Lupe Stift

Herbstauktionen 2019

322

Umkreis des Nicolaes Berchem

Haarlem 1621/22 – 1683 Amsterdam

Porträt einer Kuh. Nach 1650

Öl auf Leinwand. Doubliert auf Holztafel. 90 × 70 cm. (35 ⅜ × 27 ½ in.) Rückseitig ein Aufkleber: Paul Potter.  [3165] Gerahmt 

ProvenienzPrivatsammlung, Belgien

EUR 10.000 – 12.000
USD 11,000 – 13,200

Porträt einer Kuh

Auktion 312Donnerstag, den 28. November 2019, 15.00 Uhr

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Vergleichsliteratur: Cornelis Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Bd. 9. Esslingen, 1926, S. 271, Nr. 844 und 844a / Ausst.-Kat.: Nicolaes Berchem. Im Licht Italiens. Haarlem u.a., Stuttgart, 2006, S. 21 und 135f., Kat.-Nr. 7; Abb. 35; S. 164, Anm. 35–37



Wir danken Luuk Pijl, Dokkum, für freundliche Hinweise zur Zuschreibung.

Kein Königs-, sondern ein Kuhporträt. Die Idee, nichts als den Kopf einer Kuh als Bildthema zu wählen, hat Berchem direkt von Jan Asselijn (1610–1652) übernommen. Von Asselijn sind drei in Lebensgröße gemalte Kuhköpfe aus den späten 1640er-Jahren erhalten. Allerdings brüllt die Kuh bei Asselijn laut, während sie bei Berchem den Blick des Betrachters fragend erwidert.
Unser Bild folgt Berchems Gemälde der Erziehung des Jupiter von 1648 im Mauritshuis in Den Haag, dessen Kuh Berchem zwei Jahre später, 1650, aus dem mythologischen Kontext herauslöste und in Überlebensgröße wiederholte (99 × 81,5 cm, Sammlung Earl of Warwick, Hofstede de Groot, Kat.-Nr. 844). Hofstede de Groot erwähnt ein weiteres Porträt einer Kuh (Kat.-Nr. 844a), dessen Aufbewahrungsort jedoch unbekannt ist.

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