Auktionen Frühjahr 2019

156

Charles Hoguet

1821 – Berlin – 1870

Rast am Waldrand. 1858 (?)

Öl auf Leinwand. 31,5 × 41,5 cm. (12 ⅜ × 16 ⅜ in.) Unten links signiert und (in der letzten Ziffer undeutlich) datiert: C Hoguet. 58. Randdoubliert. Kleine Retuschen.  [3211]

EUR 2.000 – 3.000
USD 2,250 – 3,370

Rast am Waldrand

Auktion 303Mittwoch, den 29. Mai 2019, 15.00 Uhr

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Oft und gerne wird er zu den Franzosen gezählt, dabei ist Hoguet ein waschechter Berliner (wenn auch mit hugenottischem Hintergrund, sein Vater war Ballettmeister am Königstädtischen Theater).
Hoguet spielte eine bedeutende Rolle für die Einführung der französischen Malkultur in Preußen. Neun Jahre (1839-48) lebte er in Paris, studierte bei Eugène Isabey, der ihn künstlerisch sicher am meisten beeinflusste, und wahrscheinlich auch bei Jean-Victor Bertin, dem Lehrer Corots, sowie bei Paul Delaroche. Regelmäßig waren seine Landschaften auf der großen Kunstausstellung der Berliner Akademie als auch im Pariser Salon zu sehen. Wie viele französische Landschafter seiner Generation studierte er gerne in den Wäldern von Fontainebleau, auf der Île-de-France und in der Normandie, wo er auch später immer wieder hinreiste.
Unsere „Rast am Waldesrand“ zeigt das hohe malerische Können des „Berliner Franzosen“, den bereits die Brüder Goncourt in ihren berühmten Salon-Besprechungen würdigten. Wir spüren Hoguets Nähe zur französischen Maltradition und den Künstlern von Barbizon, die gerade jetzt, zur Zeit der ersten Pariser Weltausstellung 1855, und damit in etwa der Entstehungszeit unseres Bildes, ihren Durchbruch feierten. (AA)

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