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Die Sammlung Walter Bauer

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Ernst Ludwig Kirchner. „Selbstportrait in Kammer“. 1907.
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105 Ernst Ludwig Kirchner

Aschaffenburg 1880 – 1938 Davos

„Selbstportrait in Kammer“. 1907

Lithografie auf festem grauen Papier. 33,5 × 40,5 cm (41 × 48,3 cm) (13 ¼ × 16 in. (16 ⅛ × 19 in.)). Bezeichnet: Handdruck. Von Erna Kirchner für den Künstler signiert. Rückseitig mit dem Basler Nachlassstempel Lugt 1570b und der mit Feder eingetragenen Nummer: L 65. Dort auch der Stempel: Unverkäuflich E.L. Kirchner. Werkverzeichnis: Gercken 173. Selten. Einer von 6 bekannten Abzügen. [3102]

Provenienz

Walter Bauer, Fulda (wohl 1954 erworben bei Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt a. M., seitdem in Familienbesitz)

EUR 25.000

 

- 35.000

USD 29.400

 

- 41.200

Verkauft für:

27.940 EUR (inkl. Aufgeld)

Auktion 370

Donnerstag, den 27. November 2025, 14:00 Uhr

Fragen an die Experten

Ausstellung

E.L. Kirchner. Frankfurt a. M., Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, 1954, Kat.-Nr. 2 (datiert: 1904-05) / Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten. 1760 bis 1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W.B. Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, 1967, Kat.-Nr. 45

Wir reisen nach Dresden ins Jahr 1907, wo wir gemeinsam mit Ernst Ludwig Kirchner in den Spiegel seines damaligen Zimmers blicken – vermutlich in der Holbeinstraße 15. Neben dem raumfüllenden Bett ist eine Wand mit Tür und gemusterter Tapete zu sehen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Kirchner als sensibel wirkender, 27-jähriger Mann. Selbst der Halbschatten über seinem Gesicht kann seinen Charme, seine glühende Neugier und seinen schelmischen Witz nicht verbergen – auch nicht den Ansatz seines Schnurrbartes, den er bis mindestens 1910 trug. Gemeinsam mit Erich Heckel, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff hat er im Jahr zuvor die Künstlergruppe Brücke gegründet und sich mit ihnen daran gemacht, die Kunst der Gegenwart zu erneuern. Nachdem er bereits 1904 den Holzschnitt und seit 1906 die Radierung beherrschte, erlernte er 1907 die Lithografie, die Schmidt-Rottluff in die Gruppe eingebracht hatte. Kontinuierlich entwickelt Kirchner diese Technik weiter: „Ich will einen tiefschwarzen Strich und durchscheinende Flächen und habe dazu meine Terpentinätzung erfunden. Das Durchscheinende der grauen Flächen beruht dabei (...) auf einer Durchätzung der schwarzen Flächen und darauf, dass die Tusche mit Terpentin vermischt nicht glatt sondern in kleinen Bläschen auftrocknet“ (Kirchner an Gustav Schiefler, 06.12.1923, zit. nach: Hans Delfs (Hg.): Kirchner, Schmidt-Rottluff, Nolde, Nay … Briefe an den Sammler und Mäzen Carl Hagemann 1906-1940. Ostfildern, 2004. S. 1177). Bemerkenswert ist, dass der Großteil seiner 460 Lithografien mit lediglich fünf verschiedenen Drucksteinen entstand. Die für diesen Stein charakteristische Schräge findet sich auf rund 60 weiteren Lithografien. Vermutlich handelt es sich bei unserem Blatt um einen sehr frühen Abzug. Franz Dinda

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