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Ausstellung

Aus der Ferne – Ulrike Heydenreich

Vernissage
Freitag, 4. September, 18-21 Uhr
Samstag, 5. September, 13-19 Uhr
Sonntag, 6. September, 13-17 Uhr

Ausstellung  
4. bis 25. September 2026

Grisebach, Bilker Straße 4–6, 40213 Düsseldorf

Über die Ausstellung

Im Rahmen der Düsseldorf Cologne Open Galleries zeigt Grisebach Arbeiten von Ulrike Heydenreich, die sich mit Wahrnehmung, Erinnerung und der bildlichen Konstruktion von Landschaft auseinandersetzen. Ihre Werke spielen mit wechselnden Perspektiven und der Darstellung von Orten, an die man sich entfernt zu entsinnen meint. Sie erzählen von der Schnittstelle zwischen innerer und äußerer Welt, von Wahrnehmung, Erfahrung und Erinnerung, die ständig neu aufeinandertreffen und sich überlagern. Die Faszination für Blickwinkel sowie die Illusion von räumlicher Tiefe und Entfernung zieht sich durch ihre gesamte Praxis und prägt die Art und Weise, wie sie ihre Werke konstruiert.

Ausgangsmaterial und konzeptioneller Rahmen ihrer Arbeit ist ihre Sammlung historischer Alpenfotografien, topografischer Karten, Panoramen sowie Symbole der Orientierung und Navigation. Immer wieder kehrt das Motiv der menschenleeren, schneebedeckten Hochgebirgslandschaft wieder, für die Künstlerin Sinnbild für unberührte Natur und ferne, entrückte Orte. Der Ausstellungstitel Aus der Ferne verweist genau auf diese doppelte Distanz: die geografische Entfernung zu den dargestellten Orten und die zeitliche, erinnerte Distanz, aus der heraus Landschaft im Bild konstruiert wird.

Heydenreich arbeitet vorwiegend mit Bleistiftzeichnungen, Collagen, Papierobjekten und ortsspezifischen Skulpturen. Durch Schneiden, Falten und Schichten entstehen Werke, die sich zwischen Zeichnung und Objekt sowie Abbild und Modell bewegen. Im Zentrum ihrer aktuellen Arbeit stehen die Fundstücke: Werke aus historischen Artefakten halb vergessener Landschaftsdarstellungen aus der Zeit vor der schnellen Fotografie und dem Massentourismus in den Bergen. Heydenreich arbeitet mit teils mehrere Meter langen Faltpanoramen aus dem 19. Jahrhundert, die den Blick von einem Berggipfel zeigen, und bringt sie zurück in den ursprünglichen, perfekten Rundblick. Darin verdichtet sich für sie das menschliche Bedürfnis, die eigene Umgebung zu verstehen und die Weite der Welt in einfache Bilder zu übersetzen. Durch die Arbeit mit historischen Fotografien und Panoramen, aus denen ihre Fundstücke und Zeichnungen entstehen, begibt sie sich auf die Suche nach Entdeckungen und Perspektiven, nach einer Berglandschaft, die neu entsteht und zugleich zurückblickt auf das, was heute schon vergangen ist.

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