der Rohes tragen. Die Aufnahme des dreidimensionalen Modells des „Gläsernen Wolkenkratzers“ (Schätzpreis € 15.000/25.000) zeigt besonders eindrucksvoll das Innere der radikal neuen architektonischen Konstruktion. Zwei Vintages mit dem Motiv der „Wabe“ zeigen eine berühmte Photomontage, deren Original heute als verschollen gilt, sowie wahrscheinlich eine Vorlage der im New Yorker Museum of Modern Art aufbewahrten Kohlezeichnung Mies van der Rohes (je € 10.000/20.000).

In einem seltenen Pigmentdruck kombiniert der tschechische Photograph Frantisek Drtikol um 1925 eine weibliche Aktdarstellung mit einem Stilleben. Die raffinierte Komposition bezeugt Drtikols besondere Stellung zwischen Tradition und modernen Gestaltungsformen (€ 40.000/50.000). Nur wenige Jahre später gelang Albert Renger-Patzsch mit seinem bekannten „Bäumchen“ (1929) ein Meisterwerk aus photographischer Präzision und künstlerischer Inszenierung der Landschaft. In der Auktion wird ein besonders gut erhaltener Vintage Abzug aus der Sammlung Josef Dickerhoff angeboten (€ 20.000/30.000). Zum Angebot der Modernen Photographie gehört außerdem das Portfolio „Erste Landung/New York“ mit Aufnahmen des Künstlers George Grosz von seiner Ankunft in New York 1932, die von Gerd Sander nach originalen Vorlagen 1977 neu angefertigt wurden (€ 10.000/15.000), sowie Arbeiten von David Bailey, Erwin Blumenfeld, Elliott Erwitt, Andreas Feininger, Rudolf Koppitz, Heinrich Kühn, Helmar Lerski, Tata Ronkholz, Otto Steinert u.a.

Versteigert werden weiterhin 11 Photographien von Albert Renger-Patzsch aus der Sammlung Adalbert und Thilda Colsman, intensive Aufnahmen von Landschaften und Bäumen aus den 1940er bis 1960er Jahren (€ 2.000/3.000 bis € 3.000/4.000). Diese Photographien können in einer Sonderpräsentation bis Ende November in unseren Räumen in der Fasanenstraße 25 besichtigt werden.

Im Bereich der Zeitgenössischen Photographie ist William Wegmans Konvolut „Letters, Numbers, Punctuation“ hervorzuheben, in dem die Buchstaben des Alphabets, Zahlen und Satzzeichen von Wegmans Weimaraner Hunden als surreal wirkende, „lebende Bilder“ dargestellt werden (€ 20.000/30.000). Zu den Highlights in diesem Segment gehören außerdem Elger Essers Panorama „Lyon II“ (€ 12.000/15.000), Gunter Sachs’ Aufnahme „Ascot“ (€ 20.000/30.000) oder Steven Kleins Inszenierung der Schauspieler Brad Pitt und Angelina Jolie in „Case Study # 30“ (€ 12.000/15.000). Weiterhin werden Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Peter Beard, Helmut Newton, Walter Niedermayr, Jörg Sasse, Reinhart Wolf, Tom Wood u.a. angeboten.

Franziska Schmidt

T 030 885915 27
franziska.schmidt@grisebach.com

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Daniel von Schacky verlässt zum 1. August  auf eigenen Wunsch die Grisebach GmbH. Er hegt seit langem den Wunsch, sich selbständig zu machen und eigene unternehmerische Wege zu gehen. Im letzten Jahrzehnt hat er die zeitgenössische Kunst in der Villa Grisebach als größte Umsatzsäule nach der Klassischen Moderne etabliert und gezeigt, dass in Deutschland Spitzenpreise für internationale zeitgenössische Künstler von Joseph Beuys und Sigmar Polke bis Thomas Demand erzielt werden können.

Wir bedauern seinen Entschluss, da wir mit ihm einen erfolgreichen und geschätzten Geschäftsführer und Kollegen verlieren. Wir danken ihm auch an dieser Stelle für seine Leistungen und wertvollen Beiträge für die Grisebach GmbH. Wir wünschen ihm beruflich wie privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Bernd Schultz

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Berlin, 4. Juni 2016: Die Gemälde von Emil Nolde, Otto Mueller und Adolph Menzel, die jeweils über eine Million EUR erzielten, markieren die Höhepunkte der Frühjahrsauktionen von Grisebach  in Berlin. Emil Noldes „Weiße Wolken“ von 1926 steht mit EUR 1,5 Millionen* (Schätzung EUR 1,2-1,5 Millionen) dabei preislich an der Spitze. Es stammt aus der hochkarätigen Expressionisten-Sammlung von Adalbert und Thilda Colsman, die in einem Sonderkatalog gewürdigt und fast vollständig verkauft wurde. Kurz darauf erzielte mit EUR 1,225 Millionen Otto Muellers „Zwei Mädchen mit gegabeltem Baum“aus dem Jahre 1916. Erwerber war ein skandina-visches Museum. Damit wurde die Marktführerschaft von Grisebach im Bereich der Klassischen Moderne eindrucksvoll unterstrichen. Dazu gehören auch die EUR  325.000 (Schätzung EUR 180-240.000), die von einem deutschen Privatsammler gegen deutsche und internationale Museen für das ikonische Männerbildnis des Kölners Anton Räderscheidt aus dem Jahre 1921 bezahlt wurden – ein Auktionsrekord für den Künstler.

Adolph Menzels Pastell „Emilie in roter Bluse“, das an die Erben von Rudolf Mosse restituiert worden war, wurde für EUR 1,05 Millionen, dem fast dreifachen Schätzpreis, an einen Schweizer Privatsammler verkauft. Bereits vor der Auktion war es Grisebach gelungen, Ludwig von Hofmanns Symbolbild „Frühlingssturm“ ebenfalls aus der Sammlung Mosse an einen privaten Mäzen zu vermitteln, der es dem Museum auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zur Verfügung stellen wird. So erbrachte die Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ insgesamt EUR 3,1 Millionen und verdoppelte damit fast die mittlere Schätzung.

Insgesamt hatte Grisebach sehr großen Erfolg mit Sammlungen, die dem Haus anvertraut wurden. Neben Werken aus den Sammlungen Colsman, Mosse sowie der Kollektion Eugen Roth verkaufte sich auch die Sammlung Klütsch mit konkreter deutscher Nachkriegskunst hervorragend. Bei einer mittleren Schätzung von EUR 170.000 erzielte die Sammlung einen Umsatz von über EUR 460.000, und dies mit hohen Zuschlägen für Werke von Günther Uecker, Klaus Staudt und Adolf Luther. An der Spitze der mit einem Bruttoumsatz von über EUR 3 Millionen sehr erfolgreichen Auktion „Zeitgenössische Kunst“ stand mit EUR 500.000 ein Spätwerk des japanischen Malers Kazuo Shiraga, das in eine französische Privatsammlung wechselt. An der Spitze der sehrerfolgreichen deutschen Kunst der 1970er und 1980er Jahre sticht mit EUR 87.000 (Schätzung EUR 30.000 bis 40.000) ein Ziegel-Kaviarbild von Georg Herold hervor.

Insgesamt wurden an den vier Tagen in sieben Auktionen 1500 Kunstwerke für zusammen EUR 18,8 Millionen verkauft bei einer mittleren Schätzung von EUR 19,5 Millionen.

Im Herbst feiert Grisebach 30jähriges Bestehen und wird dieses Ereignis mit einer großen Jubiläumsauktion feiern.

Micaela Kapitzky


* Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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Im vierten Jahr des Bestehens bricht die „ORANGERIE Ausgewählte Objekte“ dem wiedererweckten Publikumsinteresse an den alten Künsten die Bahn. Nach einer Aufsehen erregenden Präsentation in der Villa Grisebach anlässlich der Vorbesichtigung und mit wieder gesteigerter Nachfrage bei den Saalbietern in der Auktion liegt die Verkaufsquote bei 75%.

Lebhaft begann die Auktion mit der marktfrischen und nach umfangreicher Forschung Daniel Fröschel, Maler am Hof Kaiser Rudolfs II., zugeordneten Miniatur „Der Sündenfall“. Ein bedeutendes  bedeutendes Museum in den USA sicherte sich dieses Kunstkammerstück für 47.500 Euro.

Ebenso verdoppelte sich der Preis gegenüber dem Startpreis bei Richard Müllers nackter „Circe“. Für 125.000 Euro ging dieses Hauptwerk des Malers an einen deutschen Sammler.

Begehrt waren auch Kleinmöbel des 18. Jahrhunderts aus Frankreich und Mid-Century-Design-Objekte, die besonders die junge Käuferschicht von GRISEBACH erreichten.

Im Markttrend blieb hingegen das Ergebnis des Zylinderbureaus von Abraham Roentgen (75.000 Euro). Dies zeigt, wie günstig Spitzenwerke der Möbelkunst momentan zu erwerben sind. Mit einem Zuschlag unter dem Limit blieb das „Grand bureau de la Chine“ in Boulle-Technik von Hendrik van Soest (75.000 Euro) mit seiner überragenden Qualität vom großen Publikum „unentdeckt“ und erfreut nun einen wirklichen Kenner.

Beim klassischen Kunstgewerbe erreichten endlich auch wieder Kunstwerke des Berliner Klassizismus Spitzenpreise: Darunter ein Kronleuchter nach Karl Friedrich Schinkels Entwurf (50.000 Euro) wie auch die Micromosaik-Kratervasen der KPM (38.740 Euro).

Es bedarf weiterer Anstrengungen diesen vergessenen Markt wieder zu beleben, wofür sich GRISEBACH leidenschaftlich einsetzt.

Die Ergebnisse der ORANGERIE beweisen, dass marktfrische und durch gute Provenienzüberlieferung gesicherte Werke höchst erfolgreich sein können. So wechselte eine lombardische Maria-Lactans-Skulptur aus einer ehemaligen und bedeutenden Madrider Kunsthandlung für 62.500 Euro an eine berühmte Londoner Kunsthandlung. Fast alle Werke aus dem Nachlass von Hanns Eisler gingen an ein deutsches Museum und werden künftig in einer Dauerausstellung gezeigt.

Die nächste ORANGERIE-Auktion findet im Rahmen der Jubiläumsauktionen „30 Jahre GRISEBACH“ im Herbst statt. Mit dem magazinartigen Katalog und dem „cross over“ der Kunstwerke aller Gattungen und Epochen soll das Außergewöhnliche effektvoll in Szene gesetzt werden.

Dr. Stefan Körner

* Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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In der Frühjahrsauktion für Moderne und Zeitgenössische Photographie am Mittwoch, den 1. Juni stieß das „Negativ-Portrait Wera Meyer-Waldeck“, ein äußerst seltener Vintage-Abzug der Bauhausphotographin Gertrud Arndt, auf großes Bieterinteresse und erzielte mit 52.500 EUR* (Schätzpreis 10.000-15.000 EUR) einen internationalen Auktions-Rekordpreis für die Photographin (Privatsammlung, Schweiz). Teuerstes Los der Auktion wurde Peter Beards Portrait des Pop Art Künstlers Andy Warhol, das für 70.000 EUR* (Schätzpreis 50.000–70.000 EUR) von einem deutschen Sammler erworben wurde. Peter Keetmans unikates „Konvolut für Bernd Lohse“ ging für 56.250 EUR* (Schätzpreis 45.000-55.000 EUR) nach Großbritannien.

Hohe Zuschläge gab es darüberhinaus für das großformatige „Portrait A. Roters“ von Thomas Ruff, das für 31.250 EUR* (Schätzpreis 25.000-30.000 EUR) einem amerikanischen Sammler zugeschlagen wurde und für das 1921 von Edward Steichen plastisch mit Licht modellierte Vintage „Sonnenblume“, das für 25.000 EUR* (Schätzpreis 20.000–30.000 EUR) ebenfalls in eine amerikanische Sammlung ging. Zwei weitere Arbeiten von Peter Beard, den übergroßen Abzug „Large Tusker“ und das kleinformatige Bild „Giraffes in Mirage“ wurden für jeweils 23.750 EUR* an deutsche Sammler verkauft (Schätzpreise 20.000–30.000 EUR/ 10.000-15.000 EUR). Hiroshi Sugimotos „Red Sea, Safaga“ wurde für 22.500 EUR* (Schätzpreis 18.000-22.000 EUR) ebenfalls von einem deutschen Privatsammler erworben.

Einen weiteren Auktionsrekord erzielten zwei frühe Arbeiten zum Thema „Trinkhallen“ von Tata Ronkholz. Für 9.750 EUR* bzw. 9.375 EUR* wurden sie von einem deutschen Bieter ersteigert (Schätzpreis jeweils 2.500-3.500 EUR).

Insgesamt wurde ein Gesamtumsatz von 601.187 EUR* erzielt (Verkaufsquote 84%).

 

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Wir freuen uns mitteilen zu können, daß sich die Erben nach Rudolf Mosse bereiterklärt haben, dem Gemälde „Der Frühlingssturm“ von Ludwig von Hofmann den Weg zurück in das Museum „Mathildenhöhe“ in Darmstadt zu ermöglichen. Es war an die Erben restituiert worden und sollte am 1. Juni bei Grisebach in Berlin versteigert werden. Grisebach konnte vor der Auktion den Rückkauf des Bildes für Darmstadt durch einen deutschen Mäzen vermitteln. Er wird das Bild dem Museum als unbefristete Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. 

