Lupe Stift

Herbstauktionen 2019

352

Regina Schmeken

Gladbeck 1955 – lebt in Berlin

Aus der Serie „Schlachthof“, München. 1983

3-teilige Installation. Chrome Archival Prints mit Acrylkaschierung, 2018. Je 90 × 70 cm. (35 ⅜ × 27 ½ in.) Auf Aludibond aufgezogen, darauf rückseitig mit schwarzem Filzstift signiert, datiert (Aufnahme sowie Abzug), betitelt, bezeichnet, beziffert und nummeriert sowie Copyrightvermerk. Einer von 7 + 2 A.P. nummerierten Abzügen.  [3178]

ProvenienzPrivatsammlung, Berlin

EUR 9.000 – 11.000
USD 9,890 – 12,100

Aus der Serie „Schlachthof“, München

Auktion 312Donnerstag, den 28. November 2019, 15.00 Uhr

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Vergleichsliteratur: Ausst.-Kat.: Regina Schmeken. Essen, Städtische Galerie im Museum Folkwang, 1986 (mit einem Text von François Aubral)

Ausstellung50 Jahre Museum Villa Stuck, München, Villa Stuck, 20.10.2018

„Eine grausige Szenerie: totes Fleisch und Blut auf weißen Kitteln, aufgerissene Leiber und Hände im kraftvollen Zugriff. Die Schlachthof-Photos, mit denen Regina Schmeken 1984 den Münchner Förderpreis der Sparte Photo/Video gewann, lassen ihr Thema weit hinter sich. Kein geschlachteter Ochse, wie ihn Rembrandt malte, kein Reportage-Realismus, sondern kunstvoll und künstlich in Szene gesetzte, assoziative Photos. Sie stellen die naheliegende Verbindung zwischen Fleisch und Sexualität her und scheuen auch das Eindeutige nicht.
Regina Schmekens Bilder haben sich von der Realität der Schlachthöfe gelöst, zugunsten einer geradezu mystischen Körperlichkeit. Männer, die sich, umhüllt von sakraler Finsternis, toter Leiber bemächtigen. Die Kreatur, gefangen in auswegloser Perversion. Die vollkommene Lesbarkeit einer Szene, schrieb einmal der französische Semiotiker Roland Barthes, verhindere beim Betrachter eine Verwirrung der Gefühle.” (Michael Althen. In: Süddeutsche Zeitung, 28.11.1984)

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