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Ausgewählte Werke

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Emil Schumacher

Hagen 1912 – 1999 San José/Ibiza

„Scala III“. 1991

Öl, Kabel und Laub auf Holz. 169 × 124 cm. (66 ½ × 48 ⅞ in.) Unten rechts signiert und datiert: Schumacher 91. Werkverzeichnis: Das Gemälde ist im Archiv der Emil Schumacher Stiftung, Hagen, registriert.  [3025] Gerahmt 

ProvenienzPrivatsammlung, Rheinland

EUR 120.000 – 150.000
USD 143,000 – 179,000

Verkauft für:
225.000 EUR (inkl. Aufgeld)

„Scala III“

Auktion 330Donnerstag, den 10. Juni 2021, 18.00 Uhr

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AusstellungEmil Schumacher zu Gast in der Gemäldegalerie Neue Meister. Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Neue Meister, 1997, m. Abb. / Emil Schumacher. Werke aus sieben Jahrzehnten. Emden, Kunsthalle, und Herford, Herforder Kunstverein im Daniel-Pöppelmann-Haus, 2001, Kat.-Nr. 47, Abb. S. 79

Wenigen Künstlern ist es vergönnt, ein so kraftvolles Spätwerk zu hinterlassen wie Emil Schumacher. Für das Gemälde „Scala III“ hat der damals 79-jährige Maler alle Register seines Könnens gezogen. Souverän bringt er hier die Mittel zur Anwendung, die ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben werden lassen: die expressive Geste, das mit größtmöglicher Sicherheit austarierte Equilibrium von malerischem Eingriff und zufälligem Verlauf der auf die Leinwand geschütteten Farbsubstanz. Schließlich die Komposition aus Metaform und gefundenem Objekt, in diesem Fall des Drahtes, den Schumacher auf den Malgrund applizierte. Vor allem aber zeigt sich der Maler in „Scala III“ als Kolorist von hohen Graden. Der ausgesprochen delikate Zweiklang aus Grün und Schwarz, vertieft durch Blau und gehöht durch die weiße Partie sowie einen Hauch von Gelb – aus diesem Zusammenspiel resultiert eine abstrakte Sehlandschaft, gespeist von großer Meisterschaft. Im Lauf seiner Karriere wurde Emil Schumacher vielfach geehrt, mit Preisen und Auszeichnungen bedacht, dreimal – 1959, 1964 und 1977 – nahm er an der Documenta in Kassel teil. Er vertrat die Bundesrepublik Deutschland auf der Biennale von Venedig und erhielt in seiner Geburtsstadt Hagen ein eigenes Museum. Doch all diese verdiente Anerkennung verblasst angesichts der Kraft, die von einem Bild wie „Scala III“ ausstrahlt. Hier ist Schumacher ganz bei sich – in der Sphäre, in der es um nichts anderes geht als um die Kunst selbst. UC

• Grandioses Spätwerk des fast 80-jährigen Malers
• Emil Schumacher ist einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Informel
• Kraftvolle Feier des Naturhaften jenseits aller Abbildlichkeit

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