       Die Sammlung Rudolf Mosses, der große Berliner Zeitungsverleger und Philanthrop der 1910er und 1920er Jahre, war bereits 1934 zwangsversteigert worden. Das Werk von Ludwig von Hofmann war danach seit sieben Jahrzehnten in Darmstadt als Symbolbild des deutschen Jugendstils ausgestellt.

       Eric Bartko, der Sprecher der Mosse-Erben betont: „Wir freuen uns, daß das Hauptwerk des deutschen Jugendstils wieder in die Mathildenhöhe in Darmstadt zurückkehrt. Das Bild hatte eine zentrale Bedeutung für Rudolf Mosse - und es hat eine zentrale Bedeutung für Darmstadt bekommen. Wir sind dankbar, dass Grisebach eine Lösung mit einem privaten Sammler gefunden hat, die das Bild zurück nach Darmstadt bringt und dass das Auktionshaus auf ein internationales Bietgefecht verzichtet hat.

Micaela Kapitzky: „Wir freuen uns, dass es uns vor der Auktion in der letzten Woche gelungen ist, dass dieses herausragende Bild der deutschen Öffentlichkeit erhalten bleibt. Wir danken den Erben für Ihre Kooperationsbereitschaft und dem Mäzen für seine Großzügigkeit.“

 

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In den Frühjahrsauktionen vom 1. bis 4. Juni 2016 bietet Grisebach 1487 Gemälde, Photographien, Graphiken, Skulpturen und Objekte an. Die Werke verteilen sich auf sechs Bereiche in acht Katalogen: 19. Jahrhundert, Ausgewählte Werke, Moderne Kunst, Sammlung Adalbert und Thilda Colsman, Zeitgenössische Kunst, Photographie, ORANGERIE und Third Floor. Die mittlere Schätzsumme  aller  zur  Auktion   stehenden  Werke und Objekte liegt bei 19,5 Millionen Euro.

Kunst des 19. Jahrhunderts

Die Abteilung Kunst des 19. Jahrhunderts präsentiert über 130 Lose, darunter bedeutende Werke der Sammlungen Rudolf Mosse und Eugen Roth.

Die Kunstsammlung des Berliner Zeitungsverlegers Rudolf Mosse war im Jahre 1934 die erste, die von den Nationalsozialisten zwangsversteigert wurde. Nach intensiven Verhandlungen wurden drei Hauptwerke der Sammlung aus deutschen und Schweizer Museen an die Erben nach Rudolf Mosse restituiert und von der Rudolf Mosse Erbengemeinschaft an Grisebach übergeben.

Es sind bedeutende Werke der Kunst des 19. Jahrhunderts, die jetzt in dem Berliner Auktionshaus versteigert werden: Adolph Menzels Pastell „Emilie, die Schwester des Künstlers, in roter Bluse“ (Schätzpreis € 300.000-400.000), Wilhelm Leibls „Bildnis des Appellationsrats Stenglein“ (€ 120.000-150.000) und Ludwig von Hofmanns „Frühlingssturm“ (€ 200.000-300.000), eines der zentralen Bilder des deutschen Jugendstils.

Eugen Roth (1895-1976) war nicht nur ein renommierter Dichter, der vor allem für seine „Ein Mensch“-Gedichte berühmt ist. Er hat auch zeitlebens besessen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts gesammelt. Viele Jahre lagen sie unberührt in Eugen Roths Grafikschrank. Aus dem Nachlass kann Grisebach ein großes Konvolut bedeutender Blätter der frühen Romantik versteigern (Schätzpreise zwischen € 1.000 und 30.000).

Ausgewählte Werke, Moderne Kunst und
Sonderkatalog Sammlung Colsman

In einem Sonderkatalog fasst Grisebach für die Frühjahrsauktionen 20 Werke aus der Sammlung von Adalbert und Thilda Colsman zusammen, darunter Emil Noldes „Weiße Wolken“ (€ 1.200.000 – 1.600.000) und Christian Rohlfs’ „Blaue Berge“  (€ 120.000 – 150.000). Der Seidenfabrikant Adalbert Colsman hatte einen einzigartigen Zugang zur Kunst, der ihn nachhaltig prägte: Als Bruder von Gertrud und Schwager von Karl Ernst Osthaus lebten er und seine Frau Thilda im unmittelbaren Umfeld des Gründers des Folkwang Museums, dem ersten Museum weltweit, das sich vorrangig der Gegenwartskunst widmete. Das Sammlerpaar pflegte freundschaftlichen Kontakt zu Christian Rohlfs, Ewald Mataré, Otto Dix und anderen Künstlern. Mit Ada und Emil Nolde waren sie über 50 Jahre eng verbunden. Colsmans unterstützten den Maler und seine Frau durch Ankäufe in schwierigen Zeiten und gewährten einigen von Noldes Bildern in Zeiten des Malverbots Asyl.

Zu den weiteren Höhepunkten im Bereich Moderne Kunst gehören Arbeiten von Otto Mueller, Lovis Corinth, George Grosz, Anton Räderscheidt und Konrad Klapheck.

Otto Muellers mit € 1.000.000 bis 1.500.000 bewertetes Werk „Zwei Mädchen mit gegabeltem Baum“, um 1916/17, wurde erstmals in der Berliner Secession 1917 ausgestellt und ist charakteristisch für die Malerei von Otto Mueller.

In seiner Münchner Zeit von 1891 bis 1901 traf Lovis Corinth oft Max Halbe und malte den Dramatiker und seine Familie. Aus dieser Zeit stammt das Portrait von Berta Heck, der Schwester von Halbes Frau Luise (€ 280.000 – 340.000). Corinth verbindet hier die Nahsicht auf die Portaitierte mit einem weit ausgreifenden Landschaftspanorama.

George Grosz berichtete 1925 seinem Freund Mark Neven DuMont nach einer langen Reise, dass er nun fleißig an „water colours“ arbeite. Eines dieser Werke, das Aquarell „Drinnen und Draußen“, das nun bei Grisebach mit € 200.000 – 300.000 angeboten wird, war bereits in den Jahren nach der Fertigstellung ein vielbeachtetes Werk und in Ausstellungen u.a. im Kunsthaus Zürich und in der Galerie Flechtheim 1930 zu sehen.

Anton Räderscheidts Bild „Junger Mann mit gelben Handschuhen“ von 1921 (€ 180.000 – 240.000 ) entstammt der zentralen Werkphase des Künstlers, mit der er zu einem der wichtigsten Vertreter des „Magischen Realismus“ in Deutschland avancierte.

Eduardo Chillida, Schöpfer grandioser Monumentalplastiken wie der „Windkämme“ an der Steilküste bei San Sebastián, der Skulpturengruppe „Berlin“ vor dem Berliner Bundeskanzleramt, war auch ein Meister des kleinen Maßstabs. Das beweist die Arbeit „Óxido 61“ aus gebranntem Ton aus dem Jahr 1981, die bei Grisebach bei € 200.000–300.000 liegt.

Zum Aufruf kommt neben den insgesamt rund 270 Losen aus diesem Bereich auch Konrad Klaphecks „Vergebliches Warten“ (€ 90.000 – 120.000), das 1966 erstmals in einer Einzelausstellung in der Kestner-Gesell-schaft Hannover zu sehen war. Der Künstler blickte zu diesem Zeitpunkt auf gerade einmal elf Schaffensjahre zurück. Heute zählen diese Arbeiten Klaphecks, in denen Mensch und Objekt verschmelzen, zum internationalen Kunstgut.

Zeitgenössische Kunst

 An der Spitze dieser Abteilung mit rund 140 Losen steht mit einem Schätzpreis von € 500.000 – 700.000 Kazuo Shiragas „KINKO. Bunt wie Herbstblätter“. Kein anderer war so sehr Körpermaler wie der Japaner. Shiragas Kunst der vulkanischen Farbflüsse vereint die Disziplin der Zen-Malerei mit dem gestischen Informalismus, die die Westkunst der Nachkriegsepoche bestimmt hat.

Sigmar Polkes „Ohne Titel (Münster 1973)“ zeigt ein in die Mitte des Bildes gesetztes Paar während des Geschlechtsaktes. So statisch der Akt mittels weniger Linien wiedergegeben ist, so emotional aufgeladen ist der Farbklang der Komposition. Es ist, als hätte Sigmar Polke sich von außen nach innen zum Zentrum des Geschehens vorgearbeitet (Schätzpreis € 120.000 – 150.000).

Es ist die große Meisterschaft Neo Rauchs, dass er den Betrachter in eine vollkommene Verunsicherung stürzt. In „Garten im Sturm“ (Schätzpreis € 100.000 – 150.000) zeigt Rauch einzigartig einen archaischen Kampf der Sphären um die Deutungshoheit.

Düstere Stimmungen, Traum, das Unbewusste, Abgründige, Mystik, Fabelwesen, leichenblasse Haut – offenkundig ist Martin Eders faszinierendes Gemälde „Die Schlaflosen“ (€ 50.000 – 70.000) im Zuge einer Auseinandersetzung mit der Schwarzen Romantik entstanden.

Die Sammlertätigkeit des saarländischen Unternehmers Dietmar Klütsch nahm ihren Anfang Mitte der 1980er Jahre und führt als Schwerpunkt wichtige Bespiele der konkreten Kunst und der Zero Bewegung. Die Auswahl bei Grisebach umfasst Werke von nther Uecker, Adolf Luther, Klaus Staudt, Leo Erb, Hermann Bartels und Raimer Jochims. Die Sammlung Klütsch wurde zuletzt in einer umfassenden Ausstellung im Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis gewürdigt.

Der „Weltempfänger“ von 2015 geht auf ein ereignisreiches Jahr im Leben von Isa Genzken zurück: 1982 nahm die Künstlerin an der Biennale in Venedig und der documenta in Kassel teil. Und es ist das Jahr, in dem sie ein herkömmliches Radiogerät, einen Weltempfänger, auf einem weißen Sockel postiert und es zum Kunstwerk erklärt. „Weltempfänger“ (Taxe: € 20.000–30.000) ist eine Spende der Künstlerin. Der Erlös kommt dem Verein KINDerLEBEN - Verein zur Förderung der Klinik für krebskranke Kinder e.V. zugute.

Photographie

Allein über 230 Losnummern moderner und zeitgenössischer Photographie werden im Rahmen der Frühjahrsauktionen bei Grisebach versteigert.

Zu den Raritäten auf dem Auktionsmarkt gehören Vintage-Abzüge, u.a. von Gertrud Arndt, Edward Steichen, André Kertész und Iwao Yamawaki. Das von Gertrud Arndt 1930 durch Schwarzweiß-Umkehrung gestaltete „Negativ-Portrait Wera Meyer-Waldeck“ zählt zu den „Klassikern“ der Bauhaus-Photographie (€ 10.000 - 15.000). Absolute Präzision und konzentrierte Lichtführung kennzeichnen Edward Steichens Studie einer Sonnenblume von 1921 (€ 20.000 - 30.000), während der ungarische Photograph André Kertész auf seinen Streifzügen durch Paris die ungewöhnlichen Momente und Begegnungen im Alltäglichen entdeckte (€ 20.000 -25.000). Eine einzigartige Zusammenstellung an Hauptwerken bietet Peter Keetmans „Konvolut für Bernd Lohse“, das der Photograph in den 1970er Jahren selbst auswählte und dem Publizisten Bernd Lohse schenkte (€ 45.000 - 55.000). Außerdem werden u.a. Vintages von Erwin Blumenfeld, Albert Renger-Patzsch, Tata Ronkholz, Otto Steinert, Josef Sudek und Fred Zinnemann versteigert.

Ursprünglich aus der Sammlung von Tom Jacobson stammen seltene Photographien des japanischen Architekten und Photographen Iwao Yamawaki, der von 1930 bis 1932 am Dessauer Bauhaus studierte. In dieser Zeit entstanden seine Aufnahmen moderner Architektur (Schätzpreise von € 3.000 bis € 5.000).

Zu den Höhepunkten aus dem Bereich der Zeitgenössischen Photographie gehören vier Arbeiten von Peter Beard, darunter ein Portrait von Andy Warhol in unikater Ausführung (€ 50.000 - 70.000) und ein übergroßer Abzug von „Large tusker“ (€ 20.000 - 30.000). Weiterhin hervorzuheben sind zwei Diasec-Arbeiten von Thomas Ruff (€ 22.000 - 28.000 / 25.000 – 30.000), das Portfolio „Aktion in einem Kreis“ von Günter Brus (€ 6.000 - 8.000) sowie Arbeiten von Robert Mapplethorpe, Hiroshi Sugimoto, Deborah Turbeville.

ORANGERIE Ausgewählte Objekte

Der Katalog der Sparte „ORANGERIE Ausgewählte Objekte“ zeigt magazinartig die schönen Künste im Crossover und beschreibt in Texten von Gesine Schwan, Margit J. Mayer, Simon Strauss und Wolfgang Uchatius deren „Konversations-qualitäten“. Unter den knapp 90 Losen sind auch Objekte aus dem Nachlass des Komponisten Hanns Eisler (1898–1962). Grisebach präsentiert im Auftrag der Erben dessen persönliche Geschenke von Künstlerfreunden wie Gustav Seitz und Fritz Cremer, darunter die Büste von Eislers bestem Freund Bertolt Brecht. Die Totenmaske und der Flügel des Komponisten verbinden Kunst- mit Kulturgeschichte.

