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Die Sammlung Walter Bauer

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Eduard von Steinle. Caroline Kern, Kopf mit Schulteransatz. 1828.
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114 Eduard von Steinle

Wien 1810 – 1886 Frankfurt a.M.

Caroline Kern, Kopf mit Schulteransatz. 1828

Bleistift auf festem Papier, auf olivgrünem Unterlagepapier montiert. 14,9 × 11,8 cm (5 ⅞ × 4 ⅝ in.). Rückseitig mit dem Sammlerstempel Lugt 1376d. Werkverzeichnis: Nicht bei von Steinle. [3100]

Provenienz

Otto Wisnewski / Heinrich Stinnes, Köln (1930 vom Vorgenannten erworben) / Walter Bauer, Fulda (1962 bei Karl & Faber, München, erworben, seitdem in Familienbesitz)

EUR 1.200

 

- 1.500

USD 1.410

 

- 1.760

Verkauft für:

2.540 EUR (inkl. Aufgeld)

Auktion 370

Donnerstag, den 27. November 2025, 14:00 Uhr

Fragen an die Experten

Ausstellung

Edward von Steinle. Nachlasssammlung seiner Werke aus Kasseler Privatbesitz. Kassel, Hessisches Landesmuseum, 1928, Kat.-Nr. 20, m. Abb. 

Literatur und Abbildung

Alphons Maria von Steinle (Hg.): Edward von Steinle’s Briefwechsel mit seinen Freunden, Bd. I. Freiburg im Breisgau, Herder’sche Verlagsbuchhandlung, 1897, hinter S. 152, m. Abb. („Karoline von Steinle, geb. Kern“) / Auktion 80: Kunst 15.-20. Jahrhundert. München, Karl & Faber, 15.5.1962. Kat.-Nr. 916 („Caroline Kern, die Gattin des Künstlers“)

Caroline Kern aus Wien, die Tochter eines Hofjuweliers, wurde 1830 die Verlobte des Malers Eduard von Steinle. Die Heirat mit ihr am 10. April 1834 besiegelte einen romantischen Herzensbund, der früh geschlossen worden war. Er porträtierte sie mehrfach, so auch auf einem Blatt aus demselben Jahr, 1828, das die Dargestellte im Profil nach links zeigt (WVZ Steinle 1910, Abb. 407). Die hier angebotene Zeichnung ist von größerer Intensität und Feinheit in der Ausführung. Sie spiegelt bereits die bei Leopold Kupelwieser erlernte Lektion des Studiums der alten Meister. Steinle berichtet über die von Kupelwieser in Rom angefertigten Zeichnungen nach Fra Angelico, die er selbst kopiert hatte. Ein nazarenisches Bildnis par excellence, werden die Züge Carolines mit klaren Linien genau erfasst und die Details der Gesichtsbildung ungeschönt wiedergegeben. Die leichte Askese des Gesichts findet ihren Gegensatz in dem intensiven Blick aus großen Augen, der sich mit demjenigen des Zeichners trifft. Caroline ist Freundin, Geliebte und Muse zugleich. Der angedeutete Lorbeerkranz in ihrem Haar macht sie zu einer poetischen Erscheinung, ja zur persönlichen Muse des Künstlers. Steinle fertigte das Porträt seiner zukünftigen Ehefrau im Entscheidungsjahr für seine Karriere an. Im September 1828 begab er sich nach Rom, wo er Friedrich Overbeck begegnete, der ihn im folgenden Jahr an der Ausmalung der Porziuncola-Kapelle in Assisi beteiligte. Für Steinle war diese Begegnung richtungsweisend für das gesamte Leben. Fortan widmete er sich vorwiegend der Sakralmalerei, perfektionierte den bei Kupelwieser und Overbeck erlernten nazarenischen Stil und wurde ab 1850 als Professor am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main der wohl einflussreichste religiöse Historienmaler der Spätnazarener. Michael Thimann

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