Los
28
Erlbach/Vogtland 1930 – 2013 Düsseldorf
„gong“. 2011
Hintergrund:
Hintergrund:
Schätzung:
EUR 100.000
- 120.000
USD 112.000
- 135.000
Auktion 378
Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr
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Privatsammlung, Deutschland (beim Künstler erworben) / Privatsammlung, Süddeutschland (2021 von Vorgenannter erworben)
Bereits in den 1960er-Jahren hat Gotthard Graubner seine später als Farbraumkörper bezeichneten Farbbilder entwickelt. So vertraut diese uns heute sind – jedes in seiner Erscheinung einzigartig –, waren sie in den 1960er-Jahren ein Novum, eine bis dahin noch nie geschaffene Bildform, mit der Gotthard Graubner den Farben ein Eigenleben ermöglichte und unvergessen Geschichte geschrieben hat. Graubner hat Stoffe wie Leinwand oder Perlon mit einer synthetischen Watte unterfüttert und den Bildkörpern damit eine bis dahin nie da gewesene Tiefe verliehen. Die abhängig von der Größe der Farbraumkörper mit Pinseln, Bürsten oder Besen eingearbeiteten Farben konnten in den Körper eindringen und sich durch nachfolgenden und variierenden Farbauftrag mit anderen Farben vereinen. Heinz Liesbrock hat sehr treffend formuliert: „ […] das war immer eine Malerei, bei der der Künstler Autor war, aber sich zugleich ganz seinem Medium ausgeliefert hat, dem Eigen-leben der Farbe“.
„gong“ ist ein einzigartiges Zeugnis des verdichteten intensiven Farbauftrags. Abhängig vom Licht, erscheinen den Betrachtern die Farben überaus nuancenreich, wechselhaft schillernd, ein fast zum Schwarz verdichtetes Violett, das partiell und satt hervorzuleuchten scheint. Gotthard Graubner hat selbst hervorgehoben, dass sich seine Farben im Wachsen des Lichts aufbauen und ebenso verlöschen. Die Farbraumkörper stehen nie still, sie tragen nie die eine verbindlich benennbare Farbe, immerfort bleiben sie in Bewegung und werden, dirigiert vom Künstler, vom Licht moduliert, gleich dem Klang eines Gongs. AGT
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