Lupe

Kataloge online

Photographie

2088

Friedrich Seidenstücker

Unna 1883 – 1966 Berlin

Ilka Dieball als Diana. Um 1926/28

Vintage. Silbergelatineabzug. 18,2 × 12,9 cm. (7 ⅛ × 5 ⅛ in.) Rück­seitig zwei Photographenstempel: „SEIDENSTÜCKER, BERLIN-WILM., KAISERPL. 17 […]“ und „SEIDENSTÜCKER, Berlin-Wilm., Kaiserplatz 16 (2. Hof) […]“ sowie weiterer Stempel.  [2027]

EUR 1.000 – 1.400
USD 1,110 – 1,560

Ilka Dieball als Diana

Auktion 341Mittwoch, den 1. Juni 2022, 18.00 Uhr

Gebot im NachverkaufLos empfehlen

Zustandsbericht anfordern

Dargestellt ist Ilka Dieball (*1908 / Todesjahr unbekannt), Sportlerin, Gymnastiklehrerin und erste Frau des Freikörperkultur-Pioniers Adolf Koch (1897-1970), der 1924 eine Körperkulturschule in der Berliner Friedrichstraße gründete. Diese Schule sollte den Mangel des Städters an natürlichen Reizen von Luft, Licht, Wasser und Bewegung mit Gymnastik, Duschen, Bädern, Höhensonnen und Massagen ausgleichen. In der Regel erfolgten die gymnastischen Übungen in Gruppen nackt. Darüber hinaus avancierte die Schule unter Leitung von Adolf Koch, Ilka Dieball und Hans Graaz aber auch zu einer Kultur- und Selbsthilfeorganisation besonders für Arbeiter-Familien. 1933 erhielt Koch Unterrichtsverbot, seine zahlreichen Schriften und Bücher wurden verbrannt. 1935 richtete Adolf Koch in der Kreuzberger Ritterstraße ein Institut für Eubionik ein, in dem notdürftig und illegal die Arbeit in kleinem Kreise fortgesetzt wurde. Von 1939 bis 1945 leitete Ilka Dieball diese Schule. Friedrich Seidenstücker war mit Adolf Koch und dessen Hausphotographen Gerhard Riebicke gut bekannt und fotografierte häufiger Ilka Dieball und andere Sportlerinnen am Berliner Wannsee.

Irrtum vorbehalten - wir verweisen auf unsere Versteigerungsbedingungen.