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Los

704

Dorothea Rockburne

Verdun, Québec 1929 – lebt in New York City

Ohne Titel. 1973

Bleistift auf gefaltetem, festem Papier, in weiß gefasstem, hölzernem Objektrahmen mit Glas. Objektrahmen: 90 × 120 × 5 cm (35 ⅜ × 47 ¼ × 2 in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Dorothea Rockburne. Ohne Titel. 1973.

Hintergrund:

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Schätzung:

EUR 8.000

 

- 10.000

USD 8.990

 

- 11.200

Auktion 380

Fr, 27.11.2026, 16:00 Uhr

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Informationen

Bleistift auf gefaltetem, festem Papier, in weiß gefasstem, hölzernem Objektrahmen mit Glas. Objektrahmen: 90 × 120 × 5 cm (35 ⅜ × 47 ¼ × 2 in.). Unten rechts signiert, datiert und bezeichnet: Rockburne 73 / F. P. / A 3. Auf der Rückseite des Rahmens zwei Stempel der Galleria Schema, Florenz. [3101] Gerahmt

Privatsammlung, Italien (1973 in der Galleria Schema, Florenz, erworben)

Dorothea Rockburne zählt zu den interessantesten Positionen der amerikanischen Abstraktion. 1950 ging die in Montreal ausgebildete Künstlerin an das legendäre Black Mountain College in North Carolina, wo sie bei dem Mathematiker Max Dehn studierte und zugleich bei Künstlern wie Franz Kline und Philip Guston sowie John Cage und Merce Cunningham Kurse belegte. Zu ihrem Umfeld gehörten auch Robert Rauschenberg und Cy Twombly; 1952 war Rockburne an Cages berühmtem „Untitled Event“ beteiligt, einem frühen Happening, das die Grenzen zwischen bildender Kunst, Musik, Tanz und Performance auflöste. Nach ihrem Umzug nach New York 1955 arbeitete sie zeitweise als Studiomanagerin für Rauschenberg und bewegte sich im Umfeld der New Yorker Avantgarde. Die von Max Dehn vermittelte Beschäftigung mit Mathematik und insbesondere mit Mengenlehre und Topologie wurde zu einem grundlegenden Denkmodell ihrer Kunst.
Das angebotene Werk von 1973 steht exemplarisch für diese entscheidende Phase. In der Werkgruppe „Drawing Which Makes Itself“ wird das Papier selbst zum aktiven Bestandteil des Werkes: Faltungen, Knicke und die daraus entstehenden Flächen und Linien bestimmen die Komposition aus den Eigenschaften des Materials heraus. Rockburne verband dabei mathematische Prinzipien mit einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit Papier, Raum und Wahrnehmung. Die Bedeutung dieser Werkgruppe wurde später durch wichtige institutionelle Ausstellungen unterstrichen: 2013 widmete ihr das Museum of Modern Art in New York die gleichnamige Einzelausstellung, während Arbeiten aus der Gruppe 2018–2022 in einer umfassenden Ausstellung bei Dia:Beacon zu sehen waren. Rockburnes Werke befinden sich heute in relevanten internationalen Sammlungen, darunter die des Museum of Modern Art und des Solomon R. Guggenheim Museum in New York, der National Gallery of Art in Washington, D.C., und der Dia Art Foundation in New York. IS

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