Sammlung Richard Doetsch-Benziger. Malerei, Zeichnung und Plastik des 19. und 20. Jahrhunderts. Basel, Kunstmuseum, 1956, Nr. 86 / Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten. 1760 bis 1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B. Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, 1967, Kat.-Nr. 78
Die Skizze lässt das spätere Gemälde „Pferdeführer und Nymphe“ (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek München), motivisch erahnen, wenngleich der Putto zu Füßen der Nymphe nur angedeutet ist und die beiden Männer im Hintergrund des Gemäldes auf ihre skizzenhafte Ausführung noch warten. Hingegen skizziert Marées den Pferdeführer und die Nymphe bereits bildmäßig und verbindet die nackten Figuren in einer landschaftlichen Konstellation, einer eigentümlichen Welt künstlerischer Vorstellung. Hans von Mareés greift hier zwar auf ein antikes Thema zurück, zitiert in etwa die Dioskuren (die Brüder Castor und Pollux, Söhne des Zeus) vor dem Kapitolsplatz in Rom. Doch ist es vielmehr eine antike Wirkung bei diesem Motiv, die weniger auf einer Kopie basiert, sondern auf Mareés’ breiter skulpturaler Kennerschaft. MvL
Sammlung Richard Doetsch-Benziger. Malerei, Zeichnung und Plastik des 19. und 20. Jahrhunderts. Basel, Kunstmuseum, 1956, Nr. 86 / Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten. 1760 bis 1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B. Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, 1967, Kat.-Nr. 78
Die Skizze lässt das spätere Gemälde „Pferdeführer und Nymphe“ (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek München), motivisch erahnen, wenngleich der Putto zu Füßen der Nymphe nur angedeutet ist und die beiden Männer im Hintergrund des Gemäldes auf ihre skizzenhafte Ausführung noch warten. Hingegen skizziert Marées den Pferdeführer und die Nymphe bereits bildmäßig und verbindet die nackten Figuren in einer landschaftlichen Konstellation, einer eigentümlichen Welt künstlerischer Vorstellung. Hans von Mareés greift hier zwar auf ein antikes Thema zurück, zitiert in etwa die Dioskuren (die Brüder Castor und Pollux, Söhne des Zeus) vor dem Kapitolsplatz in Rom. Doch ist es vielmehr eine antike Wirkung bei diesem Motiv, die weniger auf einer Kopie basiert, sondern auf Mareés’ breiter skulpturaler Kennerschaft. MvL