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Die Sammlung Walter Bauer

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Käthe Kollwitz. „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 1941.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Käthe Kollwitz. „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 1941.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Käthe Kollwitz. „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 1941.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Käthe Kollwitz. „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 1941.
123 Käthe Kollwitz

Königsberg 1867 – 1945 Moritzburg

„Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 1941

Lithografie auf Papier. 37 × 39,2 cm (46,8 × 60,7 cm) (14 ⅝ × 15 ⅜ in. (18 ⅜ × 23 ⅞ in.)). Signiert. Werkverzeichnis: von dem Knesebeck 274. Sehr selten. Einer von 12 bekannten Abzügen. [3102]

Provenienz

Walter Bauer, Fulda (seitdem in Familienbesitz)

Addendum/Erratum

Auflage: Einer von wohl 14 bekannten Abzügen. Wir danken Dr. Alexandra von dem Knesebeck, Bonn, für freundliche Hinweise.

EUR 40.000

 

- 60.000

USD 47.100

 

- 70.600

Verkauft für:

76.200 EUR (inkl. Aufgeld)

Auktion 370

Donnerstag, den 27. November 2025, 14:00 Uhr

Fragen an die Experten

Ausstellung

Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten. 1760 bis 1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W.B. Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, 1967, Kat.-Nr. 62

Käthe Kollwitz, die sich bereits Ende Oktober 1918, kurz vor Kriegsende, gegen einen Aufruf des Dichters Richard Dehmel zum letzten Kriegsaufgebot von Freiwilligen ausgesprochen hatte – („Es ist genug gestorben! Keiner darf mehr fallen! [...] Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“) – bekräftigte ihre Meinung in einem Tagebucheintrag vom Dezember 1941, dem Monat, in dem unser Blatt entstand: „Ich beschließe noch einmal – zum 3. Mal – dasselbe Thema aufzunehmen und sagte zu Hans vor ein paar Tagen: Das ist nun einmal mein Testament. Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden. [...] Ich zeichnete also noch einmal dasselbe: Jungen, richtige Berliner Jungen, die wie junge Pferde gierig nach draußen wittern, werden von einer Frau zurückgehalten. Die Frau (eine alte Frau) hat die Jungen unter sich und ihren Mantel gebracht, gewaltsam und beherrschend spreitet sie ihre Arme und Hände über die Jungen. Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden – diese Forderung ist wie ,Nie wieder Krieg‘ kein sehnsüchtiger Wunsch sondern Gebot. Forderung“ (zit. nach: Alexandra von dem Knesebeck: Käthe Kollwitz. Werkverzeichnis der Graphik, Bd. 2. Bern, Kornfeld, 2002, S. 766)

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