Lupe

Herbstauktionen 2020

Von Beuys bis Liebermann – Ausgewählte Werke

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Peter Beard

New York 1938 – 2020 Montauk

„The Mingled Destinies of Crocodiles and Men“. 1966

Späterer Silbergelatineabzug mit Collage, Tinte und Blut. Unikat. 61 × 50,3 cm. (24 × 19 ¾ in.) Im unteren Bildrand von Peter Beard mit schwarzer Tinte signiert, datiert, betitelt und bezeichnet: „Lake Rudolf“. Auf Rahmenrückwand Stempel: „© Peter H. Beard c/o The Time is Always Now Inc. …“, Etikett der Galerie „The Time is Always Now“ sowie weiteres Etikett mit gedruckten Werkangaben. Von unbekannter Hand mit schwarzem Kugelschreiber beschriftet. Werkverzeichnis: Mit einem Zertifikat der Galerie „The Time is Always Now“, New York, vom 19. März 1997.  [2009] Künstlerrahmen 

EUR 80.000 – 100.000
USD 94,100 – 118,000

„The Mingled Destinies of Crocodiles and Men“

Auktion 324Donnerstag, den 3. Dezember 2020, 18.00 Uhr

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Hätte es ihn nicht gegeben, müsste man ihn erfinden. Ein wunderschöner Mann, gesellschaftlich als Nachkomme einer wohlhabenden Familie in die Welt geworfen, entscheidet er sich doch für einen anderen Weg. Sein Herz schlägt für Afrika, die Natur, die Tierwelt. Mit seinen Arbeiten prangerte er bereits in den Sechzigerjahren das Massensterben der Elefanten an. Und öffnete der Welt die Augen für die Brutalität, die dort auf dem Kontinent herrscht, wenn weites
Land zur touristischen Tapete wird. Seine Fotografien sind Meisterwerke, erschütternd, umwerfend schön, scharf und brillant. Mit Tusche und Blut gibt er den Fotografien einen Rahmen und einen Sinn – er entreißt sie der Anmutung von simpler Schönheit, macht sie sinnlich und bedrohlich. Denn: Es ging Peter Beard nie nur um Effekte der Schönheit, sondern immer um eine radikale Aussage, die die Bedrohung manifestiert, die der Mensch (und der Klimawandel) für die Natur bedeutet. Selten hat es jemanden gegeben, der die Fußspuren der Menschheit auf diesem Erdball – so göttlich wie blutig sie sind – so eindrücklich nachgezeichnet hat in ihrer Ambivalenz. Wer außer ihm hätte das Leben des internationalen Jetsets von Bianca Jagger zu Andy Warhol mit dem Einsatz für die Welt, in der wir leben und von der wir abhängig sind, auf diese Art kombinieren können, wer diese Zerrissenheit ins Bild bringen können? Halb Tarzan, halb
Lord Byron. Immer ein Mensch. DD

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