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Kunst des 19. Jahrhundert

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Carl Hummel

1821 – Weimar – 1906

Das antike Theater von Taormina. Um 1842/45

Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen. 59,5 × 94 cm. (23 ⅜ × 37 in.) Beilage: Das antike Theater von Taormina (Studie für das Ölbild). Um 1842/45. Bleistift auf Pergament. 42,4 × 60,2 cm. Sorgfältig restauriert, die Zeichnung leicht gebräunt. [3021] Gerahmt.  [3021] Gerahmt 

ProvenienzNachlass des Künstlers (bis 1994) / ehemals Luigi Buttezzoni, Florenz

EUR 25.000 – 35.000
USD 29,100 – 40,700

Das antike Theater von Taormina

Auktion 334Mittwoch, den 1. Dezember 2021, 15.00 Uhr

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Literatur und AbbildungVersteigerungskatalog: Deutsche und Österreichische Malerei und Zeichnungen des 19. Jahrhunderts sowie Gemälde und Zeichnungen aus dem Nachlass Carl Hummels. München, Sotheby's, 21.6.1994, Kat.-Nr. 223

„Wenn man die Höhe der Felsenwände erstiegen hat […] findet man zwei Gipfel durch ein Halbrund verbunden. Was dies auch von Natur für eine Gestalt gehabt haben mag, die Kunst hat nachgeholfen und daraus den amphitheatrischen Halbzirkel für Zuschauer gebildet […]. Am Fuße des stufenartigen Halbzirkels erbaute man die Szene quer vor, verband dadurch die beiden Felsen und vollendete das ungeheuerste Natur- und Kunstwerk.
Setzt man sich nun dahin, wo damals die obersten Zuschauer saßen, so muß man gestehen, dass wohl nie ein Publikum im Theater solche Gegenstände vor sich gehabt. Rechts zur Seite auf höheren Felsen erheben sich Kastelle, weiter unten liegt die Stadt […]. Nun sieht man an dem ganzen langen Gebirgsrücken den Äthna hin, links das Meerufer bis nach Catania […]; dann schließt der ungeheure, dampfende Feuerberg das weite, breite Bild, aber nicht schrecklich, denn die mildernde Atmosphäre zeigt ihn entfernter und sanfter, als er ist.“
J. W. v. Goethe, Italienische Reise, Eintrag von Montag, 7. Mai 1787

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