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Carl Adolf Senff

Halle (Saale) 1785 – 1863 Ostrau

Franz Adolph Wilhelm Rudolphi in Rom. 1819

Öl auf Leinwand. 52,1 × 41,8 cm (20 ½ × 16 ½ in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Carl Adolf Senff. Franz Adolph Wilhelm Rudolphi in Rom. 1819.

Hintergrund:

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Schätzung:

EUR 8.000

 

- 12.000

USD 8.990

 

- 13.500

Auktion 378

Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr

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Informationen

Öl auf Leinwand. 52,1 × 41,8 cm (20 ½ × 16 ½ in.). Unten links monogrammiert, bezeichnet und datiert: AS Rom. 1819 [schwer lesbar]. Randdoubliert, Retuschen. [3173] Gerahmt

Ida Böning, Marburg / Privatsammlung, Niedersachsen

Werner Meinhof: Adolf Senff. Ein Maler der Biedermeierzeit, in: Der Rote Turm, Nr. 6, Halle-Saale, Gebauer-Schwetschke, [1929], S. 11-13, m. Abb. 

Das Brustbild beherrscht das Bildformat und wirkt wie eine Momentaufnahme eines Begleiters in unmittelbarer Nähe. Ein dunkler Mantel umschließt den Oberkörper, aus dem die gelbe Weste und das Weiß von Hemd und Krawatte sichtbar aufgehellt den Blick auf das Porträt lenken.
Die Kopfpartie ist in ihrem natürlichen Inkarnat überaus klar und fein gemalt und weist damit auf den „Meister“ Gerhard von Kügelgen, dessen Lasurtechnik der Maler Adolf Senff als sein Schüler von 1809 bis 1812 in Dresden übernommen hatte. Der Blick richtet sich in typisch romantischer Auffassung träumerisch, sehnsuchtsvoll auf eine unbestimmte Ferne. Auch Nachdenklichkeit über die in Rom mit seinen antiken Stätten überaus deutlich wirkende Vergänglichkeit des Daseins mag die Verinnerlichung im Blick des jungen Mannes hervorgerufen haben. Im Hintergrund der linken Bildhälfte sind, sprechend dafür, die Ruinen des Kolosseums zu sehen, zu denen versunkene, überwachsene Ruinenreste führen.
Adolf Senff, der seit 1816 in Rom als Maler wirkte, hatte Aufnahme in dem Kreis der deutschen Nazarener um Friedrich Overbeck und Julius Schnorr von Carolsfeld gefunden. Deren neue Kunstauffassung, die im Geist der Romantik in der engen Bindung der Kunst an die Religion wurzelte, traf bei Senff auf ungeteilten Widerhall, war er doch als Sohn des Konsistorialrats Dr. Carl Friedrich Senff in Halle nach seinem ersten Studium als Theologe auch einige Jahre als Lehrer tätig gewesen, bevor er sich bei Kügelgen das Rüstzeug zum Maler erwarb. Bei dem Dargestellten handelt es sich um den Rittergutsbesitzer und Leutnant a.D. Franz Adolf Wilhelm Rudolphi, einen Freund von Adolf Senff. Beide stammten aus der Region Halle und begegneten sich offenbar auch in Rom: Die Datierung des Bildnisses weist in die Zeit von Senffs erster Ausstellung 1819 in Rom, für die das Porträt vielleicht auch gedacht war. Bärbel Kovalevski

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