Highlights der ORANGERIE sind ein Schreibkabinett von Hendrik van Soest (um 1700, Taxe: € 100.000 – 120.000) und ein Zylinderbureau von Abraham Roentgen (um 1770, Taxe: € 50.000 – 70.000). In leuchtend rotem Schildpatt einerseits und der duftigen Noblesse des Mahagoni andererseits sind dies Spitzenmöbel ihrer Zeit und Synonym für Qualität, Innovation und höchsten Luxus.


Die ORANGERIE bei Grisebach will außergewöhnliche Objekte zeigen und neue Türen zu den Angewandten Künsten öffnen. Dafür werden die Kunstwerke in inspirierender Mischung gezeigt: Der Bogen reicht vom gemalten Kunstkammer-stück von Daniel Fröschel, über Augentäuschungen aus italienischer Fayence, Prototypen von Ron Arads Designklassikern, über die Wiederentdeckung der „Ringer“-Skulptur von Reinhold Begas bis hin zu den gewebten Haschisch-Visionen aus dem marokkanischen Atlasgebirge – in Form von Berberteppichen aus den 1970ern.

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Am Mittwoch, den 1. Juni werden bei Grisebach in Berlin über 230 Losnummern Moderner und Zeitgenössischer Photographie versteigert.

Zu den Raritäten auf dem Auktionsmarkt gehören Vintage Abzüge, u.a. von Gertrud Arndt, Edward Steichen, André Kertész und Iwao Yamawaki. Das von Gertrud Arndt 1930 durch Schwarzweiß-Umkehrung innovativ gestaltete „Negativ-Portrait Wera Meyer-Waldeck“ zählt zu den „Klassikern“ der Bauhaus Photographie (€ 10.000/15.000). Absolute Präzision und konzentrierte Lichtführung kennzeichnen Edward Steichens Studie einer Sonnenblume von 1921 (€ 20.000/30.000), während der ungarische Photograph André Kertész auf seinen Streifzügen durch Paris die ungewöhnlichen Momente und Begegnungen im Alltäglichen entdeckte wie in seiner 1929 entstandenen Aufnahme hölzerner Karussellpferde (€ 20.000/25.000). Eine einzigartige Zusammenstellung an Hauptwerken bietet Peter Keetmans „Konvolut für Bernd Lohse“, das der Photograph in den 1970er Jahren selbst auswählte und dem Bildjournalisten und Publizisten Bernd Lohse schenkte (€ 45.000/55.000). Außerdem werden u.a. Vintages von  Erwin Blumenfeld, Albert Renger-Patzsch, Tata Ronkholz, Otto Steinert, Josef Sudek und Fred Zinnemann versteigert.

Ursprünglich aus der Sammlung von Tom Jacobson stammen seltene Photographien des japanischen Architekten und Photographen Iwao Yamawaki, der von 1930–1932 am Dessauer Bauhaus studierte. In dieser Zeit entstanden seine Aufnahmen, v.a. von moderner Architektur, die Yamawaki im Stil des „Neuen Sehens“ in Szene setzte (Schätzpreise von € 3.000 bis € 5.000).

Zu den Höhepunkten aus dem Bereich der Zeitgenössischen Photographie gehören vier Arbeiten von Peter Beard, darunter ein mit Farbe und Collage-Elementen bearbeitetes Portrait von Andy Warhol, (€ 50.000/70.000) und ein übergroßer Abzug von „Large tusker“ (€ 20.000/30.000). Weiterhin hervorzuheben sind zwei Diasec-Arbeiten von Thomas Ruff, eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Bauten von Mies van der Rohe in der Afrikanischen Straße in Berlin- Wedding (€ 22.000/28.000) sowie die Portraitdarstellung einer jungen Frau (€25.000/30.000), außerdem das Portfolio „Aktion in einem Kreis“ von Günter Brus (€ 6.000/8.000) sowie Arbeiten von Robert Mapplethorpe, Hiroshi Sugimoto, Deborah Turbeville u.a.

Franziska Schmidt

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Die Sammlung des großen Berliner Zeitungsverlegers Rudolf Mosse (1843-1920) war 1934 die erste, die von den Nationalsozialisten zwangsversteigert wurde. Nach intensiven Verhandlungen wurden jetzt drei Hauptwerke der Sammlung aus deutschen und schweizer Museen an die Erben nach Rudolf Mosse restituiert. Am 1. Juni 2016 werden sie im Berliner Auktionshaus Grisebach versteigert. Es handelt sich um bedeutende Werke der Kunst des 19. Jahrhunderts: Adolph Menzels Pastell „Emilie, die Schwester des Künstlers, in roter Bluse“ (Schätzpreis € 300.000-400.000), Wilhelm Leibls „Bildnis des Appellationsrats Stenglein“ (€ 120.000-150.000) und Ludwig von Hofmanns „Frühlingssturm“ (€ 200.000-300.000), eines der zentralen Bilder des deutschen Jugendstils. 

Schon in den vergangenen Jahren konnte Grisebach wiederholt bedeutende Kunstwerke versteigern, die an die Sammlungen Alfred Sommerguth, Max Liebermann und Hermann Pächter restituiert wurden oder mit dem ausdrücklichen Einverständnis der früheren Eigentümer verkauft wurden. „Wir freuen uns, daß uns die Mosse Erben das Vertrauen geschenkt haben, diese bedeutenden Werke nach ihrer Restitution für sie für den Verkauf vorzubereiten. Wir sind uns der besonderen Verantwortung dabei sehr bewußt“, so Grisebach-Geschäftsführerin Micaela Kapitzky.


Eric Bartko, Sprecher des Mosse Art Restitution Projects: „Es ist sehr deutlich, daß das heutige Berlin die kosmopolitisch, politisch fortschrittliche Hauptstadt einer sozial und politisch fortschrittlichen Nation ist, wie seinerzeit das Berlin, für das sich Rudolf Mosse und Theodor Wolff auf den Seiten des Berliner Tagblatts eingesetzt haben. Das heutige Berlin ist nicht das Berlin, das es unter den Nationalsozialisten war. Die sozial und politisch fortschrittlichen Positionen, die Berlin heute in Europa vertritt, reflektieren die sozial und politisch fortschrittlichen Positionen, die die Mosse Erben verfolgen. Darum ist es für uns auch wichtig, daß diese drei Werke aus der Sammlung von Rudolf Mosse wieder an jenem Ort gezeigt und dann versteigert werden, an dem sie viele Jahrzehnte lang für die Öffentlichkeit zu sehen waren.“

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Grisebach präsentiert in seiner Düsseldorfer Repräsentanz Gemälde des Künstlers Bruno Goller (1901-1998). Seine Werke sind ebenso selten wie gefragt. Gollers Frühwerk wurde bei einem Fliegerangriff auf Düsseldorf im Juni 1943 fast vollständig vernichtet. Nachdem er 1949 zum Professor an der Kunstakademie Düsseldorf berufen wurde, blieb ihm kaum Zeit für seine eigene Arbeit. Zeitlebens hat Bruno Goller Veröffentlichungen, Ausstellungen, ja sogar den Verkauf seiner Werke eher verhindert denn gefördert. Umso bemerkenswerter ist es, dass Grisebach dem Künstler eine Einzelausstellung widmet, die zehn herausragende Gemälde aus den Jahren 1948 bis 1975 umfasst.

Der frühe Tod des Vaters hat Goller wesentlich geprägt, da der damals Dreijährige fortan viel Zeit im mütterlichen Ladenlokal im bergischen Gummersbach verbrachte, in dem Kurzwaren und Putzmachermaterial angeboten wurden, Dinge, die sein künstlerisches Schaffen seit den 1920er Jahren bestimmten. 1927 zieht Bruno Goller nach Düsseldorf, wo er Mitglied des „Jungen Rheinland“ wird und die Galeristin und Mäzenin Johanna Ey kennenlernt. Johanna Ey erwirbt einige Werke von Goller, die sie im Schaufenster ihrer Galerie präsentiert.

Der kulturpolitische Druck der Nationalsozialisten erreicht auch Goller, der 1940 zum Kriegsdienst eingezogen und erst 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen wird. Erst die Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Düsseldorf nimmt Bruno Goller seine wirtschaftlichen Sorgen. Zu seinen Schülern gehörten keine Geringeren als Konrad Klapheck, Gerhard Richter, Blinky Palermo und Konrad Lueg. In den Jahren 1950 und 1951 malt er neben seiner Lehrtätigkeit jeweils nur ein Bild! In den darauffolgenden Jahren durchschnittlich vier Werke. Mit „Zwei Hüte“ von 1956 zeigt Grisebach eines von gerade einmal zehn in diesem Jahr entstanden Bildern, das „Stilleben“ von 1958 ist eines von acht im selben Jahr geschaffenen Werken. Sein noch vor der Etablierung der Pop Art unzeitgemäß erscheinendes Œuvre kann heute als überaus eigenständige künstlerische Position gewertet werden.


Grisebach, Bilker Str. 4-6, 40213 Düsseldorf

Laufzeit der Ausstellung: 08.04.-27.05.2016

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr und nach Vereinbarung

 

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Für den großen Expressionismus-Sammler Lothar-Günther Buchheim war er einer der besten Grafiker überhaupt: der Berliner Künstler Max Kaus (1891-1977). Zum 125. Geburtstag am 11. März erscheint nun im Hirmer Verlag das Werkverzeichnis seiner Druckgrafik von Markus Krause. Es umfasst sämtliche Lithografien, Holzschnitte, Radierungen und Siebdrucke von 1917 bis zu den 1970er Jahren und bietet so einen faszinierenden Einblick in das Werk des heute aus dem Blickfeld geratenen, bedeutenden Expressionisten.

Grisebach zeigt aus diesem Anlaß vom 12. März bis 30. April in der Fasanenstraße 25 eine konzentrierte Auswahl von Kaus’ schönsten Lithografien und Radierungen. Zur Druckgrafik kam Max Kaus während des Ersten Weltkriegs durch den ‚Brücke’-Künstler Erich Heckel, mit dem er in Belgien als Sanitäter eingesetzt war. Zurückgekehrt in Berlin, entstand ab 1918 ein umfangreiches Werk von Lithografien, Holzschnitten und Radierungen, mit dem Kaus die Themen Akt in freier Natur, Stadt und Porträt umkreiste. Wegen des experimentellen Charakters seiner druckgrafischen Blätter fand Kaus schon früh große Beachtung. Diese Werke befinden sich heute in zahlreichen Privat- und Museumssammlungen, sind wegen ihrer kleinen Auflagen jedoch nur selten zu sehen.  

Eröffnung der Ausstellung und Buchpräsentation
am 11. März 2016 um 18  Uhr

Max Kaus. Werkverzeichnis der Druckgrafik 320 Seiten, ca. 350 Abbildungen in Farbe Hirmer Verlag, München 2016 ISBN-978-3-7774-2527-6  

Ausstellung ausgewählter Druckgrafik
Berlin, 12. März bis 30. April 2016

Grisebach, Fasanenstraße 25
Mo bis Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 11 bis 16 Uhr  

Dr. Markus Krause
T 030 885915 0
markus.krause@grisebach.com

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Die Repräsentanz von Grisebach zeigt zum Photo Weekend Düsseldorf 2016 eine Doppelausstellung. Präsentiert werden Michael Wolfs Arbeiten aus seiner viel 
beachteten Serie Tokyo Compression sowie ausgewählte Werke von Seiichi Furuya, die wenige Jahre vor dem Mauerfall in der ehemaligen DDR entstanden sind. Der Ort der Ausstellung ist mit Bedacht gewählt, denn in keiner anderen deutschen Stadt wird die japanische Kultur so authentisch gelebt wie in Düsseldorf. Grisebach vereint zwei ganz unterschiedliche Perspektiven:

Der japanische Künstler Seiichi Furuya reiste 1973 nach seinem Studium am Tokyo College of Photography nach Europa, wo er zunächst in Wien und Graz lebte. Als 34jähriger nahm er 1984 eine Stelle als Dolmetscher in Ostdeutschland an. So hat er die sich in Auflösung befindliche DDR aus seinem persönlichen Blickwinkel dokumentiert und die Situation der Menschen in seinen Aufnahmen festgehalten. Es sind sensible, aber auch zeitgeschichtlich relevante Bilder entstanden, die geprägt sind vom Wechselspiel zwischen Privatem und Öffentlichem, zwischen persönlichem Blick und dokumentarischer Distanz. Furuyas Werk wurde seit 1975 in zahlreichen Einzelausstellungen in Europa und Japan gezeigt (u.a. Albertina, Wien; Fotomuseum Winterthur; mumok, Wien; Tokyo Metropolitan Museum of Photography). Seine Bilder sind in namhaften institutionellen Sammlungen vertreten (u.a. Stedelijk Museum, Amsterdam; MoMA, New York; mumok, Wien; Metropolitan Museum of Art, New York; Tokyo Metropolitan Museum of Photography). Seiichi Furuya ist einer der Mitbegründer und Mitherausgeber der Photozeitschrift „Camera Austria“.

