Lupe Stift

Herbstauktionen 2019

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Emil Schumacher

Hagen 1912 – 1999 San José/Ibiza

„Augila“. 1963

Öl auf Leinwand. 60 × 80 cm. (23 ⅝ × 31 ½ in.) Unten rechts signiert und datiert: Schumacher 63. Auf dem Keilrahmen mit Filzstift in Schwarz betitelt: „AUGILA“. Werkverzeichnis: Mit einem Zertifikat der Emil Schumacher Stiftung, Hagen, vom 20. Januar 2012. Das Bild ist im Archiv unter der Nr. 0/39 verzeichnet.  [3059] Gerahmt 

ProvenienzGalerie Parnass, Wuppertal / Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen / Privatsammlung, Rheinland

EUR 100.000 – 150.000
USD 110,000 – 165,000

„Augila“

Auktion 313Donnerstag, den 28. November 2019, 18.00 Uhr

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  • Werk eines der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel

  • Herausragendes Beispiel für Schumachers unverkennbare Bildsprache

  • Dynamische, energetische Komposition von großer Strahlkraft


Literatur und AbbildungWerner Schmalenbach: Emil Schumacher. Köln, DuMont Buchverlag, 1981, S. 160, Abb. 47

Zu Beginn der 1960er-Jahre war Emil Schumacher der Durchbruch als international anerkannter Künstler bereits gelungen: Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, eine erste Retrospektive in der Kestner-Gesellschaft Hannover und die Teilnahme an der documenta II und documenta III waren nur einige seiner vielen Erfolge. Auch fand Schumacher in dieser Zeit zu einer Bildsprache, die sein Werk fortan unverkennbar und ihn endgültig zu einem Meister der abstrakten Nachkriegsmalerei in Deutschland machen sollte. Waren es zuvor oftmals erdhafte, zurückhaltende Töne, die seine Bilder bestimmten, traten ab 1960 vermehrt kräftige, intensive Farben in den Dialog mit tiefem Schwarz. „Augila“ von 1963 zählt zu diesen eindrucksvollen Werken, in denen Emil Schumacher sein einzigartiges Gespür für Farbe – und vor allem für ihre haptische Qualität – unter Beweis stellt. Schwarze Farbinseln sinken in die leuchtend rote Materie ein, die in ihrer krustigen Struktur an erkaltete Lava erinnert. Rhythmische Linien, regelrecht in die Oberfläche hineingekratzt und -gegraben, machen jede von Schumachers dynamischen Bewegungen während des Schaffensprozesses erfahrbar. Es ist dieses Zusammenspiel von Linie, Farbe und Material, das die besondere Energie in Emil Schumachers Bildern freisetzt und welches er geradezu virtuos beherrschte. Mit „Augila“ komponierte er einen kraftvollen Akkord, dessen Wirkung man sich nicht entziehen kann. ST

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