Zum Inhalt springen
Go to Grisebach homepage

Los

16

Heinz Mack

Lollar 1931 – lebt in Mönchengladbach

„schwarzer Engel“. 1964

Aluminiumwaben auf besprühter Edelstahlplatte auf Holz, im Künstlerrahmen aus Acrylglas und Aluminium. 142 × 102,5 × 8 cm (55 ⅞ × 40 ⅜ × 3 ⅛ in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Heinz Mack. „schwarzer Engel“. 1964.

Schätzung:

EUR 60.000

 

- 80.000

USD 67.400

 

- 89.900

Auktion 378

Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr

Informationen

Aluminiumwaben auf besprühter Edelstahlplatte auf Holz, im Künstlerrahmen aus Acrylglas und Aluminium. 142 × 102,5 × 8 cm (55 ⅞ × 40 ⅜ × 3 ⅛ in.). Unten mittig signiert und datiert: Mack 64. Rückseitig mit Filzstift in Schwarz betitelt, signiert, datiert und beschriftet: „schwarzer Engel“ Mack 64 2001 neuer Rahmen. [3021]

Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen (in der Galerie Schoeller, Düsseldorf, erworben)

Mack. Licht im Schwarz. Düsseldorf, Galerie Schoeller, 2001, Abb. S. 49

Heinz Macks Werk mit dem geheimnisvollen Titel „schwarzer Engel“ ist ein äußerst rares, außergewöhnliches Relief mit nächtlichem Firmament im Hintergrund, das mit drei Flügeln aus Honeycomb, einem Aluminiumgitter aus der Flugzeugindustrie, gleichzeitig einige für den Künstler ikonische Merkmale vereint.
Mit einem seit über siebzig Jahren stetig weiterentwickelten Werk in unterschiedlichsten Medien, Materialien und Ausdrucksformen ist Mack als Mitbegründer der ZERO-Gruppe, der ersten international agierenden Avantgardebewegung nach dem Zweiten Weltkrieg, und als der Künstler bekannt, der das Licht als zentrales Element in die Kunst eingeführt hat. Erwähnt sei zudem sein bahnbrechendes „Sahara-Projekt“, das er seit Ende der 1950er über Jahre hinweg entwickelte und seine Vorstellungen von der Schaffung eines artifiziellen Gartens mit lichtreflektierenden Stelen in der afrikanischen Wüste realisierte. Mack wollte die Kunst ausdehnen in noch nicht vom Menschen besetzte Naturräume und das Licht dabei in einem solchen Maße in Vibration bringen, dass es die üblichen Erfahrungen von Raum ins Überdimensionale, Metaphysische transzendiert. Die Ideen dieses Projekts begleiteten ihn nicht nur während der ZERO-Zeit bis 1966, sondern prägen bis heute sein gesamtes Werk.
Das Relief als Zwischenform von zwei- und dreidimensionalen Werken spielt früh eine zentrale Rolle bei Mack, wie Ulrike Schmitt in ihrem Essay über dessen Bedeutung darlegt, in dem sie das Relief als Träger des „reinen Ausdrucks der Schönheit des Lichtes“ tituliert (Ulrike Schmitt: Die Bedeutung der Reliefform im Werk von Heinz Mack, in: Robert Fleck. Heinz Mack. Reliefs, 2015, S. 11-15). In der weiteren Ausführung kommen Stelen, Kuben, später auch motorisierte Rotoren hinzu. Anfänglich sind es die Abdrücke auf Aluminiumplatten, weiterent-wickelt zur Frottage. Dann kommen sukzessive neue Materialien wie Fresnellinsen, Acrylglas und Spiegel hinzu. Während seines New York-Aufenthalts 1961 entdeckt Mack das sogenannte Honeycomb, ein wabenähnliches, resistentes Alumaterial, das sich wie ein Netz stauchen und auseinanderziehen lässt. Es ist einerseits opak, filigran und zellenartig, hat den Effekt von „glitzerndem Fließen“. Andererseits steht es exemplarisch für Macks große Technikaffinität und Experimentierfreude. Die Verbindung der Pole von Natur und Technik ist ein zentrales Thema in Macks Œuvre.
Heinz Mack, der neben Kunst auch Philosophie studierte, betrachtet Engel nicht als leibhafte Wesen, sondern als „geistige Energiefelder“. „Das Medium, das eine Erscheinung dessen ermöglicht, was Mack in unserem Kontext als Engel identifiziert, ist das Licht“ (Wieland Schmied: „Arbeit am Projekt der Moderne“, in: Utopie und Wirklichkeit im Werk von Heinz Mack, Hg. Wieland Schmied, 1998, S. 12). Dabei geht es ihm nicht um dessen Darstellung, sondern vielmehr um das Einfangen und Reflektieren von Kräften. Die Arbeit „schwarzer Engel“ ist ein zugleich malerisches wie skulpturales Emblem der Avantgardekunst der Sechzigerjahre, das durch seine changierende Sinnlichkeit besticht. Ein vergleichbares Werk von 1965 befindet sich in der Sammlung des Museums Ludwig, Köln.
Auch im Alter von 95 Jahren ist Macks kreativer Schaffensdrang ungebrochen, was sich in zahlreichen Einzelausstellungen zuletzt unter anderem im Skulpturengarten Waldfrieden Wuppertal, im Kunstpalast Düsseldorf (beide 2021), im Museo Correr Venedig (2022), im ZKM Karlsruhe (2023), der Foundation Le Corbusier in Paris (2025) oder jüngst in der Matthäuskirche Berlin (2026) widerspiegelt. Antonia Lehmann-Tolkmitt

Weitere Werke von Heinz Mack

Irrtum vorbehalten. Wir verweisen auf unsere Versteigerungsbedingungen.