Der deutsche Künstler Michael Wolf, der sich 1994 in Hongkong niedergelassen hat, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Lebenssituation in asiatischen Großstädten. Seine beeindruckende Bildserie „Tokyo Compression“ zeigt Menschen mit ihren alltäglichen Problemen im Berufsverkehr, oft am Rande der Erschöpfung. Das begleitende Photobuch „Tokyo Compression“ ist 2010 zum Photobuch des Jahres gewählt worden. Der an großstädtischen Phänomenen interessierte Photokünstler Michael Wolf hatte vor Beginn seiner freien künstlerischen Arbeit viel Erfahrung als Bildjournalist für Journale wie das ZEIT-Magazin oder den stern gesammelt. Sein Werk ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in vielen internationalen Sammlungen ausgestellt worden (u.a. Metropolitan Museum of Art, New York; Museum Folkwang, Essen; Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt). Arbeiten von Michael Wolf befinden sich u.a. in Sammlungen des Metropolitan Museum of Art, New York; The San Jose Museum of Art, California; The Museum of Contemporary Photography, Chicago und im Museum Folkwang, Essen.

Grisebach eröffnet mit dieser Ausstellung einen Dialog zwischen zwei künstlerischen Perspektiven auf das städtische Leben.

Daniel von Schacky
T 0211 8629 2199
daniel.schacky@grisebach.com

Ausstellung
13. Februar–1. April 2016

Bilker Straße 4–6, 40213 Düsseldorf
Eröffnung: Freitag, 12. Februar 2016, 18–21 Uhr
Öffnungszeiten: Mo–Fr von 10–18 Uhr

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K.H. Hödicke kam mit 19 Jahren nach Berlin und blieb. Nach einem Semester Architektur an der TU wechselte er zu Fred Thielers Malereiklasse an der HdK und blieb auch dort: erst als Student – und später von 1974 bis 2005 als Professor. Kurze Aufenthalte führten ihn 1966 für ein Jahr nach New York und 1968 in die Villa Massimo nach Rom.

Zusammen mit Markus Lüpertz und Bernd Koberling schrieb er 1965 Geschichte, in dem sie die erste Produzentengalerie, die legendäre „Großgörschen 35“ gründeten, die weit über die Grenzen Berlins hinaus wirkte. 1977 kam die Teilnahme an der documenta 6, 1981 eine erste Retrospektive im Haus am Waldsee und zuletzt die große Retrospektive in der Berlinischen Galerie 2013. Berlin ist über die Jahrzehnte seines Schaffens zentrales Thema und Motiv: Beginnend in den 1960er Jahren mit den „Reflektionen“, Großstadt-Szenen in diffusem Licht, umgesetzt in fragmentarischen Kompositionen; sehr viel unmittelbarer dann mit den Architektur-Bildern der 70er und 80er Jahre; bis hin zu der malerischen Dokumentation Berlins als Großbaustelle in den 90er Jahren.

Hödicke porträtierte seine Stadt in jeder ihrer Phasen mit seinem unverwechselbaren Pinselstrich und wurde – nicht nur als Lehrer der „Neuen Wilden“ – zum wichtigen Vorbild einer ganzen jüngeren Generation.

Anlässlich der Neuerscheinung des Buches „K.H. Hödicke. Berlin Potsd. Pl.“, herausgegeben von Hans Neuendorf, findet am Abend der Eröffnung der Ausstellung ein Gespräch mit Karl Horst Hödicke und Holger Liebs (Chefredakteur, Monopol) statt.

Daniel von Schacky
T 030 885915 0
daniel.schacky@grisebach.com

Ausstellung
Berlin, 12. Dezember 2015 bis 20. Februar 2016
Grisebach, Fasanenstraße 27 und 25
Mo bis Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 11 bis 16 Uhr
(28. – 30.12. 11-16 Uhr geöffnet)

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Herausragende Kunstwerke werden auch in einem atmosphärisch schwierigen Marktumfeld zu herausragenden Preisen verkauft: Das ist das Fazit der exzellent verlaufenen 250. Auktion von Grisebach in Berlin, die in einer guten Stunde brutto 11,4 Millionen Euro* einspielte. An der Spitze stehen das „Bildnis eines jungen Mädchens“ von Max Beckmann mit 1,225 Millionen Euro und das „Helle Sonnenblumenbild“ von Emil Nolde mit 1,04 Millionen Euro, die in eine deutsche und eine schweizer Privatsammlung gingen.

Von einer großen Zahl internationaler Bieter im Saal und an den Telefonen wurde in der Auktion „Ausgewählte Werke“ das außergewöhnliche Angebot an konzeptueller und abstrakter Kunst mit drei Weltrekorden honoriert: Walter Dexels Gemälde „Der elektrische Zähler“ von 1922 wurde von einer Schätzung von 120.000-150.000 Euro auf eine Summe von 512.000 Euro gehoben, Friedrich Vordemberge-Gildewarts „Composition No. 42“ von 1928 von 100.000-150.000 Euro auf 350.000 Euro und Hans Uhlmanns „Kopf“ erreichte mit 200.000 Euro eine neue Preisdimension für den Künstler. Insgesamt baute Grisebach durch starke Zuschläge die Marktführerschaft neben dem Impressionismus und Expressionismus auch für deutsche Kunst der 1920er Jahre weiter aus. Karl Hofers „Sitzender Akt mit blauem Kissen“, ehemals in der Sammlung Littmann und später auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München gezeigt, stieg von 250.000-350.000 Euro auf 697.000 Euro und verdoppelte damit die obere Schätzung. Er sorgte für den vierten Weltrekord in dieser Auktion.

Zwei bedeutende Gemälde von Paula Modersohn-Becker und Max Liebermann konnten ebenfalls sehr hohe Zuschläge realisieren: Modersohn-Beckers „Bäuerin mit zwei Ziegen vor Gehöft“ erzielte 537.000 Euro und Liebermanns „Große Seestraße in Wannsee“ stieg nach minutenlangem Bietgefecht von 350.000 Euro auf 890.000 Euro (Privatsammlung, Schweiz). Der legendäre „Rote Koffer“ von Marcel Duchamp aus dem Jahr 1966 konnte seine Schätzung von 200.000 Euro mit 450.000 Euro ebenfalls mehr als verdoppeln.

An der Spitze der Abteilung „Contemporary“ stehen zwei Gemälde von Günther Förg und Wojciech Fangor, die für jeweils 187.000 Euro verkauft wurden. Im 19. Jahrhundert sorgte ein Interieur von Wilhelm Leibl aus dem früheren Besitz von Max Liebermann für Furore, das für 287.000 Euro (Schätzung 40.000-60.000 Euro) in eine europäische Privatsammlung ging. Die Auktion „Orangerie“ konnte erneut „Ausgewählte Objekte“ für über 1 Million Euro an eine internationale Geschmackselite verkaufen, an der Spitze steht ein Paar chinesischer Kabinettschränke, die für 230.000 Euro nach Asien gingen.

Das positive Ergebnis der Frühjahrsauktionen und der Sammlung Rohde-Hinze setzte Grisebach mit der Jubiläumsauktion im November fort. Mit einem Gesamtergebnis von 56 Millionen Euro ist 2015 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Auktionshauses.

Bernd Schultz: „2015 wird das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Villa Grisebach. Und die enormen Zuschläge für die Kunst der 1920er Jahre zeigen, dass unsere besondere langjährige Aufmerksamkeit für diese Zeit Früchte trägt und uns gelassen in die Zukunft schauen lässt. Wir freuen uns über die Millionenzuschläge für Beckmann und Nolde. Das sind Spitzenergebnisse für zwei von der Villa Grisebach seit ihrer Gründung 1986 besonders gepflegte Künstler.“

Micaela Kapitzky
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micaela.kapitzky@grisebach.com

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Einen Gesamtumsatz von 612.100 Euro* erzielte die diesjährige Herbstauktion für Moderne und Zeitgenössische Photographie bei Grisebach (Verkaufsquote 88%).

Der höchste Zuschlag der Auktion galt dem kleinen Buch „La Poupée“ von Hans Bellmer, das für 43.750 Euro von einem französischen Bieter erworben wurde 
(Schätzpreis 35.000–40.000 Euro), gefolgt von den beiden seltenen frühen Portraitaufnahmen des polnischen Künstlers Stanislaw Ignacy Witkiewicz. Ein Telefonbieter aus den USA ersteigerte das Bildnis „Jadwiga Janczewska II“ für 42.500 Euro (Schätzpreis 20.000–25.000 Euro), während der Pigmentprint „Janina Illukiewicz“ für 28.750 Euro (Schätzpreis 10.000–15.000 Euro) einem französischen Sammler zugeschlagen wurde.

Erneut löste ein Vintage-Abzug des Worpsweder Photographen Werner Rohde ein reges Bietgefecht aus und konnte am Ende seine Schätzung vervielfachen. Für 22.500 Euro ging das „Selbstporträt als Clown“ aus dem Jahr 1928 schließlich in eine deutsche Sammlung (Schätzpreis 700–800 Euro).

Weiter großes Interesse gab es für den kleinen Vintage-Abzug „Grand Prix de L’A.C.F.“ (1913) von Jacques Henri Lartigue, der für 12.500 Euro von einem deutschen Sammler erworben wurde (Schätzpreis EUR 10.000–15.000), für Werner Bokelbergs großformatige Collage „Uschi Obermeier“, die für 16.250 Euro ebenfalls in eine deutsche Sammlung ging (Schätzpreis 8.000–12.000 Euro), für Portfolien von Peter Keetman und Kenneth Josephson, die für 15.000 Euro bzw. 12.500 Euro von einem österreichischen Käufer ersteigert wurden (Schätzpreis jeweils 8.000–12.000 Euro) sowie für das ungewöhnliche Motiv „Aimable Pendu“ des Franzosen Pierre Jahan, das seinen Schätzpreis von 800–1.200 Euro auf 6.875 Euro erhöhen konnte (Privatsammlung, Deutschland).


Franziska Schmidt
T 030 885915 27
franziska.schmidt@grisebach.com

* alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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Mit einem rundum erneuerten optischen Auftritt präsentiert sich die Villa Grisebach zu ihrer 250. Auktion Ende November. Im Mittelpunkt des Interesses stehen zwei auf je 1 Million Euro geschätzte Hauptwerke von Emil Nolde und Max Beckmann aus den 1930er Jahren – das kapitale „Helle Sonnenblumenbild“ von 1936 von Nolde und das träumerische „Bildnis eines jungen Mädchens“, das Beckmann im Amsterdamer Exil schuf. Die Auktion der Ausgewählten Werke am 26. November erlaubt einen exzellenten Blick auf die Künstler der Klassischen Moderne, die für die Erfolgsgeschichte von Grisebach seit 1986 prägend waren: So erwarten die Sammler exemplarische Werke von Max Liebermann, Paula Modersohn-Becker, Lesser Ury und Karl Hofer, dessen „Sitzender Akt mit blauen Kissen“ im Jahre 1937 in der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ hing und nun auf 250.000–350.000 Euro geschätzt ist. Mit den Gemälden „Der elektrische Zähler“ von Walter Dexel (1922) und „Composition No. 42“ von Friedrich Vordemberge-Gildewart (1928) sind zudem gewichtige Werke zweier Hauptvertreter der konstruktivistischen Kunst der 1920er Jahre vertreten (EUR 120.000-150.000 resp. EUR 100.000-150.000).

Besonders hervorzuheben ist, daß in der Auktion der „Ausgewählten Werke“ erstmals alle drei großen Editionsprojekte von Marcel Duchamp angeboten werden können: An der Spitze steht der „Rote Koffer“ (EUR 200.000–300.000), eine Art Miniaturmuseum aller Duchamp-Werke vom Künstler selbst reproduziert, daneben werden auch die „Weiße Schachtel“ und die „Grüne Schachtel“ sowie eine bislang unbekannte Portraitzeichnung Duchamps von der Hand seiner Mäzenin Katherine Dreier aus dem Jahr 1918 angeboten.


Das starke Angebot der Nachkriegszeit, an deren Spitze zwei fulminante Gemälde Ernst Wilhelm Nays („Balance jouyeuse“ von 1956 und „Dominant Gelb“ von 1959) und ein „Montaru“-Bild von Willi Baumeister (EUR  200.000-300.000) stehen, leitet dann über zu der Offerte der „Zeitgenössischen Kunst“. Hier ragt ein umfangreiches Konvolut von Werken Andy Warhols heraus, darunter zwei frühe Blumen-Leinwände von 1964 (EUR 150.000-200.000), denen ein vielfältiges Angebot der malerischen Positionen deutscher Kunst seit 1970 folgt, mit zahlreichen Werken von Gerhard Richter, Imi Knoebel, Georg Baselitz und Günter Förg.


