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Los

301

Johann Theodor Goldstein

Warschau 1798 – 1871 Dresden

Mondschein über einer südlichen Hafenstadt. 1823/25 (?)

Öl auf Leinwand. 32 × 41,5 cm (12 ⅝ × 16 ⅜ in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Johann Theodor Goldstein. Mondschein über einer südlichen Hafenstadt. 1823/25 (?).

Hintergrund:

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Schätzung:

EUR 10.000

 

- 15.000

USD 11.200

 

- 16.900

Auktion 379

Fr, 27.11.2026, 11:00 Uhr

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Informationen

Öl auf Leinwand. 32 × 41,5 cm (12 ⅝ × 16 ⅜ in.). Unten links monogrammiert und, in der letzten Ziffer undeutlich, datiert: 18 TG 23 (?). Kleine Retuschen. [3123] Gerahmt

Privatsammlung, Berlin

Verzeichnis der [...] öffentlich ausgestellten Kunstwerke. Dresden, Königlich Sächsische Akademie der Künste, 1823, Kat. Nr. 388 („Eine Landschaft, im Mondschein, Seestück") [?]

Johann Theodor Goldstein bildete sich in Berlin unter dem Einfluss von Karl Friedrich Schinkel zu einem Architektur- und Landschaftsmaler aus. Im Jahre 1821 siedelte er nach Dresden, dem Ziel all jener jungen Künstler, die sich den Ideen der Romantik verschrieben hatten, über. Als Vorbilder dienten ihm die mit großer Sensibilität für atmosphärische Stimmungen ausgeführten Landschaften Johann Christian Klengels und Johan Christian Clausen Dahls. Mehrere Reisen führten ihn spätestens seit 1825 nach Italien und in die Schweiz (Neidhardt, Die Malerei der Romantik in Dresden, 1976, S. 366).
Goldstein konnte wichtige Förderer seiner Kunst für sich gewinnen. So erwarb Kronprinz Friedrich August von Sachsen mehrere Gemälde, und auch Johann Gottlob von Quandt unterstütze ihn. Seine Teilnahme an Ausstellungen des Sächsischen Kunstvereins (1830) und der Königlichen Akademie der Künste (1832) ist ein Indiz für die Wertschätzung seiner Arbeiten. Goldstein gehörte mit stimmungsvollen Landschaften und dem Gespür für malerische Effekte zu den gefragten Künstlern seiner Zeit. In Anbetracht seiner qualitätvollen Arbeiten möchte man ihm heute mehr Aufmerksamkeit wünschen.
Das Gemälde „Mondschein über südlicher Landschaft“ darf als ein charakteristisches Werk seiner Kunstauffassung gelten. Es ist während oder bald nach seiner ersten Italienreise entstanden. Mit der auf zwei Grundtöne beschränkten Farbpalette gelingt ihm ein fein differenziertes Spiel von silbernen Spiegelungen des Mondlichts auf dem Laub der Bäume und auf der Wasserfläche. Die südliche Landschaft wird dabei ganz im Modus der Dresdner Romantik erfasst.
Reinhard Wegner

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