Lupe

Herbstauktionen 2020

Kunst des 19. Jahrhunderts

126

Französisch, um 1800

Die Wasserfälle von Terni.
Öl auf Leinwand. Doubliert. 77,5 × 108 cm. (30 ½ × 42 ½ in.) Retuschen.  [3063] Gerahmt 

EUR 18.000 – 24.000
USD 21,200 – 28,200

Verkauft für:
17.788 EUR (inkl. Aufgeld)

Die Wasserfälle von Terni

Auktion 322Mittwoch, den 2. Dezember 2020, 15.00 Uhr

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Literatur und AbbildungAuktion 425: Gemälde, Möbel, Kunstgewerbe, Skulpturen, Teppiche aus verschiedenem Besitz. Berlin, Leo Spik, 12.3.1959, Kat.-Nr. 81 („Romantiker [Erste Hälfte 19. Jahrh.]: Felsiges Tal mit Wasserfall des Tiber im Sonnenlicht“)

Die gewaltigen Wasserfälle von Terni waren neben denjenigen von Tivoli ein besonders beliebtes Motiv der italienreisenden Künstler und das großformatige, hier angebotene Bild ist ein besonders herausragendes Beispiel dafür. Um 1800 entstanden, besticht es besonders durch seine ausgewogene Komposition, sowie durch sein abwechslungsreiches Kolorit und die enorme Tiefenwirkung.
Bislang konnte die Autorschaft des unsignierten Bildes zwar nicht geklärt werden, eine besondere Nähe scheint unser Werk aber mit den Bildern des 1755 geborenen Malers Simon Denis zu haben. Insbesondere die Details von Baumschlag und die vielfältigen Erscheinungsformen des Wassers sind vergleichbar. Denis arbeitete im römischen Umfeld der Maler der Académie de France und wurde 1806 offizieller Maler am Hof von König Joseph Bonaparte in Neapel und damit Nachfolger von Philipp Hackert.
Sein Werk ist eine Synthese aus älteren Vorbildern wie Claude Lorraine einerseits und einem genauen Naturstudium andererseits, dass uns in Form seiner genialen Ölstudien überliefert ist. In seinen ausgeführten Werken ist er jedenfalls ganz dem Ideal der arkadischen Landschaft verpflichtet, auch wenn sich hier bereits die Epoche der reinen Freilichtmalerei ankündigt. MM

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