Traditionell beginnt die Auktionswoche am Mittwoch, dem 25. November mit der Versteigerung der Werke aus dem 19. Jahrhundert: Hier stechen eine Marmorskulptur von Johann Gottfried Schadow von 1798 hervor, die immer in Familienbesitz war (EUR 100.00-150.000), und ein Hauptwerk des französischen Malers Théodule Ribot, das in drastischer Weise einen Betrunkenen zeigt (EUR 160.000-180.000)

Insgesamt werden an vier Auktionstagen 1.658 Kunstwerke mit einer mittleren Gesamtschätzung von 23 Millionen Euro in acht Katalogen in der Fasanenstraße angeboten. Nach der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ werden am 25. November „Photographien“ versteigert (siehe gesonderte Pressemitteilung). Am Donnerstag, dem 26. November werden die Auktionen „Orangerie“ (siehe gesonderte Pressemitteilung) und „Ausgewählte Werke“ versteigert. Am Freitag, 27. November, „Moderne Kunst“, „Graphik und Editionen“ und „Contemporary“. Die Auktion „Third Floor“ schließt am Sonnabend, dem 28. November, die Jubiläumsauktionen ab. Die Vorbesichtigung in Berlin beginnt am 20. November in der Fasanenstraße 25, 27 und 73.

Bernd Schultz: „Wir freuen uns, daß wir mit der 250. Auktion ein Angebot an Kunstwerken zusammentragen konnten, das einen exzellenten Eindruck von dem vermittelt, wofür Grisebach steht.“

Micaela Kapitzky
T 030 885915 32
micaela.kapitzky@grisebach.com

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Nach dem internationalen Erfolg der Sonderauktion der Sammlung Rohde-Hinze weckt die nächste Orangerie-Auktion wieder neue Lust am Sehen. Der Katalog ist ein hochkarätiges cross over von italienischer Gotik über Barock und Klassizismus bis zum Pariser Art déco.

Wiederentdeckung der Kunstgeschichte: Glanzstück der Orangerie-Auktion am 26. November  ist die Verkündigungsgruppe von Andrea Pisano (150.000–200.000 Euro). Die Marmorskulpturen entstanden um 1345, also kurze Zeit nach den Bronzetüren des Baptisteriums, die Kunstgeschichte schrieben. Auch bei der Verkündigungsgruppe ist der starke Einfluß Giottos zu bemerken, nach dessen Entwürfen Pisano arbeitete und dem er 1340 im Amt des Dombaumeisters gefolgt war.

Reise um die Welt: Aus dem China der Ming-Dynastie stammen zwei seltene Möbelgruppen, die aus dem ausschließlich dem kaiserlichen Hof vorbehaltenen Huanghuali-Holz geschaffen wurden (Paar Kabinettschränke: 80.000 Euro und Sideboard: 60.000 Euro).

Der Bogen der Schätze aus aller Welt spannt sich ferner von den Netzuke einer norddeutschen Sammlung (ab 400 Euro), über farbenprächtige Quilts des 19. Jahrhunderts aus den USA (je 6.000–8.000 Euro), ein großes Fliesenfeld der persischen Qajar-Dynastie (15.000–20.000 Euro) bis hin zu einem raren Labidjar-Kelim aus Usbekistan (5.000–7.000 Euro).

Große Meister des europäischen Kunsthandwerks: Mit außergewöhnlichen Kunstwerken vereint die Auktion Künstlernamen wie Matthias Wallbaum, Johann Christian Hoppenhaupt, John Linnell, René Dubois, Jean-Henri Riesener, Thomas Hope, Karl Friedrich Schinkel, Dagobert Peche und Josef Hoffmann.

Malerei und Graphik mit Geschichte: Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken der Orangerie stammen von Giovanni Battista Piranesi, Gerard von Kügelgen, Anton Graff, Hieronymus Bosch und Francisco de Goya. Herausragend ist das eigenwillige Portrait des legendären Earl-Bishop of Bristol von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (20.000–25.000 Euro), denn es nimmt den berühmten Beinüberschlag seines Frankfurter Goethe-Portraits vorweg.

Provenienzen mit Konversationsqualität: Aus der Sammlung des Begründerpaares der graphischen Sammlung Albertina in Wien, Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Christine von Österreich, stammt eine Deckelvase aus cremefarbenem Onyx (30.000–35.000 Euro). Die Vorzeichnung hierzu wurde im Metropolitan Museum of Art in New York entdeckt.

Ein Teller mit Chinoiserien und dem sog. Salamimedaillon (20.000–30.000 Euro) aus der Frühphase der Porzellanmanufaktur Meissen wurde für das von Hitler geplante Museum in Linz den Sammlungen Franz Oppenheimers und Fritz Mannheimers abgepreßt – die gütliche Einigung mit den Erben erlaubt es, dass dieses Kunstwerk nun seine Aura wieder voll entfalten kann.

Aus dem Nachlaß von Gunter Sachs stammt ein Paar der cathedral-Fauteuils von Jacques-Émile Ruhlmann von 1913 (200.000–250.000 Euro) aus Makassarholz und Elfenbein.

Dr. Stefan Körner
T 030 885915 64
stefan.koerner@grisebach.com

Auktion Nr. 248 am 25. November 2015, 17.30 Uhr

Am Mittwoch, den 25. November werden bei Villa Grisebach in Berlin über 200 Losnummern Moderner und Zeitgenössischer Photographie versteigert.

Spitzenlos der Auktion ist ein Positiv-Photogramm des Bauhauskünstlers Laszlo Moholy-Nagy. Es entstand im Jahr 1925, in dem Moholy-Nagy besonders intensiv an seiner „kameralosen Fotografie“ arbeitete, die er erstmals „Fotogramme“ nannte. Ein Positiv-Photogramm stellt die direkte Umkehrung des negativen Original-Photogramms dar – ein Unikat auf Papier. Durch Kontaktkopie mit dem negativen Originalphotogramm entsteht eine Variante, bei der die Tonwerte umgekehrt, d. h. die schwarzen Formen auf hellem Grund wiedergegeben sind. Das vorliegende ungewöhnlich gut erhaltene Vintage stammt ursprünglich aus dem Besitz von William G. Larsson, der an der von Moholy-Nagy 1939 gegründeten Chicago School of Design lehrte (EUR 80.000/120.000).

In die Kunst des Surrealismus führt Hans Bellmers kleines Buch „La Poupée“ von 1936, in dem der Künstler eine von ihm selbst gestaltete, fast lebensgroße Puppe in 10 Photographien auf unterschiedliche, teils verstörende Weise inszeniert (EUR 35.000/45.000). Versteigert werden außerdem zwei der wenigen erhaltenen Portraitphotographien des polnischen Avantgardekünstlers Stanislaw Ignacy Witkiewicz. Die eindrucksvollen Aufnahmen zählen zu den ersten Portraits der Photographiegeschichte, die ein „inneres Bild“ des Menschen zeigen: „Jadwiga Janczewska“, um 1913 (EUR 20.000/25.000) und „Janina Illukiewicz“, um 1912 (EUR 10.000/15.000). Weitere Höhepunkte aus dem Bereich der Modernen Photographie sind Vintages von Walker Evans: „Frame House, Connecticut“, 1933 (EUR 12.000/18.000) und Jacques Henri Lartigue: „Grand Prix de l’A.C.F., Amiens, 12“, 1913 (EUR 10.000/15.000), Leni Riefenstahls „Olympia-Portfolio“, 1998 (EUR 20.000/30.000) sowie Arbeiten von Gertrud Arndt, Ruth Bernhard, Henri Cartier-Bresson, Hugo Erfurth, André Kertész, Paul Outerbridge, Roman Vishniac u.a.

Ein vielfältiges Angebot gibt es auch im Bereich der Zeitgenössischen Photographie, versteigert werden u. a. Arbeiten von Peter Beard: „Elephant Tussle, Aberdare Forest“, 1972 (EUR 9.000/12.000), Anton Corbijn: „Keith Richards, Connecticut“, 1999 (EUR 10.000/15.000), Ruud van Empel: „Dawn I“, 2008 (EUR 4.000/6.000), Erwin Olaf: „Grief, Irene“, 2007 (EUR 8.000/12.000), Joel Meyerowitz: „Truro“, 1976 (EUR 8.000/12.000), Thomas Ruff: „Substrat 2 I“, 2002–2003 (EUR 4.000/6.000), Albert Watson: „Kate Moss, Marrakech”, 1991 (EUR 5.000/7.000).

Franziska Schmidt
T 030 885915 27
franziska.schmidt@grisebach.com

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Die letzte bedeutende Sammlung Alter Kunst aus dem Berlin der zwanziger Jahre wurde am Wochenende mit spektakulären Zuschlägen in der Villa Grisebach versteigert: Die aus 384 Kunstwerken bestehende Sammlung Rohde-Hinze, die als verschollen galt, wurde zu einer Gesamtsumme von € 6.750.000* versteigert – damit wurde sogar die obere Schätzung um 2,5 Millionen Euro übertroffen. So war dies die bislang erfolgreichste Auktion der Sparte „ORANGERIE. Ausgewählte Objekte“ bei Grisebach. Hervorzuheben ist ebenfalls die Zuschlagsquote von fast 90 Prozent – ein für die Sparte Kunsthandwerk und Alte Meister herausragendes Ergebnis.

Europäische, amerikanische und asiatische Bieter lieferten sich zum Teil minutenlange Gefechte um die marktfrischen Werke. Besonders begehrt waren bedeutende italienische und niederländische Gemälde sowie rare Asiatica.

Preislich an der Spitze steht der „Wasserfall“ des Holländers Jacob van Ruisdael, den sich ein deutscher Privatsammler für € 805.000 sichern konnte (Schätzung € 180.000–240.000). Dies wäre ganz im Sinne der Sammlungsgründer gewesen: Denn es war genau dieses Gemälde, das die Sammlung begründete und zuletzt 1925 in der berühmten Ausstellung „Kunst aus Privatbesitz“ in der Berliner Akademie der Künste ausgestellt war. Der flämische Meister Anthonis van Dyck schuf einen ausdrucksstarken Apostelkopf, der mit einem Preis von € 293.750 seine Schätzung von € 60.000–80.000 weit hinter sich ließ. Lavinia Fontanas Knabenportrait von 1581 konnte mit € 212.500 seine Schätzung wie manches andere Werk der drei Auktionen sogar mehr als verzehnfachen.

Auch die Versteigerung von Kunsthandwerk mit einzigartigen Porzellanen der Manufakturen Meissen und KPM sorgte immer wieder für extreme Preissprünge. Am signifikantesten aber war die Entwicklung in der Abteilung der Asiatica. Hier wurden zwei Buddha-Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert (Startpreis zusammen € 30.000) nach heftigen Gefechten zwischen chinesischen Bietern im Saal und an den Telefonen für insgesamt € 531.250 versteigert.

Gesellschafter Bernd Schultz: „Es war uns eine besondere Freude und Ehre, die legendäre Sammlung Rohde-Hinze kunsthistorisch aufzuarbeiten und nun mit einem spektakulären Ergebnis für den Nachlaß zu versteigern. Der Halbjahresumsatz bei Grisebach beträgt damit € 33 Millionen. Jetzt freuen wir uns auf unsere große 250. Auktion Ende November.“

Micaela Kapitzky

 *alle Preise inkl. Aufgeld

Am 3. und 4. Juli kommt es nach den Preisrekorden im Juni zu einem nächsten Höhepunkt der Frühjahrsauktionen der Villa Grisebach in der Sparte ORANGERIE: Die Versteigerung von Alten Meistern und erlesenem Kunsthandwerk aus der legendären und lange verschollenen Sammlung Rohde-Hinze, mit einer mittleren Gesamtschätzung von 3,5 Millionen Euro.Zu den Glanzlichtern zählen neben einem Apostelkopf von Anthonis van Dyck (60.000-80.000 Euro) gleich vier Werke von Jan Brueghel d.J., darunter eine große Paradies-Darstellung (300.000-500.000 Euro), sowie die Tafeln des berühmten Cyriacus-Altars von Bartholomäus Bruyn (150.000-250.000 Euro). Die italienische Malerei ist durch ein Spitzenwerk von Lavinia Fontana (20.000-30.000 Euro) und die holländische Malerei durch Meisterwerke von Salomon van Ruysdael (200.000-300.000 Euro) und Jacob Duck (20.000-30.000 Euro) vertreten.

Bei den moderat geschätzten Kunstwerken der Angewandten Künste treffen barockes Augsburger Silber, besonders frühe und teilweise einzigartige Porzellane von Meissen, Teile aus den Servicen für König Friedrich den Großen der KPM Berlin (ab 1.000 Euro), Kaukasus-Teppiche und Asiatica (z.B. eine Guanyin der Ming-Dynastie, 20.000 Euro) zusammen.

Die Auktion, für die zusammen mit über 120 nationalen und internationalen Fachwissenschaftlern ein zweibändiger Katalog entstand, ist das Altmeister-Debut bei Grisebach. In Essays von Prof. Dr. Bénédicte Savoy (Leiterin des Fachbereichs Kunstgeschichte an der TU Berlin) und Dr. Stefan Körner (Leiter der ORANGERIE) wird die Geschichte des Berliner Kunsthandels in den 1920er Jahren und dieser Sammlung wieder lebendig.Für die Vorbesichtigung ab dem 27. Juni wurden die Räume der historischen Villa Grisebach farbig gefaßt und die Kunstwerke nach Vorbild der Stilräume Wilhelm von Bodes arrangiert. Eine Ausstellung informiert über die Sammlungsgeschichte und zeigt Originaldokumente aus dem Firmenarchiv, das dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin übergeben wurde.

