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Manuela Alexejew-Brandl blickt mit Stolz auf ein großes Projekt der vergangenen Jahre: In Berlin-Dahlem baute sie ein in die Jahre gekommenes Haus um – mit Vision, Feinsinn und einer ganzen Menge Durchhaltevermögen. Nun füllt sie es nach und nach mit zeitgenössischer Kunst. Gerson Fehrenbachs Bronze kaufte sie bei Grisebach für das lichte Wohnzimmer im Anbau, das selbst im tiefen Winter von der Sonne bestrahlt wird. Die verschlungene Doppelfigur ist auch ein Symbol für die Verbundenheit zu ihrem Mann Carlos, erzählt sie im Gespräch: „Unser Traum ist, dass die Bronze für immer an diesem Ort bleibt, auch für die kommenden Generationen.“

Xanti Schawinsky. „E 220“. 1967. Acryl auf Leinwand.

Xanti Schawinsky. „E 220“. 1967. Acryl auf Leinwand.

Patrick Gehlen faszinieren Verweise und Zusammenhänge. Zur Kaufentscheidung gehöre der initiale Impuls als emotionale Komponente, die über Referenzierung und Kontext rationalisiert wird, erzählt er uns. 2017 etwa machte es klick, als bei Grisebach ein Gemälde des Bauhaus-Malers und Fotografen Xanti Schawinsky zum Aufruf kam: „Schawinsky war ungeheuer vielseitig und hat sich immer wieder selbst erfunden über verschiedenste Stile, Medien und Formate. Dieses fast fotorealistische Gemälde aus seinem Spätwerk hat für mich etwas Sphärisches, das den Spannungsbogen zwischen Abstraktion und Figuration in seinem Werk überwindet, ganz zu schweigen von der Ästhetik dieses wunderbar zerknüllten Blatts Papier.“

A. R. Penck. „Sendero luminosos I“. 1995. Acryl auf Leinwand.

A. R. Penck. „Sendero luminosos I“. 1995. Acryl auf Leinwand.

„Das Bild ist klein, aber es bleibt im Gedächtnis“, sagt Filip Dames. „Nicht umsonst trägt es den Titel ‚Sendero luminosos I‘ – der leuchtende Pfad.“ Die Sammlung des Berliner Unternehmers begann vor vielen Jahren mit einem anderen Werk von A. R. Penck, seitdem sind weitere Arbeiten des Künstlers hinzugekommen. Das kompakte Gemälde erwarb das Paar Dames bei der vergangenen Contemporary-Art-Auktion. „Kleine Formate wirken oft radikaler – konzentriert, ungeschützt, unmittelbar“, sagt Luisa Dames, Gründerin der Schuhbrand Aeyde. Pencks Werk ist eng mit seiner Biografie verbunden: 1980 wurde er aus der DDR ausgebürgert und emigrierte nach Westdeutschland.

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