Auktionen Frühjahr 2019

ORANGERIE bauhaus forever!

306

Alma Siedhoff-Buscher

Kreuztal bei Siegen 1899 – 1944 Frankfurt am Main

Spielkästen. Um 1923

Nadelholz, lackiert; Linoleum. 26 × 29 × 29 cm – 21,5 × 15,5 × 15,5 cm. (10 ¼ × 11 ⅜ × 11 ⅜ in. – 8 ½ × 6 ⅛ × 6 ⅛ in.) Werkverzeichnis: Mit einer schriftlichen Bestätigung von Joost Siedhoff, Rehbrücke, vom 6.4. 2019.  [3323]

EUR 4.000 – 6.000
USD 4,490 – 6,740

Verkauft für:
8.125 EUR (inkl. Aufgeld)

Spielkästen

Auktion 305Donnerstag, den 30. Mai 2019, 14.00 Uhr

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Vergleichsliteratur: Ausst.-Kat.: Alma Siedhoff-Buscher. Eine neue Welt für Kinder. Weimar, Bauhaus-Museum, 2004, S. 77ff.

Wir danken Joost Siedhoff, dem Sohn der Künstlerin, für die Bestätigung der Authentizität.

Das Spiel am Bauhaus war nicht nur ein Begriff, es war eine Philosophie, die Johannes Itten 1919 als Bauhaus-Lehrer mit seinem Vortrag „Unser Spiel, unser Fest, unsere Arbeit“ prägte. „Spiel“ stand für die Freisetzung kreativer und geistiger Potenziale, „Fest“ beschrieb das kollektive Arbeiten und Leben der Bauhäusler, für die körperlich und intellektuell anspruchsvollen Bereiche der Ausbildung stand die „Arbeit“.
Überzeugt davon, dass Kinder einen Raum brauchen, in dem sie herrschen können, gestaltete Alma Siedhoff-Buscher (Los 306) kurz zuvor, um 1923, Spielzeugentwürfe für die Ausstattung des Kinderzimmers im Versuchshaus „Am Horn“. Nach dem gleichen Prinzip wie Hartwig verwendete sie Grundformen und Grundfarben, um die Spielwürfel zu designen. Sie abstrahierte die Formen der Spielsachen auf ein Minimum, so dass sie praktisch ineinander und aufeinander stapelbar wurden und die Kreativität der Kinder anregten, selbst etwas Neues zu erschaffen.
Die Bauhäusler haben gearbeitet, sie haben gefeiert, und immer haben sie dabei auch gespielt – mit Formen, Farben und Ideen. TT

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