Lupe

Herbstauktionen 2020

Kunst des 19. Jahrhunderts

108

Cornelis de Heem

Leiden 1631 – 1695 Antwerpen

Stillleben mit Pfirsichen, Trauben und Pflaumen.
Öl auf Leinwand. Doubliert. 46 × 39 cm. (18 ⅛ × 15 ⅜ in.) Auf Steinplattenkante signiert: C. De Heem.  [3536] Gerahmt 

ProvenienzT. W. Ward, London (1935) / W. Sabin / E. G. Spencer Churchill, Norwick Park (1963) / J. McGowan / Norbert Pokutta, München (1988)

EUR 40.000 – 60.000
USD 47,100 – 70,600

Stillleben mit Pfirsichen, Trauben und Pflaumen

Auktion 322Mittwoch, den 2. Dezember 2020, 15.00 Uhr

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AusstellungThe Collector´s Cabinet. Flemish Paintings from New England Private Collection. Worchester (Massachusetts), Worchester Art Museum, 1983/84

Literatur und AbbildungLondon, Christie´s, 22.11.1935, Kat.-Nr. 114 / E. G. Spencer Churchill: The Norwick Rescues 1912-1961, 1961, S. 6. Nr. 13./ I. Bergström: La Natura Morta Stranierei nelle Collezioni Privati Bergamaschi, 1971, Nr. 26 / New York, Sotheby's, 11.6.1974, Kat.-Nr. 48/ New York, Christie´s, 15.1.1988, Kat.-Nr. 109

Dieses erlesene kleine Kabinettstück verdient besondere Aufmerksamkeit. Unter den von Cornelis de Heem bekannten Früchtestillleben bildet es eine optische und qualitätsvolle Ausnahme. Es fasziniert den Betrachter bereits aus der Entfernung durch die Strahlkraft der Farben und die magische Darstellung der Früchte, die man gleich berühren möchte. Ein praller Pfirsich, ein Zweig mit reifen Kirschen, Haselnüsse, samtige Aprikosen, dicht aufgehäufte, durchsichtige Weintrauben und Pflaumen, kombiniert mit Spanschachtel, Silberteller und einem mit Wein gefüllten Glasgefäß, ergänzen sich zu einem, wie es scheint, zufällig zusammengestellten Früchtestück. Größte Aufmerksamkeit schenkt de Heem den Texturen der einzelnen Früchte und der genauen Wiedergabe der Materialien bei den Tafelgeräten. Mit grafischer Genauigkeit bis ins Detail ausgearbeitet, wiederholt er in seinem Werk diese Lieblingsmotive wie auch das diagonal im Raum geführte festgefügte Lichtspiel. Die pastosen Oberflächen der Früchte erscheinen durch kleine, aufgesetzte Lichtreflexe kostbar und gehen mit dem metallischen Schimmer des Tellers und dem sich spiegelnden Weinglas ein elegantes Wechselspiel ein ...

Den Begleittext von Dr. Magdalena Kraemer-Noble hier weiterlesen

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