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Die Sammlung Wulf Herzogenrath bei Grisebach

01.10.2026, Berlin

Die Sammlung Wulf Herzogenrath bei Grisebach

Grisebach freut sich, bereits heute ein erstes Highlight der kommenden Winterauktionen am 26. und 27. November 2026 anzukündigen: die Sammlung von Wulf Herzogenrath aus seinem Nachlass. Weit mehr als die Summe einzelner Erwerbungen, fügt sich die kuratierte Auswahl von rund 107 Gemälden, Aquarellen, Grafiken, Skulpturen und Installationen zu einem persönlichen „Puzzle“ – einem über Jahre gewachsenen Geflecht aus künstlerischen Positionen, Gedanken und Formen. Das Spektrum reicht von Gerhard Richter bis Paula Modersohn-Becker, von Arthur Segal bis László Péri, von John Cage bis Nam June Paik und von Marcel Duchamp bis Sigmar Polke. Die mittlere Gesamtschätzung der Sammlung liegt bei rund 1,7 Millionen Euro.

Wulf Herzogenrath hat die Kunstwelt über Jahrzehnte geprägt – als Kenner, Vermittler, Kurator und vor allem als Mensch mit einer visionären Offenheit für die Kunst. Sein Blick galt den Zusammenhängen, den überraschenden Verbindungen und den leisen Korrespondenzen zwischen Epochen, Medien und künstlerischen Haltungen. Als ausgewiesener Bauhaus-Spezialist, langjähriger Leiter des Kölnischen Kunstvereins, Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin und Direktor der Kunsthalle Bremen hat er maßgebliche Ausstellungen und Institutionen geprägt. Besonders als Pionier der Video- und Medienkunst setzte er wichtige Impulse. Seine Zusammenarbeit und Freundschaft mit Nam June Paik steht exemplarisch für seine Fähigkeit, neue künstlerische Positionen früh zu erkennen und ihnen Raum zu geben.

Die Sammlung folgt keinem linearen Kanon. Jedes Werk ist eigenständig und zugleich Teil eines größeren Zusammenhangs. Wie ein Netz verweben sich künstlerische Positionen, persönliche Begegnungen und intellektuelle Interessen – und machen die Sammlung zu einem Abbild seines eigenen Sammelns.

„Es ist uns eine große Ehre, diese besondere Sammlung anbieten und damit einen Teil von Wulf Herzogenraths ganz persönlichem Blick auf die Kunst weitergeben zu dürfen. Unser Dank gilt seiner Familie für das entgegengebrachte Vertrauen“, so Diandra Donecker und Markus Krause von Grisebach.

Die Werke werden am 26. und 27. November 2026 in den Auktionen Ausgewählte Werke, Zeitgenössische Kunst und Moderne Kunst angeboten. Ergänzend findet vom 20. November bis 13. Dezember ein eigener Online-Sale statt. Sämtliche Werke sind ab dem 20. November im Rahmen der Vorbesichtigung in der Villa Grisebach zu sehen.

Begleitend erscheint ein eigener Sammlungsband mit Texten und zusätzlichem Bildmaterial, der Wulf Herzogenraths Sammlung und ihren vielschichtigen Verbindungen gewidmet ist.

Felix Herzogenrath, Sohn von Wulf Herzogenrath:
„Die Kunst, mit der mein Vater lebte, erzählt viel über ihn selbst: über seine Neugier, seine Nähe zu den KünstlerInnen und seine Offenheit für ganz unterschiedliche künstlerische Positionen. Die Werke haben ihn zum Teil über viele Jahre begleitet. Es ist ein schöner Gedanke, dass sie nun in neue Zusammenhänge treten und dort weiterwirken können.“

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