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Ausgewählte Werke

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Georges Braque

Argenteuil 1882 – 1963 Paris

„Les Citrons“. 1952

Öl auf Leinwand. 35 × 46 cm. (13 ¾ × 18 ⅛ in.) Unten rechts signiert: G Braque. Auf dem Spannrahmen mit Pinsel in Schwarz betitelt und datiert: Les Citrons. 1952. Dort zwei Etiketten der Galerie Thannhauser. Werkverzeichnis: Mangin S. 46.  [3022] Gerahmt 

ProvenienzGalerie Maeght, Paris / Léo Glass, New York / Privatsammlung, USA / Privatsammlung, Hessen

EUR 150.000 – 200.000
USD 146,000 – 194,000

Verkauft für:
362.500 EUR (inkl. Aufgeld)

„Les Citrons“

Auktion 346Donnerstag, den 1. Dezember 2022, 18.00 Uhr

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AusstellungBraque. Paris, Galerie Maeght, 1952, Kat.-Nr. 14

Als junger Wilder gehörte der 1882 in Argenteuil bei Paris geborene Maler Georges Braque zu den Fauves (franz. für „Wilde“), in deren Werken laute, kräftige Farben dominierten.
Unter dem Eindruck der Werke von Paul Cézanne und Pablo Picasso analysierte er als Mitbegründer des Kubismus ab 1908 den Formbestand der Motivwelt und verzichtete durch den Einsatz von Grau und Ocker weitgehend auf die Verwendung reiner Farben.​​
In der darauffolgenden Phase des synthetischen Kubismus setzte Braque seine Malerei aus den durch jahrelange Analyse gewonnenen Bildbestandteilen wieder zusammen: Seither dominierten nicht mehr die Zerlegung des Motivs oder Fragen der Perspektive seine Werke, sondern allein Aspekte der Komposition und Organisation seiner Malerei auf der Fläche der Leinwand. Die dadurch gewonnene Freiheit verleiht vor allem den späten Werken Braques eine besondere Ausgewogenheit und Kraft.​​
Zitronen bilden die in seinen Stillleben – von den Jahren des Kubismus bis in das Spätwerk – am häufigsten dargestellten Früchte: Ihr leuchtendes Gelb wird zum Zentrum und Kraftpol seiner Bilder, dem sich die anderen Details unterordnen; ihre Farbe ist nahezu unbezwingbar. Das strahlende Gelb scheint das Licht und die Energie des Südens in sich gespeichert zu haben.​​
„Was die Lokalfarben betrifft, so zeichnete man früher ein Objekt, und unwillkürlich hatte es seine Farbe“, erläuterte Braque in den Entstehungsjahren unseres Bildes die Eigengesetzlichkeit seiner Malerei: „Man hat herausgefunden, dass die Farbe unabhängig von der Form wirkt. Wenn man einen gelben Fleck hier und einen anderen am anderen Ende der Leinwand platziert, entsteht sofort eine Beziehung zwischen ihnen. Die Farbe wirkt wie Musik, wenn man so will“ (Georges Braque: La Peinture et Nous, 1953, zit. nach: La grande Parade. Highlights in Painting after 1940, Stedelijk Museum, Amsterdam 1984, S. 58).​ RS

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