Öl auf Leinwand.
91 × 70 cm
(35 ⅞ × 27 ½ in.).
Unten rechts signiert und datiert: Th. v. Brockhusen 16. Rückseitig mit Bleistift nochmals signiert und datiert: Th. v. Brockhusen 16.
[3005]
Gerahmt
Wir danken Dr. Hendrikje Warmt, Berlin, für freundliche Hinweise.
Rudolf und Martha Löb, Berlin/Buenos Aires/Boston (wohl vor 1933 beim Künstler erworben, seitdem in Familienbesitz)
Zur Provenienz von Werken aus der Sammlung Rudolf und Martha Löb
Rudolf Löb (nach der Emigration: Lob) wurde 1877 in Elberfeld (heute Wuppertal) geboren. Nach Abschluss einer Banklehre begann er 1896 seine Karriere bei der Privatbank Mendelssohn & Co. in Berlin, wo er im Laufe der Jahre aufstieg und schließlich 1919 Teilhaber wurde. Seine Tätigkeit beschränkte sich jedoch nicht allein auf das Bankwesen. Als Mitglied zahlreicher Aufsichtsräte war er an der Entwicklung weiterer Banken beteiligt und seine umfassende finanzielle Expertise verlieh seiner Stimme auch in politischen Kreisen erhebliches Gewicht. In dieser Funktion beriet er mehrere Regierungen der Weimarer Republik. Zugleich fungierte der international vernetzte Löb als Generalkonsul Belgiens.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet Löb zunehmend ins Visier antisemitischer Propaganda. Kurz nachdem Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, beschlossen die Löbs, ihre Kinder und viele ihrer Besitztümer nach Amsterdam in Sicherheit zu bringen, wo Rudolfs Bruder Felix die Mendelssohn-Niederlassung leitete. 1935 wurde Löb als erste familienfremde Person Leiter der Mendelssohn-Bank. 1938 wurde die Bank zugunsten der Deutschen Bank „arisiert“. Bis 1939 sah sich Löb unter diesen Umständen gezwungen, gemeinsam mit seiner Frau Martha Drews (1877–1965) Deutschland zu verlassen und nach Buenos Aires zu emigrieren. Nach fast einem Jahrzehnt in Argentinien wanderte das Ehepaar 1948 in die Vereinigten Staaten aus, wo sie im Hotel Somerset in Boston lebten. Rudolf Löb starb dort 1966.
Das Leben der Familie Löb in Berlin vor 1933 war geprägt von Kunst, Literatur und Musik. Martha, eine versierte Geigerin, trat in Berlin professionell auf und sorgte dafür, dass ihre Kinder ein ausgeprägtes Verständnis für Musik und Kunst entwickelten. Viele der von den Löbs geförderten Künstler gehörten der Berliner Secession an.
Bemerkenswert ist, dass Rudolf und Martha Löb ihre umfangreiche Kunstsammlung ins Exil mitnehmen konnten. Neben den hier angebotenen fünf Werken umfasste die Sammlung unter anderem Arbeiten von Lovis Corinth, Oskar Kokoschka, Adolph Menzel, Leonid Pasternak und Emil Nolde
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