Öl auf Leinwand.
230 × 150 cm
(90 ½ × 59 in.).
Rückseitig mit Kreide in Schwarz mit Maßangabe versehen, bezeichnet, betitelt, signiert und datiert: 230 x 150 C24 Turmfolge Copenhagen Fetting 96. Auf dem Keilrahmen ein Etikett der Galerie Christian Dam, Kopenhagen.
[3070]
Gerahmt
Unternehmenssammlung, Dänemark
Rainer Fetting in Copenhagen 1996. Kopenhagen, Christian Dam Gallery, 1996, Abb. S. 31 (als „Row of Towers, Copenhagen")
1994 entscheidet sich Rainer Fetting, den Wohnort New York aufzugeben und ganz nach Berlin zurückzukehren. Er malt den (inzwischen verschwundenen) Palast der Republik und die Kräne über dem Potsdamer Platz, aber auch diese Motive, die aufgrund der deutschen Geschichte eine besondere Bedeutung haben, stammen zuallererst aus seiner Umgebung. Und die hat sich deutlich seit der Wiedervereinigung verändert. Anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt Kopenhagen lädt der Galerist Christian Dam 1996 Fetting ein, einen längeren Zeitraum in der dänischen Hauptstadt zu leben und zu arbeiten. Untergebracht ist der Künstler in Christianshavn, dem hippen Quartier im Zentrum der Stadt mit Kanälen, Hausbooten und Kneipen ähnlich wie in Amsterdam. Fettings Apartment ist mit Fenstern ausgestattet, die „in drei Richtungen gehen. Mit Blick auf den Kanal und den Hafen, wo ich die Masten der Schiffe und die Boote im Wind schaukeln sehen kann. Auf die Türme mit ihren grünen Dächern, die Kirche und das Schloss Christiansborg und so weiter. Fabelhafte Aussichten ...“, so Rainer Fetting (in: Ausst.-Kat.: Rainer Fetting in Copenhagen, 1996, S. 23.) Der Künstler entdeckt die Stadt, fotografiert, zeichnet, aquarelliert und malt, Stadtansichten, zumeist Architekturansichten wie den Turm der Nikolaikirche, das Schloss Christiansborg und diese Reihung von Türmen. „In Dänemark inspirieren mich die alten Dinge. Traditionelle Dinge wie die Ziegel, aus denen die vielen gut erhaltenen Häuser gebaut sind. Im Vergleich zu Berlin ist Kopenhagen eine Stadt, in der eine erstaunliche Anzahl alter Häuser erhalten geblieben ist. In Berlin wurde alles zerstört“, so Fetting (S. 23). In diesem Gemälde kreiert der Künstler eine Situation mit Architekturen verschiedener Epochen, die, zusammengezogen zu einem mächtigen Motiv, eine kraftvolle Impression des Künstlers in seiner stets körperbetonten Malerei wiedergibt. (Mario von Lüttichau)
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