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Los

37

Pablo Picasso

Málaga 1881 – 1973 Mougins

„Tête de femme, de profil“. 1905

Kaltnadel und Ätzung auf Bütten. 29,3 × 25 cm (42,5 × 32,4 cm) (11 ½ × 9 ⅞ in. (16 ¾ × 12 ¾ in.)).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Pablo Picasso. „Tête de femme, de profil“. 1905.

Hintergrund:

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Schätzung:

EUR 60.000

 

- 90.000

USD 67.400

 

- 101.100

Auktion 378

Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr

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Informationen

Kaltnadel und Ätzung auf Bütten. 29,3 × 25 cm (42,5 × 32,4 cm) (11 ½ × 9 ⅞ in. (16 ¾ × 12 ¾ in.)). Signiert. Werkverzeichnis: Geiser/Baer 7 II a / Bloch 6. Einer von mindestens 15 Abzügen vor der Verstählung der Platte 1913 und der Auflage von 250 Exemplaren für die Suite Vollard. [3222]

Privatsammlung, Deutschland (1981 in der Galerie Koller, Zürich, erworben)

Auktion 46/1: Möbel, Teppiche, Porzellane, Fayencen, Silber, Uhren, Kunstgewerbe. Galerie Koller, Zürich, 29.10.–1.11.1981, Kat.-Nr. 5743, m. Abb

Über diese feine Schönheit ist erstaunlich wenig bekannt: Wir wissen, sie heißt Madeleine, und Picasso lernt sie kennen im Atelierhaus Bateau-Lavoir, als er Mitte April 1904 in Paris ankommt und in Montmartre sein Atelier bezieht. Sie bleibt die geheimnisvollste Geliebte im Leben des Künstlers, obwohl sie als Modell in einer sehr bedeutenden Phase auftritt: im Übergang von der sogenannten Blauen zur Rosa Periode, also dem Wechsel von mehr melancholisch getragenen, nahezu monochromen Darstellungen zu einer Malerei, in der Farbe und Motive eine neue Ästhetik erfahren. Madeleine begleitet Picasso nur für kurze Zeit, wir finden sie in Gemälden beider Perioden, etwa in dem Porträt „Jeune femme en chemise“ (um 1904/05, Tate Gallery, London) oder in der Gouache en face „Femme au casque de cheveux“ (1904, The Art Institute of Chicago).
Etwa gleichzeitig und wohl in engem Zusammenhang entsteht auch diese fein nuancierte Radierung im Profil mit den charaktervollen, markant aufgetürmten dichten Haaren, den schmalen Augenbrauen, dem schwungvoll gezeichneten Mund unterhalb einer ausgeprägten, schönen und geraden Nase. In der Literatur wird die kurz andauernde, bohèmehafte Liasion zwischen der attraktiven Madeleine und Picasso als sehr unglücklich beschrieben. Sie wird schwanger und treibt das Ungeborene auf Wunsch des Künstlers ab. Wir wissen über Madeleine wenig, nicht einmal ihr Nachname ist überliefert. Aber in den wenigen Bildern, die Picasso ihr widmet, ist die Faszination spürbar, die der Künstler für sie empfand. Mario von Lüttichau

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