Lupe

Herbstauktionen 2020

Kunst des 19. Jahrhunderts

143

Carl Rottmann

Handschuhsheim b. Heidelberg 1797 – 1850 München

„Ägina mit dem Apollotempel“. Um 1835

Öl auf Papier auf Pappe. 36,5 × 47,7 cm. (14 ⅜ × 18 ¾ in.) Werkverzeichnis: Nicht bei Bierhaus-Rödiger. – Mit einem Gutachten von Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf (ehemals Bierhaus-Rödiger), Karlsruhe, vom 15. April 2020. Retuschen.  [3323] Gerahmt 

ProvenienzPrivatsammlung, Berlin (von 1933 bis mind. 1952 als Leihgabe im Staatlichen Museum Moritzburg in Halle [Saale])

EUR 18.000 – 24.000
USD 21,200 – 28,200

„Ägina mit dem Apollotempel“

Auktion 322Mittwoch, den 2. Dezember 2020, 15.00 Uhr

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1834/35 bereiste Carl Rottmann im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. Griechenland, um im Anschluss eine Reihe von großformatigen Wandbildern mit Griechenlandansichten zu schaffen. Vorgesehen waren anfangs 38 Ansichten, vollendet wurden aber nur 23, die drei Jahre nach Rottmanns Tod ab 1853 in der neu erbauten Neuen Pinakothek im sogenannten Rottmannsaal zu sehen waren. Von der Reise hatte Rottmann zahlreiche Studien mitgebracht und gleich nach seiner Rückkunft in München begonnen, aus dem einen oder anderen Motiv Bildkompositionen sowohl in Öl als auch in Aquarell zu entwickeln. Nicht alle Entwürfe fanden die Zustimmung des Königs. Von Ägina beispielweise standen zwei Ansichten zur Disposition: Die eine zeigte den relativ gut erhaltenen Aphaiatempel, ein heute noch beliebtes Touristenziel, die andere betraf die Reste des sogenannten Apollotempels, von dem 1834/35 lediglich noch ein Hügel mit einer Säule und Fundamentreste vorhanden waren. Der König entschied sich für die Darstellung mit dem Aphaiatempel, wohl auch im Hinblick darauf, dass er dessen Giebelfiguren, die „Aegineten“, für seine archäologische Sammlung erworben hatte ...

Den Begleittext von Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf hier weiterlesen

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