Öl auf Leinwand.
162 × 130 cm
(63 ¾ × 51 ⅛ in.).
Unten mittig datiert und monogrammiert: 17. III. 86 G.B. Rückseitig mit Kreide in Schwarz erneut datiert, signiert und betitelt: 13. III. 86 + 17. III. 86 G. Baselitz „Tränen“. Auf der Spannrahmenleiste Etiketten der Galerie Hauser & Wirth, Zürich, der Galerie Michael Werner, Berlin, und der Mary Boone Gallery, New York. Auf der Rahmenrückpappe ein weiteres Etikett der Galerie Hauser & Wirth, Zürich, und ein Transportetikett zur Ausstellung Mailand 1987 (s.u.).
[3152]
Gerahmt
Galerie Michael Werner, Köln / Sylvia and Hartmut Ackermeier, Berlin / Christie's, New York, 21.11.1996, Los 240 / Galerie Hauser & Wirth, Zürich /
Sotheby’s, New York, 14.11.2013, Los 500 (dort vom jetzigen Eigentümer erworben)
Georg Baselitz. Kamp-Motiver. Høvikodden, Henie-Onstad Kunstsenter, 1986, Abb. S. 18 / Milan, Galleria Christian Stein, Georg Baselitz, 1987 / Georg Baselitz. Milan, Galleria Refettorio delle Stelline, 1991, Kat.-Nr. 26, S. 66 / Georg Baselitz. Halle, Galerie Erik Bausmann, 2020
Georg Baselitz’ „Tränen“ entfaltet eine eindringliche visuelle Präsenz und eine nahezu körperliche Bildwirkung. Über die Leinwand verteilen sich schwer wirkende, schwarze, tropfenartige Formen, die dem Titel entsprechend wie überdimensionierte Tränen erscheinen, in dichter Folge auf die Bildfläche gefallen. Zugleich bleibt ihre Deutung bewusst offen: Die organisch wirkenden Gebilde erinnern ebenso an zusammengedrängte Figuren oder abgewandte Köpfe. Wie verhüllte, gesichtslose Geister scheinen sie über dem expressiv bewegten Bildgrund zu schweben. Die dunklen Formen lagern auf einem vielschichtig aufgebauten Farbgrund aus Rostrot, Blau und leuchtendem Gelb. Immer wieder brechen hellere Partien durch die verdichtete Oberfläche als kurze Momente des Lichts.
Entstanden in 1986, gehört „Tränen“ in eine Phase, in der Baselitz seine künstlerische Sprache längst konsequent geschärft hatte. Seit der Entwicklung seiner Inversionsmethode in den 1960er Jahren hatte er die Umkehrung von Motiven zu seinem zentralen gestalterischen Prinzip gemacht und diese nun bereits bis in die 1980er Jahren konsequent immer weiter radikalisiert. In dieser Zeit verdichten sich seine Arbeiten zunehmend zu existenziell aufgeladenen Bildräumen, in denen Figur und Auflösung, Körper und Fragment, Erinnerung und Abstraktion ineinander übergehen.
Auch „Tränen“ steht exemplarisch für diese Entwicklung: Das Motiv entzieht sich einer eindeutigen Lesbarkeit und bewegt sich bewusst im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion. Gerade in dieser Ambivalenz entfaltet das Werk seine besondere Kraft, als Bild über Trauer, Transformation und das Unbehagen der eigenen Wahrnehmung.
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