Lupe Stift

Herbstauktionen 2019

181

Emil Jakob Schindler

Wien 1842 – 1892 Westerland/Sylt

„Parklandschaft in Plankenberg“. 1887

Öl auf Holz. 50 × 65,5 cm. (19 ⅝ × 25 ¾ in.) Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert: Schindler Plankenberg 87. Werkverzeichnis: Fuchs 567.  [3049] Gerahmt 

ProvenienzRudolf Mosse, Berlin (spätestens 1892–1920) / Emilie Mosse, Berlin (1920–1924) / Hans und Felicia Lachmann-Mosse, Berlin (1924–1934) / unbekannter Privatbesitz (1934) / Privatbesitz, Wien (1940) / Fritz und Ida Pospisil, Florenz (1941) / Österreichische Galerie, Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 3815; erworben 1941 durch Tausch mit den Vorbesitzern, 2018 restituiert an die Erben nach Rudolf Mosse)

EUR 50.000 – 70.000
USD 54,900 – 76,900

„Parklandschaft in Plankenberg“

Auktion 310Mittwoch, den 27. November 2019, 15.00 Uhr

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Das Gemälde wird im ausdrücklichen Einvernehmen mit den Erben nach Rudolf Mosse angeboten. Die umfangreiche Kunstsammlung der Familie Mosse – „eine der großartigsten und reichhaltigsten deutschen Sammlungen neuerer Kunst“ (Max Osborn, 1912) – wurde 1933 durch den NS-Staat entzogen. Die Familie musste in die USA emigrieren. Emil Jakob Schindlers „Parklandschaft in Plankenberg“ gelangte hierauf in den Kunsthandel und 1941 in die Österreichische Galerie Belvedere, Wien, wo es bis zuletzt aufbewahrt wurde. Im Rahmen eines Provenienzforschungsprojekts wurde es nun an die Erben Rudolf Mosses restituiert.

AusstellungJubiläums-Kunst-Ausstellung. Wien, Künstlerhaus, 1888, hier 2. Aufl., Kat.-Nr. 605 (?) / Katalog der Schindler-Ausstellung. Wien, Genossenschaft der Bildenden Künstler Wiens, Künstlerhaus, 1892 / Neuerwerbungen der Österreichischen Galerie. Wien 1941, S. 6, Abb. 17 / Emil Jakob Schindler, 1842–1892. Gedächtnisausstellung. Wien, Galerie des XIX. Jahrhunderts, 1942, Kat.-Nr. 56, Abb. 25 / Meisterwerke österreichischer Malerei 1800–1930. Düsseldorf, Kunsthalle, 1959, Kat.-Nr. 181 / Die Schule von Plankenberg. Emil Jakob Schindler und der österreichische Stimmungsimpressionismus. Wien, Niederösterreichisches Landesmuseum, 1991, S. 71, Abb. 28 / Grenzenlos idyllisch. Garten und Park in Bildern von 1880 bis heute. 162. Wechselausstellung der Österreichischen Galerie, Wien. Halbturn, Schloß, 1992, Kat.-Nr. 32 / Farbe und Licht. Impressionistische Tendenzen in der österreichischen Landschaftsmalerei von Schindler bis Klimt. Tokio, Fuji Art Museum, in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Galerie Belvedere Wien, 1996, Kat.-Nr. 3 / Emil Jakob Schindler. Poetischer Realismus. Wien, Belvedere, 2012/13, S. 116, m. Abbildung

Literatur und AbbildungFriedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. 4 Bände. Dritter, unveränderter Nachdruck, Hofheim am Taunus, H. Schmidt & C. Günther, 1979 (zuerst Fr. v. Boetticher's Verlag, Dresden 1891–1901), hier Zweiter Band (2. Hälfte), S. 561, Nr. 106 („Flieder“) / Katalog der Rudolf Mosse'schen Kunstsammlung. Berlin 1908, S. 12, Zimmer XX („Kinder unterm Fliederbusch“) / Katalog der Kunstsammlung Rudolf Mosse. Berlin 1921, S. 23, Saal VIII („Flieder“) / Katalog 2075: Kunstsammlung Rudolf Mosse, Berlin. Berlin, Rudolph Lepke‘s Kunst-Auctions-Haus, 29./30.5.1934, Kat.-Nr. 87 („Dichter Wald im Frühling [...]) / Bruno Grimschitz: Maler der Ostmark im 19. Jahrhundert. Wien, A. Schroll & Co., 1940, S. 24, Abb. Tf. 64 / Österreichische Galerie des XIX. und XX. Jahrhunderts im Oberen Belvedere. Katalog der Neuaufstellung. Wien 1954, S. 70, Abb. 35 / Grenzenlos idyllisch. Garten und Park in Bildern von 1880 bis heute. 162. Wechselausstellung der Österreichischen Galerie, Wien. Halbturn, Schloß, 1992, Kat.-Nr. 32

Zum Begleittext von Frida-Marie Grigull: Alma Mahler im Flieder - Emil Jakob Schindler malt seine Tochter

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