Substantielle Einlieferungen aus dem Rheinland und Bayern sorgten bei den Frühjahrsauktionen der Villa Grisebach für außerordentliche Preissteigerungen mit zahlreichen Weltrekorden in den Bereichen Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst und 19. Jahrhundert. An vier Tagen mit insgesamt acht Auktionen im neuen Auktionssaal in der Fasanenstraße 27 wurde ein Gesamtumsatz von 23 Millionen EUR* erzielt. Es waren so viele Bieter aktiv wie noch auf keiner Auktion der Villa Grisebach zuvor.

Mit € 865.000 an der Spitze stehen zwei Werke aus der Abendauktion: Das gelbleuchtende Gemälde „Ein Sonntag“ von Max Pechstein aus dem Jahr 1922 und der Überraschungserfolg für eine winzige Wolkenstudie von René Magritte aus dem Jahr 1963, die ihre Schätzung von € 150.000 mehr als verfünffachte. Paul Klees „Haus zum blauen Stern“ wurde für € 745.000 verkauft (Schätzung € 200-300.000). Zum gleichen Preis gelang es, van Goghs Frühwerk „Kopf einer Bäuerin“ in eine kalifornische Privatsammlung zu verkaufen – das ist der höchste Preis, der je auf einer Auktion in Deutschland für ein Werk von Vincent van Gogh bezahlt wurde.

Außerordentlich stark präsentierte sich die Abteilung „Zeitgenössische Kunst“, die ihren Umsatz im Vergleich zur letzten Auktion auf 4,3 Millionen nahezu verdoppeln konnte. An der Spitze steht hier ein Aquarell von Joseph Beuys, das nach minutenlangem Bietgefecht von einer Schätzung von € 70.000 auf € 450.000 gehoben wurde und damit die teuerste Arbeit von Joseph Beuys ist, die je in Deutschland versteigert wurde. Hohe Zuschläge gab es daneben für Werke von Cy Twombly, Robert Rauschenberg, Otto Piene, Günther Förg und C.O. Paeffgen, dessen „Akt“-Gemälde von € 20.000 auf € 193.700 stieg.

Mit 2,6 Millionen Euro Gesamtumsatz steht das 19. Jahrhundert bei Grisebach inzwischen deutlich an der Spitze dieser Auktionssparte in Deutschland. Es gab zwei Weltrekorde: Wilhelm Leibls „Bauernmädchen“ wurde für € 350.000 in eine deutsche Privatsammlung verkauft und Carl Gustav Carus’ „Phantasie aus der Alpenwelt“ für € 225.000 an das Nationalmuseum Stockholm. Am 3. und 4. Juli kommt es zum nächsten Höhepunkt der Frühjahrssaison der Villa Grisebach in der Sparte ORANGERIE: Die Versteigerung von Alten Meistern und Kunsthandwerk aus der legendären und lange verschollenen Sammlung Rohde-Hinze, die eine mittlere Gesamtschätzung von 3,5 Millionen Euro hat.

Bernd Schultz: „Wir freuen uns, daß wir solch starke Ausrufezeichen in den Sparten Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst und 19. Jahrhundert setzen konnten. Jetzt richten wir unsere ganze Kraft auf die Sammlung Rohde-Hinze – und dann auf die 250. Auktion der Villa Grisebach im Herbst.“

Micaela Kapitzky

 * Preise inkl. Aufgeld

Spektakulärer Höhepunkt der Photographie-Auktion bei Grisebach war ein langes Bietgefecht um den seltenen Vintage-Abzug „Dunkle Figur“ von Werner Rohde aus dem Jahr 1928, bei dem schließlich ein deutscher Bieter mit EUR 187.500* erfolgreich war (Schätzpreis EUR 2.000/3.000). Damit ist die ungewöhnliche photographische Komposition des Worpsweder Künstlers der teuerste Vintage-Abzug, der jemals auf einer Photographie Auktion in Deutschland versteigert wurde.

Mit einem Gesamtumsatz von EUR 906.000* wurde die diesjährige Frühjahrsauktion zur erfolgreichsten Auktion für Moderne und Zeitgenössische Photographie der Villa Grisebach (Verkaufsquote 141%).

Der zweithöchste Zuschlag der Auktion galt mit EUR 37.500* Rineke Dijkstras „Villa Franca di Xira, Portugal“, das an einen Telefonbieter aus den Niederlanden ging (Schätzpreis EUR 30.000/40.000). Ein amerikanischer Sammler ersteigerte die „Laugenblume“ von Karl Blossfeldt für EUR 27.500* (Schätzpreis EUR 22.000/32.000), während die „Komposition mit Flasche“ von Jaromir Funke für EUR 31.250* in die Schweiz ging (Schätzpreis EUR 25.000/30.000). Weitere hohe Zuschläge konnten Arbeiten von Man Ray, Elliott Erwitt, Walker Evans, André Kertesz und Sebastiao Salgado erzielen.

Hohe Preissteigerungen gab es u.a. für ein Werk von Sigmar Polke, dessen Solarisation für EUR 15.000* von einem französischen Sammler erworben wurde (Schätzpreis EUR 3.000/4.000), bei Leni Riefenstahls „Mick Jagger“, der für EUR 20.000* in eine deutsche Privatsammlung ging (Schätzpreis EUR 4.000/5.000), wie auch bei Michael Wesely, für dessen Langzeitbelichtung des New Yorker Museum of Modern Art ein amerikanischer Bieter EUR 22.500* bewilligte (Schätzpreis EUR 5.000/7.000).


Franziska Schmidt


* alle Preise inkl. Aufgeld

Eines der Hauptwerke des Grisebach-Angebots in Berlin ist ein bedeutendes Frühwerk von Vincent van Gogh. Das auf moderate 600.000/800.000 EUR geschätzte Bildnis „Profil einer Bauersfrau“ aus dem Jahre 1885 ist das kostbarste Werk von Vincent van Gogh, das in Deutschland seit1945 auf den Markt kommt. Das Ölgemälde steht in Zusammenhang mit van Goghs erstem Hauptwerk „Die Kartoffelesser“. Die lückenlose Provenienz des musealen Portraits reicht bis zu der Schwester des Künstlers zurück – zuletzt hing es einige Jahrzehnte in einer Privatwohnung in Bayern.

In der Abteilung „Ausgewählte Werke“ ragen ebenfalls Paul Klees „Das Haus zum blauen Stern“ von 1920 (200.000/300.000 EUR) und das zeitgleich entstandene sonnendurchflutete Landschaftsgemälde „Ein Sonntag“ von Max Pechstein (500.000/700.000 EUR) heraus. Mit bedeutenden Gemälden von Max Liebermann, Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Oskar Schlemmer, Karl Hofer und René Magritte unterstreicht Grisebach auch diesmal seine Stellung als wichtigstes Auktionshaus für deutsche Kunst der Klassischen Moderne. Den Abschluß des Abends bildet Cy Twomblys großformatiges Werk aus dem Jahr 1981 mit einer Schätzung von100.000/150.000 EUR.


Das Angebot der Zeitgenössischen Kunst ist diesmal besonders umfangreich: Den Auftakt bildet ein Sonderkatalog mit vierzig Werken aus der „Sammlung Wandel“, alle aus dem Spannungsfeld abstrakter und konkreter Kunst; darunter ein furioses Querformat von Hans Hartung von 1960 (70.000/ 90.000 EUR), eines der ersten Volume- Bilder der legendären italienischen Künstlerin Dadamaino von 1958 (60.000/80.000 EUR) und das Arnulf Rainer- Gemälde „Die Gekämmte“ aus dem Jahr 1962 (60.000/80.000 EUR).

Darüber hinaus gibt es im Bereich „Contemporary“ ein qualitätvolles Angebot an Werken der ZERO-Künstler, die international hoch begehrt sind. Ein seltenes Gemälde von Eugen Schönebeck, ein sensibles Portrait von Maria Lassnig, ein Gemälde von Robert Rauschenberg aus dem Jahre 1989 (100.000/150.000 EUR) kommen am Freitag zum Aufruf. Mehrere Gemälde von Günther Förg, eine großformatige Photoarbeit von Andreas Gursky, eine Installation des Dänen Olafur Eliasson sowie markante Papierarbeiten von Sigmar Polke und Joseph Beuys ergänzen das Angebot.


Das 19. Jahrhundert wird angeführt von dem Gemälde „Phantasie aus der Alpenwelt“ von Carl Gustav Carus aus dem Jahre 1822 (180.000/240.000 EUR), in direkter Auseinandersetzung mit Caspar David Friedrich entstanden, und dem suggestiven Portrait eines Bauernmädchens von Wilhelm Leibl aus dem Jahre 1897, das auf 200.000/300.000 EUR geschätzt ist.


Mit über 1500 Gemälden, Photographien, Graphiken und Skulpturen sind die Frühjahrsauktionen bislang die umfangreichsten bei Grisebach (acht Kataloge). Die mittlere Schätzsumme liegt bei 17,3 Millionen EUR.


Micaela Kapitzky

Mittwoch, den 3. Juni werden über 250 Losnummern Moderner und Zeitgenössischer Photographie bei Villa Grisebach in Berlin versteigert. Zu den Ikonen der Photographiegeschichte gehören die Pflanzenbilder von Karl Blossfeldt, die er 1915–1925 für die Königlich Preussische Kunstgewerbeschule in Berlin herstellte. Mit der plastisch ins Bild gesetzten „Cotula Coronopifolia, Laugenblume“ kommt einer der seltenen, von Karl Blossfeldt selbst abgezogenen Vintage Prints zur Auktion (€ 22.000/32.000). Eine ausgesprochene Rarität ist auch das um 1929 entstandene Vintage-Photogramm des amerikanischen Photographen Walker Evans: Die geisterhafte Erscheinung einer Hand verrät surrealistischen Einfluss (€ 10.000/15.000). Beispiele piktorialistischer Photographie von Heinrich Kühn („Hans und Lotte auf der Wiese“, „Blumenstilleben“, je € 6.000/8.000) und Edward Weston („The Hand of E.M.“, € 6.000/8.000) sind ebenso vertreten wie der Portraitphotographie, u.a. von Nicholas Nixon („Brown Sisters“, € 7.000/9.000), Leni Riefenstahl („Mick Jagger“, € 4.000/6.000) und Herb Ritts („Jack Nicholson II, London“, € 4.000/6.000). Magisch anmutende Landschaften sind in Vintage Prints von Ellen Auerbach („Ain-Karim-Palestine“, € 2.500/3.500), René Burri („Kung Min-Lake. Summer Palace Beijing“, € 6.000/8.000) und Herbert List („Athen, Olympieion“, € 6.000/8.000) zu sehen.

Aus einer amerikanischen Privatsammlung kommen acht herausragende Vintage Prints, u.a. von Jaromir Funke („Komposition mit Flasche“, um 1925, € 25.000/30.000), Paul Citroen („Johnson Training again“, um 1923, € 5.000/7.000), Yva („Der Dieb“, 1926, € 6.000/8.000) und Man Ray („Adrienne mit Waschbrett“, 1938, € 10.000/15.000). Weiterhin werden im Bereich Moderne Photographie u.a. Werke von Berenice Abbott, Diane Arbus, Ilse Bing, Brassai, Henri Cartier-Bresson, Imogen Cunningham, Andreas Feininger, Will McBride, Duane Michals, Albert Renger-Patzsch, Werner Rohde, Jaroslav Rössler und Otto Steinert angeboten.

Hauptlos der Zeitgenössischen Photographie ist Rineke Dijkstras großformatiges Portrait eines portugiesischen Stierkämpfers „Villa Franca di Xira, Portugal, May 8“ (€ 30.000/40.000). Weitere Highlights sind Bernd und Hilla Bechers „Getreidesilo, Canton, Ohio, USA” (€ 15.000/20.000), Robert Mapplethorpes „Melody (Shoe)” (€ 12.000/16.000) und „Lisa Lyon” (€ 10.000/15.000) sowie Arbeiten von Philipp-Lorca diCorcia, Ruud van Empel, Elger Esser, Nan Goldin, Loretta Lux, Sebastiao Salgado, Hiroshi Sugimoto, Michael Wesely u.a.

Franziska Schmidt

Parallel zur großen ZERO-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau widmen wir unsere zweite Ausstellung in den neuen Räumen der Fasanenstraße 27 einem Avantgardisten, der eine Integrationsfigur der ZERO-Bewegung war: Hermann Goepfert.

Hermann Goepfert verbindet man insbesondere mit seinen frühen monochromen Weißbildern, seinen Reflektoren, glänzenden, haptischen, kinetischen Wandarbeiten aus silbrigen Metallblechen, oder seinen tönenden Licht-Ton-Maschinen namens Optophonium. Der vor allem in Frankfurt am Main tätige ZERO-Künstler (1926-1982) war derjenige, der die Integration von Kunst und Architektur innerhalb der ZERO-Bewegung am stärksten vertrat und war eine ausgesprochen aktive Figur in der Kunstszene der Nachkriegszeit: Enge Freundschaften verbanden ihn mit Piero Manzoni, Jef Verheyen und Lucio Fontana. Goepfert war an bedeutendenAusstellungen der ZERO-Künstler beteiligt.

