Lupe

Herbstauktionen 2020

Kunst des 19. Jahrhunderts

216

Adolph Menzel

Breslau 1815 – 1905 Berlin

„Versuche auf Stein mit Pinsel und Schabeisen“. 1851

Leinen-Mappe mit 7 Lithographien (einschl. Titelblatt) auf leichtem Karton, davon 5 auf aufgewalztem China. Mappengröße: 50,8 × 39,2 cm. (20 × 15 ⅜ in.) Rückseitig jeweils mit dem Stempel Lugt L. 212. Werkverzeichnis: Bock 398 III, 399 III, 400 III, 401 IV, 402 III, 403 IV und 404 III. Zweite, nach 1851 im Verlag der Gebr. Rocca, Berlin, erschienene Auflage (1. Aufl. 1851 bei Carl Meder, Berlin). Druck von J. Hesse in Berlin. In einer um 1900 gefertigten grünen Leinen-Mappe mit Goldprägung. Zwei Bl. (B. 403 u. 404) mit kleinen Verlusten am rechten Rand der Darstellung, eines davon (B. 404) in der oberen Ecke rechts leicht stockfleckig. Die Blätter im Rand etwas fleckig.  [3353]

ProvenienzEhemals Nachlass Paul von Baldinger-Seidenberg, Stuttgart (1912)

EUR 5.000 – 7.000
USD 5,880 – 8,240

„Versuche auf Stein mit Pinsel und Schabeisen“

Auktion 322Mittwoch, den 2. Dezember 2020, 15.00 Uhr

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Literatur und AbbildungAuktion: Katalog wertvoller Kupferstiche und Handzeichnungen aus den Sammlungen der Herren P. v. Baldinger-Seidenberg Exc. † Stuttgart, Fritz Rumpf, Potsdam (II. Teil), Emil Schröter †, Dresden etc. [...]. Stuttgart, H. G. Gutekunst, 7.5. ff.1912, Kat.-Nr. 1318

Das Titelstichwort schließt an eine sieben Jahre ältere grafische Folge Menzels an: die „Radir-Versuche“ gelangen erst nach längerem Ringen mit der Werkstattchemie, daher die Wortwahl. Die Arbeiten mit Pinsel und Schabeisen standen unter anderem Vorzeichen: Der 35-jährige war längst mit dem Solnhofener Kalk, der lithografischen Kreide und Tinte, der Zusammenarbeit mit Druckern vertraut; Doch dem frühen Gebrauch der Kreide hatte er bald die Feder vorgezogen. Jetzt aber suchte er Tonwerte, eine differenzierte, weiche Lichtführung, die auch lebhafte Kontraste und tiefe, „samtige“ Dunkelheiten erzeugt, Dazu bot sich als geeignetste Technik die Steinschabung an ...

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