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Los

61R

Norbert Kricke

1922 – Düsseldorf – 1984

Raumplastik „Fließende“. Um 1969

Stahl, vernickelt. 38 × 57,6 × 41 cm (15 × 22 ⅝ × 16 ⅛ in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Norbert Kricke. Raumplastik „Fließende“. Um 1969.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Norbert Kricke. Raumplastik „Fließende“. Um 1969.
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Schätzung:

EUR 40.000

 

- 60.000

USD 44.900

 

- 67.400

Auktion 378

Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr

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Informationen

Stahl, vernickelt. 38 × 57,6 × 41 cm (15 × 22 ⅝ × 16 ⅛ in.). Die Skulptur wird aufgenommen in das Werkverzeichnis der Plastiken Norbert Krickes von Dr. Sabine Kricke-Güse, Berlin. Mit einer Bestätigung von Dr. Sabine Kricke-Güse, Berlin, vom 16. Oktober 2026. Unikat. [3233]

Privatsammlung, Deutschland

Würden wir die Umschreibung „wortgewaltig“, wie wir sie im positiven Sinn auf geschätzte Autoren und Autorinnen anwenden, auf Bildhauer beziehen, so sprächen wir von „formgewaltig“ oder „raumplastikgewaltig“. Aber letzteres Wort exi-stiert gar nicht, auch wenn es prädestiniert für das skulpturale Œuvre von Norbert Kricke wäre. Seine bildhauerische Sprache ist so fein, so diffizil auf den Raum abgestimmt, den seine Plastiken einnehmen, so vielseitig, dass seine bildhauerischen Aussagen als überaus sensibel, differenziert, vielschichtig und intelligent bezeichnet werden können. Sie nehmen in Masse wenig Raum ein, und doch prägen sie ihren Standort und das jeweilige Umfeld mit ihrer linearen Präsenz unübersehbar und treffend. Norbert Kricke hat 1984 hervorgehoben: „Skulptur ist immer das Dreidimensionale. Auch wenn sie Masse und Statik ignoriert. Kubus als Gegensatz zum Raum erscheint mir unglaubwürdig.“
Kricke hat seine Skulpturen, seine „Raumplastiken“, wie er sie selbst genannt hat, sowohl für Innen- wie Außenräume in variierenden Größen geschaffen. Sie bestehen als deutliche Setzungen im Innenraum wie auch gegenüber und mit Architektur und in und mit Natur. In ihren Dimensionen nehmen die Raumplastiken Bezug zu ihrem Umfeld auf, das sie immerfort lebendig hält.
Die „Fließenden“, die Norbert Kricke als kleine und große ihrer Spezies geschaffen hat, erkunden den Raum in zarter und neugieriger Manier, sie grenzen sich nicht ab, vielmehr öffnen sie sich ihrem Umraum. Unsere „Fließende“ scheint ihre Fühler auszustrecken, um suchend den Raum zu erkunden. Andererseits verteidigt sie standhaft den Ort, an dem sie steht, und öffnet sich derweil neugierig dem Darüber. Ein formal sehr verwandtes und berühmtes Pendant ist die Raumplastik „Große Fließende“ von 1965/66, die seit 1967 im Park der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence steht. Anne Ganteführer-Trier

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