Lupe
Grisebach Schaufenster Projekt

Ausstellung

Grisebach Schaufenster Projekt

Alexander Iskin, Gerd Rohling, Sarah Illenberger, Elvira Bach

Mo, 01.02.2021 –
So, 28.03.2021

Grisebach
Fasanenstraße 27
10719 Berlin

Wir freuen uns, ab dem 1. Februar das „Grisebach Schaufenster Projekt“ präsentieren zu können. Als übergroße Leinwand wird das Schaufenster der Grisebach-Räumlichkeiten in der Fasanenstraße 27, Berlin in einen alternativen Kunstraum verwandelt und im Zwei-Wochen-Rhythmus von verschiedenen Künstlern bespielt. Das Projekt soll im Lockdown den Künstlerinnen und Künstlern eine Möglichkeit zusätzlicher Sichtbarkeit schaffen, zugleich aber auch eine Einladung an alle Spaziergänger und Flaneure der Stadt sein, gerade im Vorbeigehen ganz unvermittelt auf Kunst zu stoßen, Kunst zu entdecken, Kunst zu sehen.

Mit „Fenster von hinten“ und seinen „interrealistischen“ Formationen wird der junge Berliner Künstler Alexander Iskin den Anfang machen (1. Februar  -  14. Februar), gefolgt von Gerd Rohling und „Born on february 19, 1899“(15. Februar - 28. Februar) und den Künstlerinnen Sarah Illenberger (1. März - 14. März) und Elvira Bach (15. März - 28. März), die die Scheiben des Schaufensters bemalen wird

Kuratiert wird das Projekt von Anna Ballestrem.

 

Gerd Rohling, „Born on February 19, 1899“

Projekt 2
15. bis 28. Februar 2021

Zum Geburtstag von Lucio Fontana am 19. Februar hat Gerd Rohling für seinen großen Kollegen ein ganz besonders passendes Geschenk parat. Dieses "Geburtstagsambiente" ist zu sehen ab dem 15. Februar im Schaufenster der Fasanenstraße 27 - Motto: Mehr Licht, mehr Klarheit, mehr Zukunft! Kommen Sie vorbei, feiern Sie mit und beteiligen Sie sich mit einem "Happy Birthday"!

Über den Künstler

Gerd Rohling

geboren 1946 in Krefeld.  

Seitdem am Leben!

www.gerd-rohling.de


Alexander Iskin, „Fenster von hinten"

Projekt 1
1. bis 14. Februar 2021

"Live-Performance" täglich 17- 18 Uhr, rufen Sie den Künstler an: 01631901968, um aktiv teilzunehmen.

„Betrachter und Kunst sind durch die Glasscheibe eines Schaufensters voneinander getrennt. Jeden Tag zwischen 17 und 18 Uhr wird Alexander Iskin hinter der Schaufensterscheibe präsent sein. Passanten und Besucher können über Funkgeräte/Telefone mit dem Künstler sprechen und aktiv auf die Ausstellung einwirken. 

Gegenübergestellt werden zwei neue Arbeiten der letzten Werkreihen: die variable Skulptur Konversativ Komplex sowie ein Iconic Turn Painting. Durch die Interaktion zwischen Künstler und Betrachter und die vom Betrachter gesteuerte Veränderung der Kunstwerke entsteht eine große Freiheit, die über eine rein passive Wahrnehmung hinausgeht.

Bei der Skulptur Konversativ Komplex steht konversativ für das Gespräch zwischen Künstler und Betrachter – komplex für die Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten. Die Skulptur hängt im Schaufenster und besteht aus einzelnen Modulen, die unterschiedlich zusammengesetzt werden können. Jedes Modul lässt sich durch versteckte Magneten mit einem anderen Modul verbinden, so dass durch unterschiedliche Zusammensetzungen immer wieder eine neue Plastik entsteht. Die Außenwand eines jeden Moduls ist mit einem Fragment aus einem Gemälde von Iskin bedruckt, so dass durch die verschiedenen Zusammensetzungen nicht nur immer wieder eine neue Plastik entsteht, sondern jeweils auch ein neues dreidimensionales Gemälde. 

Mit seinem Iconic Turn Painting verleiht Iskin der Malerei eine Eigenschaft, die eigentlich der Skulptur vorbehalten ist – die Mehransichtigkeit. Die Iconic Turn Paintings bestehen aus einem quadratischen Gemälde, dessen Rahmen auf einen Drehmechanismus montiert ist, so dass man es drehen kann. Im Malprozess bearbeitet Iskin die Leinwand von allen Seiten – jede Perspektive muss auf dem Kopf stehend funktionieren, sich auf die Seite kippen oder diagonal um die eigene Achse drehen lassen und dabei immer ein stimmiges Bild ergeben. Unendlich viele Anblicke sind möglich, welche die Besucher bestimmen können, indem sie das Bild Stück für Stück und stufenlos von Iskin drehen und anhalten lassen."

Über den Künstler

Alexander Iskin arbeitet malerisch, skulptural, performativ und literarisch an einer multimedialen Erzählung. Dabei wählte der in Berlin lebende Künstler die Malerei als seine „Muttersprache“. In seinen Arbeiten setzt er sich mit der Wechselbeziehung zwischen digitalen und analogen Wirklichkeiten auseinander. Mit dem Interrealismus hat er eine eigene Kunstrichtung ausgerufen. Seit Jahren erschafft er neue interrealistische Formationen in Räumen, die er Interrealität nennt. Dabei versteht er sich nicht nur als Vertreter einer neuen Strömung in der Kunst, sondern auch als Verfechter eines interrealistischen Weltbildes. An dieser neuen Welt arbeite nicht nur er allein, so Iskin, sondern viele. Manche wissen es nur noch nicht.