1964 war Hermann Goepfert Teilnehmer der documenta III; seine Arbeiten wurden in der berühmten Abteilung „Licht und Bewegung“ gezeigt, die bahnbrechenden neuen Strömungen in der Kunst eine Plattform bot.

Dank der freundlichen Unterstützung des Nachlasses des Künstlers ist es gelungen, die Wirkung des lichtkinetischen documenta-Raums wieder erlebbar zu machen. Neben einem späteren Optophonium zeigen wir zwei Aluminiumreflektoren, die Goepfert auf der documenta 1964 präsentierte.

Wir freuen uns, in dieser Ausstellung einen Überblick über Goepferts Schaffen der1960er und 1970er Jahre geben zu können. Es werden rund zwanzig Werke präsentiert, darunter neben verkäuflichen Arbeiten auch einige Leihgaben, die seine Vision von der Darstellung des Lichts in der bildenden Kunst veranschaulichen. Gleichzeitig erscheint eine umfangreiche Goepfert-Monographie von Beate Kemfert im Hatje Cantz Verlag, die wir am 20. März exklusiv in unseren Räumen vorstellen.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Hermann Goepfert-Nachlaß statt.

Daniel von Schacky

Unsere erste Ausstellung in den neuen Räumen für zeitgenössische Kunst in der Fasanenstraße 27 widmen wir dem Frühwerk Imi Knoebels: den von 1966 bis 1968 entstandenen Linienbildern.

Imi Knoebel, 1940 als Wolf Knoebel in Dessau geboren, ging 1964 an die Akademie in Düsseldorf, um bei Joseph Beuys zu studieren. 1965 bezog er zusammen mit Imi Giese den heute legendären Raum 19 der Akademie. Ganz bewusst stellte er sich mit seinen minimalistischen Linienbildern gegen die Kunstauffassung seines charismatischen Lehrers.

Inspiriert von Malewitschs Schwarzem Quadrat und der amerikanischen Minimal Art um Donald Judd, wählte Knoebel als Format das Rechteck und führte die Malerei auf ihre Grundelemente Linie, Fläche und den grundsätzlichen Kontrast von Schwarz und Weiß zurück. Bezogen auf die Linienbilder bezeichnete der Künstler sich selbst als einen „nach dem Anfang Suchenden“, der nichts als „die Sicherheit des puren Vierecks im rechten Winkel hat“.

Sowohl die Perfektion der Linienbilder als auch die Untersuchung der Malerei offenbaren bereits die Makellosigkeit Knoebels späterer Werke und die fortwährende Erforschung des Mediums. Mit ihren Nichtfarben gehören die Linienbilder zum Radikalsten, das Imi Knoebel geschaffen hat und sind auch für spätere Generationen von Künstlern wegweisend.

Wir freuen uns in dieser Verkaufsausstellung sechs Linienbilder zeigen zu können. Sie markieren einen ersten Höhepunkt im Schaffen Imi Knoebels und sind erstmals in Berlin zu sehen.

Die Ausstellung ist im Anschluss, vom 10. April bis 15. Mai, in unserer Düsseldorfer Repräsentanz zu sehen.

Daniel von Schacky   

In der Villa Grisebach hat eine neues Kapitel begonnen – erstmals fand am Wochenende die Auktion „Zeitgenössische Kunst“ in den neuen Räumen in der Fasanenstraße 27 statt: Vor über 400 Besuchern im Saal und insgesamt 150 Telefonbietern erzielten ein Gemälde von Anselm Kiefer mit € 312.500* und ein Georg Baselitz mit € 250.000 die beiden höchsten Zuschläge.


Preislich an der Spitze der acht Auktionen steht ein Werk des „19. Jahrhunderts“: Mit € 3.295.000 für
Adolf Menzels „Stehende Rüstungen“ (Schätzung € 100.000 / 150.000) wurde der bisherige
Weltrekord für ein Werk des Künstlers um mehr als eine Million Euro überboten. Das Bild wurde gegen
elf Telefonbieter und zahlreiche Saalbieter von einem Privatsammler in der Schweiz erworben.
Gleichzeitig ist dies der höchste Preis, der jemals in Deutschland für eine Arbeit auf Papier auf einer
Auktion bezahlt wurde. Für weiteres Aufsehen sorgte die seltene Graphik „Die Frau mit dem
Spinnennetz (Melancholie)“ von Caspar David Friedrich, die bei einer Schätzung von nur € 10.000 bis
15.000 spektakuläre € 901.000 erzielte.


In der Auktion „Ausgewählte Werke“ wurde das letzte Bild versteigert, das Max Beckmann 1937 vor
seiner Emigration in Deutschland gemalt hat: Das Gemälde von der Nordseeinsel Wangerooge mit
dunkel drohenden Wolken wurde in einem Bietgefecht für € 1.397.500 Millionen einem deutschen
Privatsammler zugeschlagen.


Neu etabliert wurde die Auktion „Druckgraphik“: Hier erzielte „Der Kuss“ von Edvard Munch mit einem
Ergebnis von € 500.000 bei einer Schätzung von € 180.000 / 240.000 den höchsten Zuschlag. Der
kolorierte Holzschnitt ging in eine skandinavische Privatsammlung.


Erfolgreich verlief auch die Auktion „ORANGERIE“ mit ausgewählten Objekten aus fünf Jahrhunderten.
Gegen den Trend des Marktes wurden alle Möbelstücke hoch beboten. Das Gesamtergebnis dieser
Auktion erzielte erstmals fast eine Million Euro.


Bernd Schultz: „Wir freuen uns, daß die Villa Grisebach nun einen eigenen Standort für die Kunst des
21. Jahrhunderts hat – und daß mit der Zeitgenössischen Kunst, der Kunst des 19. Jahrhunderts, der
Photographie und der ORANGERIE nun neben der Klassischen Moderne auch die anderen Abteilungen
das Profil unseres Hauses nach außen mitbestimmen. Das Gesamtergebnis unserer Herbstauktionen
liegt bei 21 Millionen Euro.“


Micaela Kapitzky

* alle Preise inkl. Aufgeld                    

Die Herbstauktion für Photographie der Villa Grisebach erzielte bei einem unteren Schätzpreis von € 596.100 einen Gesamtumsatz von € 655.250*. Das entspricht einer Verkaufsquote von 110 %.

Die höchsten Zuschläge der Auktion galten zwei Arbeiten von Peter Beard. Das Bildnis „Fayel Tall. El
Molo Bay, Lake Rudolf“ war heftig umkämpft und ging für € 37.500 in eine deutsche Privatsammlung
(Schätzpreis € 14.000/18.000). Ein weiterer deutscher Sammler ersteigerte Beards „Maureen at 2:00
am, Hog Ranch“ für € 36.250 (Schätzpreis € 20.000/30.000). Hiroshi Sugimotos „Sea of Japan
Hokkaido I“ aus der „Seascapes“-Serie ging für € 22.500 in den deutschen Handel.

Ein deutscher Händler erwarb für € 19.375 (Schätzpreis 6.000/8.000) das außergewöhnliche
„Panorama von Moskau“, das sich seit 1868 in Familienbesitz befunden hatte. Ein seltener
Pigmentdruck des tschechischen Photokünstlers Frantisek Drtikol wurde für € 18.750 von einem
amerikanischen Sammler ersteigert, der Bromölumdruck „Esche“ von Rudolf Koppitz für € 18.750 von
einem österreichischen Händler (Schätzpreis jeweils € 15.000/20.000).

Auf sehr großes Bieterinteresse stieß Roman Vishniacs Photographie „Chederschüler“ aus dem
Portfolio „The Vanished World“. Zahlreiche Bieter steigerten die Arbeit auf einen Verkaufspreis von
€ 14.750, mit dem sich schließlich ein Sammler aus der Schweiz durchsetzen konnte (Schätzpreis
2.000/3.000).

Franziska Schmidt
* alle Preise inkl. Aufgeld

Weitere Informationen unter www.grisebach.com und
Franziska Schmidt · T 030 885 915 27 · franziska.schmidt@grisebach.com

Im Sommer 1937, als in München die Ausstellung „Entartete Kunst“ vorbereitet wurde, malte Max Beckmann am Strand der Insel Wangerooge sein letztes Bild in Deutschland – „Stürmische Nordsee“, dann emigrierte er nach Amsterdam, um niemals wieder Deutschland zu betreten. Jetzt ist dieses Bild aus dem ehemaligen Besitz des Beckmann-Freundes Stephan Lackner mit seinen drohenden grauen Wolkengebirgen nach Deutschland zurückgekehrt und wird am 27. November in der Villa Grisebach für einen Schätzpreis von 800.000-1.200.000 Euro versteigert.

In der Auktionswoche vom 26. bis zum 29. November werden in Berlin 1438 Kunstwerke in acht Katalogen zu einem mittleren Schätzwert von 17 Millionen Euro angeboten. Die zusätzlichen neuen, 400 m2 großen Räumlichkeiten in der Fasanenstraße 27, direkt neben dem Stammhaus, sind künftig der Sparte Zeitgenössische Kunst gewidmet – und werden mit einer besonderen Auktion eröffnet: „BRD – Zeitgenössische Kunst aus Deutschland“ bietet unter anderem eine konzentrierte Auswahl von wichtigen Werken von Joseph Beuys, Anselm Kiefer („Dein blondes Haar Margarete“; 1981, 250.000-350.000 Euro), Thomas Schütte, Georg Baselitz und Neo Rauch – sowie zahlreichen Arbeiten der deutschen ZERO-Bewegung.

Zu den weiteren Glanzstücken der Auktionen bei GRISEBACH im November gehört eine umfassende Kollektion von Papierarbeiten des deutschen Expressionismus, von Ernst Ludwig Kirchner bis zu Heinrich Campendonk. In der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ ist der Höhepunkt eine „Rüstkammer-Phantasie“ von Adolph Menzel aus dem Jahre 1866, die aus der Albertina an die Erben des ersten Händlers Menzels, Hermann Pächter, restituiert wurde (100.000-150.000 Euro).

Erstmals gibt es einen eigenen Katalog für die Druckgraphik mit Werken von Toulouse-Lautrec bis Alex Katz. Am höchsten geschätzt ist hier der seltene, kolorierte Zustandsdruck „Der Kuß I“ von Edvard Munch mit 180.000-240.000 Euro.

In der Abteilung „ORANGERIE“, die besondere Objekte aus fünf Jahrhunderten anbietet, steht eine Ikone der deutschen Möbelkunst im Mittelpunkt: die „Walderdorff-Kommode“ von Abraham Roentgen aus dem Jahre 1755 (Schätzung 200.000-300.000 Euro).

Micaela Kapitzky                                                               

Im Mittelpunkt der nächsten Auktion ORANGERIE steht eine Ikone des deutschen Kunsthandwerks: Die legendäre „Walderdorff-Kommode“ war 1755 erster Großauftrag an den genialen Möbelkünstler Abraham Roentgen. Für den Kurfürsten von Trier geschaffen, war sie über 200 Jahre in Familienbesitz und wird nun für € 200.000 / 300.000 angeboten.

Die noch junge ORANGERIE will die „Lust des Sehens“ wecken. Daher zeigt sie hochkarätiges cross over aus fünf Jahrhunderten. Der Bogen reicht von Gemälden Alter Meister bis hin zum Filmhut Romy Schneiders aus „Die Bankiersgattin“ (€ 2.000 / 3.000).

Ein Themenschwerpunkt zeigt Kunstwerke um das assoziationsreiche Thema Anmut - von einer außergewöhnlich großen Bernsteinmadonna aus dem Mittelalter (€ 10.000 / 15.000) zu René Gruaus virtuos-ökonomischen Modezeichnungen der 1950er und 60er (je € 18.000 / 24.000).

Unter dem Credo Die schöne Linie finden sich der exzentrisch gewundene „Schleifenleuchter mit den Rubinglasscheiben“, 1811 für die Residenz König Jérôme Bonapartes entstanden (€ 90.000 / 150.000), und Ron Arads linienmächtiger „Little Heavy“ von 1989 (€ 25.000 / 35.000).

Bizarre und kunstvolle Kunstwerke nach dem Vorbild Natur versammelt das dritte Kapitel des Kataloges. Darunter ist ein tänzerisch elegantes Table en cabinet, welches außergewöhnliches Zeugnis der Kunst des naturalistischen Rokoko ist (€ 20.000 / 30.000).

In Szene gesetzt sind eine magische Miniatur von Adam Elsheimer (€ 8.000 / 12.000), Bühnenbilder aus dem wilden Berlin der 20er Jahre (€ 4.000 / 6.000) und gotische Leuchterengel von Domenico da Tolmezzo (€ 45.000 / 50.000), die wiederum das Licht kunstvoll inszenieren.

Der 70 Kunstwerke umfassende Katalog verbindet Artikel von Kunsthistorikern aus ganz Europa mit Essays von Daniel Spoerri, Peter Raue und Margit J. Mayer.

Dr. Stefan Körner
T 030 885915 64 · stefan.koerner@grisebach.com

Hauptthema des Werks Carl-Heinz Kliemanns ist die Großstadt Berlin, seine Heimat, inder er Inspiration und schöpferische Kraft findet. Seine Kunst wurzelt im ausklingendenExpressionismus, im späten Schaffen des Brücke-Meisters Schmidt-Rottluff sowie MaxKaus’.

