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Kunst des 19. Jahrhunderts

179

Friedrich Preller d. Ä.

Eisenach 1804 – 1878 Weimar

Gebirgsbach. 1846 (?)

Pinsel in Braun über Bleistift auf Velin (Wasserzeichen: J Whatman). 31,3 × 45,2 cm. (12 ⅜ × 17 ¾ in.) Unten rechts monogrammiert und datiert (verblasst): FP 46[?]. Rückseitig unten rechts der Stempel in Rot: Nachlass Friedrich Preller. Werkverzeichnis: Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Verzeichnis der Werke Friedrich Prellers d. Ä. von Uwe Steinbrück, Jena, aufgenommen.  [3106] Gerahmt 

ProvenienzPrivatsammlung, Baden-Württemberg

EUR 1.200 – 1.500
USD 1,330 – 1,670

Gebirgsbach

Auktion 340Mittwoch, den 1. Juni 2022, 15.00 Uhr

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Nachdem Friedrich Preller d. Ä. im September 1840 von seiner Norwegenreise zurückgekehrt war, nutzte er wiederholt die Aquarelltechnik, um Landschafts- und Natureindrücke aus dem Riesengebirge, seiner thüringischen Heimat und dem alpinen Hochgebirge zu behandeln. Während für Letztere graubraunes Tonpapier verwendet wurde, malte der Künstler das hier angebotene Werk auf ein zeitlebens bevorzugtes Velinpapier der Firma James Whatman. Innerhalb der Textur des Gebirgsbachs lässt jede neu aufgetragene Wasserfarbenlasur darunterliegende Schichten teilweise durchscheinen, wogegen im Bildhintergrund die Konturen der Bäume aufgrund stark verdünnter Farbe mit dem sich schemenhaft am Horizont abzeichnenden Gebirge und dem schmalen Himmelsstreifen verschmelzen. Die Transparenz beider Bildzonen vermittelt eine äußerst diffizile Beleuchtungssituation, innerhalb derer Licht und Schatten oszillieren. Aufgrund der ungewöhnlich starken Leuchtkraft der hellbraunen Farbe scheint die greifbare Substanz von Wasser und Vegetation, ja selbst der Gesteinsbrocken zu schwinden. Offenkundig ging es Preller darum, einen atmosphärischen Raum zu konstituieren, in dem ein traumartiges Motiv zeitlos präsent erscheint. Uwe Steinbrück

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