Lupe

Herbstauktionen 2020

Von Beuys bis Liebermann – Ausgewählte Werke

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Max Beckmann

Leipzig 1884 – 1950 New York

„Berliner Reise“. 1922

Orig.-Halbleinenmappe mit 10 Lithografien, jeweils auf Velin, und einer Lithografie auf dem Mappendeckel. Mappe: 70 × 56 cm. (27 ½ × 22 in.) Jedes Blatt signiert. Werkverzeichnis: Hofmaier 212-222. Jeweils einer von 100 Abzügen. I.B. Neumann, Berlin 1922. Die Mappe mit Gebrauchsspuren, die Blätter teilweise mit kleinen Randmängeln.  [3626]

EUR 50.000 – 70.000
USD 58,800 – 82,400

Verkauft für:
81.250 EUR (inkl. Aufgeld)

„Berliner Reise“

Auktion 324Donnerstag, den 3. Dezember 2020, 18.00 Uhr

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Die Mappe enthält die Lithografien:
. „Im Hotel“
. „Die Enttäuschten I“
. „Nacht“
. „Nackttanz“
. „Schlittschuhl.ufer“
. „Die Enttäuschten II“
. „Der Bettler“
. „Das Theaterfoyer“
. „Kaschemme“
. „Der Schornsteinfeger“

„Der Berlin-Besucher Beckmann porträtiert sich vor einer Litfaßsäule auf dem Umschlag: Zwei Monate weilte der Künstler in Berlin, zeichnete die Bilder zunächst in sein Reisetagebuch, in seiner Heimat Frankfurt am Main ließ er sie auf Stein umdrucken. Ein Porträt Berlins als „corrumpiertes und temperamentloses Nest“ – so Beckmann – entstand Anfang der 1920er-Jahre: Die reiche Gesellschaft übt sich im Kartenspiel, amüsiert sich im Theater oder gibt sich gepflegt der Langeweile hin, während draußen auf der Straße die Armen betteln müssen. Beckmann entwirft als kritischer Beobachter ein Panorama der Stadt mit desillusionierten Menschen in klaustrophobischen, dichten Bildern“ (zit. nach einer Pressemitteilung der Kulturstiftung der Länder zu einer Neuerwerbung für die Berlinische Galerie, Oktober 2013).

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