In der Jubiläumsausstellung für Carl-Heinz Kliemann zum 90. Geburtstag konzentriert
sich die Villa Grisebach auf zwei Werkgruppen des Künstlers: Farbholzschnitte aus den
Jahren 1947 bis 2002 und Portraitzeichnungen von 1960 bis 1990.


Eberhard Roters schrieb 1984 im Katalog der damaligen Kliemann-Ausstellung der
Galerie Pels-Leusden: „Der Holzschnitt ist die Kliemann genuine künstlerische Technik.
Mit ihr hat er sein Œuvre begonnen. [...] Am Vorbild des Holzschnitts läßt sich der
Übergang vom expressionistischen zum metaphorischen Stil, von der architektonischen
zur tektonischen Schaffensperiode auf den Punkt genau datieren. Noch mehr als die
Gemälde geben die Holzschnitte die Herkunft des Schmidt-Rottluff Schülers vom
klassischen deutschen Expressionismus zu erkennen. Kliemann hat sich zu den
Ursprüngen seiner Kunst ausdrücklich bekannt. Der Holzschnitt gibt ihm die Möglichkeit,
die Freiheit der Gestaltung aus der Einschränkung zu gewinnen, die vom Material und
Handwerkszeug vorgegeben ist. Das wirkungsbestimmende Gestaltungsmittel dieser
Technik ist der flächengliedernde Kontrast. Kliemann gewinnt der Technik eine
unverwechselbare Formensprache ab. Eine zunehmende Klarheit der Gliederung des
Motivs nach einander überschneidenden Bildflächeneinheiten ist zu erkennen. Tektonik
und Atmosphäre haben sich in der Form aus Gegensätzen zu einer Ganzheit gefunden, die
vor allem eines vermittelt: die Empfindung schwebend-heiterer Gelassenheit, die der
dunklen Schwere abgerungen ist.


Weniger bekannt im Schaffen des Künstlers sind seine Portraits. Kliemann versteht das
Portrait ganz und gar im tradierten Sinn der Kunstgeschichte – es soll einen bestimmten
Menschen erkennbar wiedergeben, beschreibend und deutend – und er hat es als eine
interessante aber schwere Aufgabe bezeichnet. „Noch nach 50 Jahren soll man erkennen
können wie der Mensch ausgesehen hat“ (C.-H. Kliemann). Es ist ein bewegendes
Moment, gestaltenden Persönlichkeiten des Nachkriegsberlins wie Karl Schmidt-Rottluff,
Leopold Reidemeister, Edwin Redslob, Bernhard Minetti, Heinz Ohff und anderen in der
Ausstellung wieder zu begegnen.


Villa Grisebach, Berlin, 13. Juni 2014

In den Frühjahrsauktionen der Villa Grisebach wurden an vier Tagen Kunstwerke für 18,5 Millionen Euro verkauft. Die Versteigerung fand die bislang größte Resonanz bei nationalen und internationalen Sammlern. Für die rund 1650 Losnummern gab es neben den zahlreichen Bietern im Saal zusätzlich 850 telefonische und über 1300 schriftliche Gebote.

Den höchsten Zuschlag der Auktionswoche waren die € 575.000*, die ein frühes Landschaftsgemälde von Max Liebermann in der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ erzielte (Schätzung € 300.000/ 400.000). Diese Auktion war mit einem Gesamtumsatz von brutto 3 Millionen Euro bei einer Schätzung von 1,5 bis 2 Millionen Euro die erfolgreichste dieser Sparte seit ihrer Einführung 2011. Den zweithöchsten Zuschlag gab es hier für ein großes Landschaftsgemälde von Joseph Anton Koch, das für € 312.500 in eine Privatsammlung nach Kalifornien ging (Schätzung € 140.000/180.000).

In der Abendauktion erlebten zwei Objekte aus der Klassischen Moderne eine besondere Steigerung: Ein weißes Relief von Ben Nicholson stieg in einem internationalen Bietgefecht auf € 537.500 (Schätzung € 120.000/150.000) und eine nur 19 Zentimeter große Skulptur von Eduardo Chillida erzielte € 562.500 (€ 180.000/240.000). Internationales Interesse hob auch ein frühes Frauenbildnis von Frantisek Kupka „Der rosafarbene Hut“ auf € 350.000 (Schätzung € 120.000/150.000).

Sehr stark präsentierte sich die Abteilung der Zeitgenösschen Kunst. Aus ihr ragten die € 337.500 für ein großes Gemälde von Konrad Klapheck (Schätzung € 200.000/300.000) und die zahlreichen sehr hohen Zuschläge für Arbeiten von Günther Förg heraus.

Die Auktion „Third Floor“, die Kunstwerke unter € 3.000 anbietet, erzielte ebenfalls durch das große Engagement von jungen Sammlern und reger Beteiligung aus dem Internet das beste Ergebnis seit Gründung. Insgesamt spielte sie nahezu 1 Million Euro Umsatz ein.

Micaela Kapitzky
T 030 885915 32 · micaela.kapitzky@grisebach.com

* alle Preise inkl. Aufgeld

Die Frühjahrsauktion für Photographie der Villa Grisebach erzielte bei einem unteren Schätzpreis von EUR 796.000 einen Gesamtumsatz von EUR 699.262*. Das entspricht einer Verkaufsquote von 87 %.

Auf besonders hohes Interesse stieß die Gruppe „Tschechische Photographie“, die in einem Sonderteil des Kataloges angeboten wurde. Bei einem unteren Schätzpreis von insgesamt EUR 24.800 und einer Verkaufssumme von EUR 82.875* erzielten die 38 Photographien aus einer österreichischen Privatsammlung eine Wertsteigerung von über 300 %.

Das höchste Ergebnis im Bereich der Modernen Photographie erzielte der seltene Vintage-Abzug „Rhythmus und Struktur“ von Otto Steinert, der für EUR 27.500* von einem amerikanischen Sammler ersteigert wurde (Schätzpreis EUR 20.000/30.000). Diane Arbus’ „Two Ladies at the Automat, N.Y.C.“ ging für EUR 15.000* in den amerikanischen Handel (Schätzpreis EUR 10.000/15.000), die Belichtungsmontage von Heinz Hajek-Halke, für EUR 11.250* in eine italienische Privatsammlung (Schätzpreis EUR 4.000/6.000).

In der Zeitgenössischen Photographie galten die höchsten Zuschläge der „Domestic Nude III“ von Helmut Newton, die für EUR 30.000* an einen deutschen Privatsammler versteigert wurde (Schätzpreis EUR 20.000/30.000) gefolgt vom Portfolio „Selbstbemalung II“ von Günter Brus, das für EUR 23.750* in eine österreichische Sammlung ging (Schätzpreis EUR 12.000/15.000) und Hiroshi Sugimotos Photographie „Sea of Japan, Oki“, die für EUR 20.000* von einem Schweizer Sammler ersteigert wurde (Schätzpreis EUR 15.000/20.000).

Franziska Schmidt
T 030 885915 27 · franziska.schmidt@grisebach.com

* alle Preise inkl. Aufgeld

Die Villa Grisebach baut den Bereich der Zeitgenössischen Kunst in den kommenden Monaten massiv aus. In direkter Nachbarschaft zum Haupthaus in Berlin werden in der Fasanenstrasse 27 ab September fast 500 m2 für die Zeitgenössische Kunst eröffnet. Das Team um Daniel von Schacky für die Kunst nach 1960 wird gleichzeitig um Lena Winter (Jahrgang 1981) erweitert. Dazu wird Michael Neff als „Creative Director“ zur Villa Grisebach stoßen. Michael Neff (Jahrgang 1967) hat in den letzten zehn Jahren das Gallery Weekend Berlin zu seinem heutigen Erfolg geführt und betreut seit vielen Jahren verschiedene deutsche Privatsammlungen mit Nachkriegs- und Zeitgenössischer Kunst.

Micaela Kapitzky
T 030 885 915 32 · micaela.kapitzky@grisebach.com

Die 225. Auktion ist die umfangreichste in der Geschichte der Villa Grisebach. Vom 28. bis zum 31. Mai werden in sieben Auktionen insgesamt 1650 Kunstwerke zu einem mittleren Schätzpreis von 23 Millionen Euro versteigert. Spitzenlos der Auktion ist ein vor genau hundert Jahren entstandenes Hauptwerk des deutschen Expressionismus, Heinrich Campendonks museale „Landschaft mit zwei Kühen“, das auf 2 bis 3 Millionen Euro geschätzt ist und zuletzt 1960 in einer Campendonk-Retrospektive zu sehen war.

Mit der Frühjahrsauktion unterstreicht Villa Grisebach ihre Rolle als führendes Haus für deutsche Kunst vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Angefangen mit zwei Zeichnungen Caspar David Friedrichs über Hauptwerke von Joseph Anton Koch und Franz von Stuck, des Brücke-Expressionismus und des Blauen Reiters über besondere Werke der Nachkriegsmoderne von Joseph Beuys, Josef Albers, Hermann Glöckner und Konrad Klapheck bis hin zu den Zeitgenossen Neo Rauch, Sigmar Polke und Georg Baselitz. Preislich wird das deutsche Angebot nach dem Gemälde von Campendonk von einem furiosen Blumenstilleben von Lovis Corinth und einer fast lebensgroßen Frauenbüste von Wilhelm Lehmbruck dominiert, die beide auf 400.000 bis 600.000 Euro geschätzt sind.

Zugleich ist die Internationalität des Angebots in der Kunst nach 1945 diesmal besonders hoch, etwa mit Gemälden von Dubuffet, Jean Fautrier und Hans Hartung, Installationen von Ilya Kabakov und Jannis Kounellis sowie Zeichnungen von Miro, Giacometti, Matisse, Picasso und Chillida, von dem auch zwei außergewöhnliche Skulpturen im Angebot sind.

Die Auktionswoche beginnt am 28. Mai mit den Auktionen „19. Jahrhundert“ und „Photographie“ und wird am Donnerstag, dem 29. Mai mit der Auktion „ORANGERIE“ fortgesetzt (etwa mit einer Elfenbeinschnitzerei von Jacob Auer aus dem 17. Jahrhundert für 200.000 bis 300.000 Euro). Die Abendauktion „Ausgewählte Werke“ findet am 29. Mai um17.00 Uhr statt. Am Freitag, den 30. Mai werden dann von eigenen Katalogen begleitet die „Klassische Moderne“ und die „Zeitgenössische Kunst“ ihren Auftritt haben, bevor am Samstag mit „Third Floor“ die Werke mit Schätzpreisen bis 3000 Euro den Abschluß der Jubiläumsauktion bilden.

Micaela Kapitzky
T 030 885 915 32 · micaela.kapitzky@grisebach.com

Zum 125. Geburtstag Hermann Glöckners (1889-1987) zeigt die Villa Grisebach ab Samstag, den 13. September über 150 Werke aus Dresdner Privatbesitz, von denen zahlreiche bislang öffentlich nicht bekannt waren. Die Ausstellung geht bis zum 1. November.

Hermann Glöckner ist einer der großen Einzelgänger in der Kunstgeschichte. 1889 in Cotta bei Dresden geboren, hat er nach seiner Ausbildung als Musterzeichner bis 1915 zunächst als freier Künstler gearbeitet. Erst nach dem Ersten Weltkrieg ging er an die Akademie. Glöckners Gesamtwerk fasziniert durch seine Verschiedenheit. Es gibt keine klare Linie, um sein Schaffen zu definieren und auch keine Kategorie für den Künstler; am häufigsten wird er als Konstruktivist geführt. Das Œuvre umfaßt Landschaft, Stilleben, Bildnis und abstrakte Werke in unterschiedlichen Techniken: Ölmalerei, Aquarell, Zeichnung, Collage. Zudem hat Glöckner plastische Werke geschaffen, zu denen ihn oft Fundstücke anregten. Er hatte einen Blick auch für nebensächliche, unscheinbare Dinge, für Streichholzschachteln oder für farbige Stoffreste, und destillierte daraus Kunstwerke. Berühmt geworden ist er für seine Faltungen – für Glöckner „eine eigene Art von Grafik“, in denen sich durch Teilen und Knicken von Flächen geometrische Formen ergeben.

Die letzte, sämtliche Schaffensphasen Hermann Glöckners berücksichtigende Ausstellung fand 1989 in Dresden und Halle statt, in Berlin gab es 1982 zuletzt eine Hermann Glöckner Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint im Wolff Verlag Berlin ein umfangreicher Katalog mit Texten von Peter Richter und Martin Engler, Biographie und Bibliographie. Alle ausgestellten Werke sind farbig abgebildet (30,- Euro). Eine Vorzugsausgabe (15 Exemplare) des Kataloges mit je einer beigelegten Originalzeichnung ist zum Preis von 900,- Euro verfügbar.

Micaela Kapitzky                                                                                        

10. September 2014

 

Hermann Glöckner. Zum 125. Geburtstag

13. September bis 1. November 2014

Villa Grisebach • Fasanenstraße 25 • 10719 Berlin

Mo – Fr 10.00 bis 18.30 Uhr • Sa 11.00 bis 16.00 Uhr