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Emil Lettré

Hanau 1876 – 1954 Berlin

„Füllhornbrosche“ mit großen Smaragden, Naturperlen und Diamanten. 1926
950/- Platin, gegossen, ziseliert; 650/- Weißgold (15 kt), drei (kolumbianische) Smaragde (ca. 6,16 ct / ca. 6,78 ct / ca. 6,12 ct), Baguetteschliff; zwei große Naturperlen (1,1 x 1,9 cm / 1,2 x 1,9 cm); ca. 116 kleine Diamanten, Antwerpener Rosenschliff; Email. 8,3 × 3,7 × 0,8 cm (3 ¼ × 1 ½ × 0 ⅜ in.) Ohne Meisterzeichen. Gesamtgewicht: 35 g.  [3032]

ProvenienzNachlass Emil Lettré

EUR 25.000 – 30.000
USD 29,400 – 35,300

„Füllhornbrosche“ mit großen Smaragden, Naturperlen und Diamanten

Auktion 280Donnerstag, den 30. November 2017, 11.00 Uhr

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AusstellungInternationale Ausstellung Paris 1937 für Kunst und Technik, Deutsche Abteilung (Füllhornbrosche abgebildet in: Deutschland in Paris – L’Allemagne à Paris – Germany in Paris – La Germania a Parigi. Ein Bild-Buch von Heinrich Hoffmann. München, 1937, Abb. S. 62) / International Exhibition of Modern Jewellery 1890-1961, Goldsmiths’ Hall und Victoria and Albert Museum, London, 1961, Kat.-Nr. 535 / Die Berliner Goldschmiede Emil Lettré und Herbert Zeitner, Deutsches Goldschmiedehaus Hanau, 2010 (ohne Katalog)

Literatur und AbbildungG. H.: Edelmetall und Juwelen von Emil Lettré. In: Deutsche Kunst und Dekoration, Bd. 59 (1926/27), S. 78f., S. 79, Abb. S. 81 / Emil Lettré: Juwelen einst und jetzt. Potsdam, 1946, o. S., ganzseitige Abb. / Graham Hughes: Modern Jewelry. An International Survey 1890–1963. New York, 1963, Nr. 236, S. 130 / Christianne Weber: Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland. Künstlerschmuck des Art Déco und der Neuen Sachlichkeit. Stuttgart, 1990, S. 242, Abb. S. 243, Nr. 440

„Dass dieser Kunsthandwerker sich von den abstrakten Linienornamenten der Zeit fernhält, und unbefangen mit figürlichem Schmuck, mit Füllhörnern und Blumenarabesken arbeitet, ist gut; aber er entgeht nicht immer der Gefahr einer gar zu minutiösen Detaillierungslust.“ (Karl Scheffer: Ein moderner Goldschmied. Emil Lettré. In: Kunst und Künstler, Jg. 12 (1914), S. 635-639, S. 638f.)

„In der Liliengestalt des Hängers, in der Füllhornform der Perlenbrosche, [...] in den Kurven der Spiegelumrahmung schwingt sich die Linie frei und ohne Widerstand aus, Zeugnis eines gekräftigten Lebensgefühls, das mit sich ins Reine gekommen ist und nur noch die großen, endgültigen Verhältnisse beachtet.“ (G. H.: Edelmetall und Juwelen von Emil Lettré. In: Deutsche Kunst und Dekoration, Bd. 59 (1926/27), S. 78f., S. 79, Abb. S. 81)

„Das Füllhorn, aus den kristallklaren columbianischen Smaragden, das zwei große Perlen ausstreut, in seiner strengen Linie, wie das Attribut einer griechischen Göttin.“ (Carl Ruder: Lettré – Leben und Werk. In: Carl-Wolfgang Schümann (Hg.): Emil Lettré. Andreas Moritz. Zwei deutsche Silberschmiede im 20. Jahrhundert. Ausst.-Kat., Köln 1976, o. S.)

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