Los
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Dessau 1940 – lebt in Düsseldorf
„Alte Liebe (F-1, F-2, F-3)“. 2009
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Schätzung:
EUR 150.000
- 200.000
USD 169.000
- 225.000
Auktion 378
Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr
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Wir danken Christian Lethert, Köln, für freundliche Hinweise..
Privatsammlung, Berlin (2010 in der Galerie Fahnemann, Berlin, erworben)
Mit dem Titel seines Triptychons „Alte Liebe“ lässt sich eine zentrale Aussage von Imi Knoebels künstlerischem Denken verbinden: „Ich komme in meiner Arbeit immer wieder auf die Anfänge zurück und verbinde alles“ (in: Imi Knoebel. Werke von 1966–2006, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein, 2007). Tatsächlich besinnt sich Knoebel in seinem Werk immer wieder auf grundlegende Fragen der Form, Farbe und Gestaltung und untersucht die Möglichkeiten unterschiedlicher Materialien, Oberflächen und Texturen. Seine Serien verdeutlichen, dass es für ihn keine endgültigen Lösungen gibt. Vielmehr treten vertraute Elemente in immer neuen Konstellationen auf.
In klaren, präzise komponierten Werken lässt Knoebel das Material, hier die Aluminiumprofile, ebenso wie die Farbe für sich sprechen. Seine Bilder, flächenhaften Skulpturen und Installationen entfalten eine eigene Präsenz und treten in einen offenen Dialog mit ihrer Umgebung. Dabei lotet er das Verhältnis von Materialität und Raum, von Zwei- und Dreidimensionalität sowie von konstruierten und zufälligen Ordnungen aus. Es entstehen vielfältige Materialassemblagen und Arbeiten unterschiedlichster Formate, deren Farbigkeit von monochromen Flächen bis zu polychromen Zusammenstellungen reicht.
Auch das vorliegende Triptychon führt diese Arbeitsweise exemplarisch vor Augen. Ausgehend vom Quadrat und seiner Rahmung durch Aluminiumprofile erkundet Knoebel die Möglichkeiten der farbigen Gestaltung, ohne den Eigenwert der Farbe aus dem Blick zu verlieren. Sie behauptet sich als eigenständiges Element, frei von gegenständlicher Bedeutung. Zugleich erinnern die drei quadratischen Formen an Knoebels radikal reduzierte abstrakte Arbeiten der 1990er-Jahre. Das Quadrat bildet dabei den Ausgangspunkt für immer neue Variationen abstrakter Formationen.
Der 1940 geborene Imi Knoebel zählt mit seinem mehr als fünf Jahrzehnte umfassenden Werk zu den herausragenden Vertretern der radikal gegenstandslosen Malerei und der deutschen Minimal Art. Im Zentrum seiner Kunst stehen die Beziehungen zwischen Raum, Form und Farbe, geprägt von seiner frühen Auseinandersetzung mit Malewitsch. Von 1964 bis 1971 studierte Knoebel an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys. Dessen Überzeugung, die Malerei als traditionelle Gattung sei obsolet geworden, bildete einen wichtigen Ausgangspunkt für Knoebels eigene Position, von der er sich jedoch bald absetzte. Er versteht stattdessen dieses Medium als die Summe der künstlerischen Disziplinen und bezeichnet sich gerade deshalb selbst konsequent als Maler, verwendet aber selten Leinwand und Pinsel. Auch greift er immer wieder frühere Arbeiten auf, ergänzt und erweitert sie oder interpretiert sie neu, wie hier. MvL
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