Lupe Stift

Presse

Anfragen zu druckfähigen Bilddaten, Presse-Photos und weitergehenden Informationen richten Sie bitte an:

Sarah Buschor
Presse und Kommunikation

T +49 30 885 915 65
F +49 30 882 4145
E-Mail

Berlin, 11. November 2019: Wir schlagen zurück! Absolut am Puls der jüngeren deutschen Geschichte präsentiert sich das Angebot der zeitgenössischen Kunst bei Grisebach.

Während sich gerade der Fall der Mauer zum dreißigsten Mal jährt, blickt der Berliner Maler Norbert Bisky diesen Herbst in zwei parallel stattfindenden Ausstellungen in Berlin und Potsdam im Spiegel seiner persönlichen Erfahrung-en auf das Ende der DDR und die bewegten Nachwendejahre zurück. Direkt auf diesen Horizont eines Landes, das mehr denn je auf der Suche nach einer gemeinsamen Identität ist, bezieht sich Norbert Bisky mit seiner Arbeit „wir schlagen zurück II“ von 2001 (EUR 40.000–60.000). In seinem für ihn typischen Spiel mit der Bildsprache sozialistisch-idealisierender Propagandakunst liefert er einen unverkennbaren Kommentar zu vergangenen Epochen deutscher Geschichte, deren Heilsversprechen sich trotz sonnenhellen Anstrichs in keiner Weise erfüllen konnten.


Mit weißer Hose statt weißer Weste kommt auch die stoische Männerfigur Stefan Balkenhols daher, der seit jeher eine sehr prägnante Position entwickelt, um der figurativen Skulptur neues Leben einzuhauchen. Sein „Mann mit schwarzem Hemd und weißer Hose auf grünem Sockel“, 2016 (EUR 65.000–85.000) begrüßte im letzten Jahr 2018 im Foyer der Kunsthalle Emden die Besucher mit selbstbewusst-skeptischem Blick und kommt ebenfalls am 29. November zum Aufruf.


Wahlverwandtschaften ganz eigener Art gehen die Arbeiten der bedeutendsten Vertreter der figurativen deutschen Malerei ein: So tritt Markus Lüpertz – zur Zeit im Münchner Haus der Kunst mit einer großen Schau zu sehen – mit seinem „Triumph der Linie“ (1977, EUR 35.000–45.000) neben Norbert Schwontkowskis „Ella“ (2006, EUR 10.000–15.000), der seinerseits aktuell im Kunstmuseum Bonn zu sehen ist. Lüpertz´ feines Gespür für das Mythologische trifft auf die vernebelten Bildwelten Norbert Schwontkowskis, in denen der Künstler eigenwillige Formen der Unschärfe erzeugt.


Mitten hinein in den Sound der Popkultur geht es dagegen mit zwei ikonischen Arbeiten von Isa Genzken („Weltempfänger“, EUR 25.000–35.000) und Thomas Bayrle („ELVIS“, 1995. EUR 30.000–40.000). Voll auf Sendung ging Isa Genzken im Jahr 1982, als sie auf der Biennale in Venedig und auf der documenta in Kassel einen alten Radioapparat auf einen weißen Sockel stellte und es zum Kunstwerk erklärte.


Mit seinem Weltempfänger dürfte Thomas Bayrle einst viel Elvis gehört haben, jedenfalls bietet der 1937 geborene Künstler eine schwungvolle Hommage an seine Heimatstadt Frankfurt am Ende der Fünfziger Jahre, geprägt von der intellektuellen Kultur der FAZ und der Frankfurter Rundschau, der Soziologie der Frankfurter Schule, aber eben auch von den überall gegenwärtigen amerikanischen GIs und dem Hype um jenen hüftschwingenden amerikanischen Rockstar, der unter größter Medienaufmerksamkeit seinen Militärdienst im Taunus antrat.


Verdichtet zur Abstraktion und mindestens ebenso intensiv fokussieren sich die Arbeiten der international gefeierten Malerin Katharina Grosse (Lot 710, 711, 839) und ihres ehemaligen Lehrers Gotthard Graubner (Lot 754, 29*), die unser Herbstangebot abrunden, auf das Medium der Farbe selbst. Gemeinsamer Ausgangspunkt beider Künstler ist die Überzeugung von einer überzeitlichen, existenziellen Kraft der Farbe, die sich unmittelbar auf den Betrachter überträgt und physisch erlebbar wird.

Pressekontakt
Sarah Buschor
T +49 30 885915 65 sarah.buschor@grisebach.com

* Aus unserer Auktion Ausgewählte Werke am 28. November, 18 Uhr

PDF

Berlin, 6. November 2019: Von Corinth bis Lichtenstein – überraschende Gegenüberstellungen im neuen Format der Abendauktion bei GRISEBACH

Zeit für neue Narrative: Zukünftig bringt Grisebach in seiner Abendauktion in gezielter Gegenüberstellung Highlights der Moderne mit zeitgenössischen Positionen in einen Austausch, der manch überraschenden Funken schlägt. So trifft Lovis Corinths kraftvoll bewegtes Stillleben „Rosen, Tulpen, Flieder“ von 1916 (EUR 300.000–400.000) auf Roy Lichtensteins von Claude Monets Seerosen inspirierte „Water Lilies“ von 1992 (EUR 200.000–300.000). Arnulf Rainers düstere Übermalung der fotografierten Totenmaske von Karl Kraus aus dem Jahr 1984 (EUR 40.000–60.000) erscheint hier plötzlich wie eine zur Abstraktion verdichtete Wiederaufnahme von Käthe Kollwitz eindringlicher Tuschzeichnung „Tod“ (1897, EUR 150.000–200.000). Auch Max Beckmanns glanzvolle Darstellung „Kleine Landschaft aus Bandol“ (1938, EUR 300.000–500.000) und Heinrich Kühns Fotografie „Landschaft mit Linden“ (EUR 100.000–120.000) – ein Meisterwerk des Piktorialismus – bilden solch eine Paarung wechselseitiger Aufladung. An der Spitze des Angebots der Modernen Kunst steht die Arbeit „Les fiancés aux anémones“ von Marc Chagall aus dem Jahr 1979 (EUR 1.000.000–1.500.000). Ein souveränes Spätwerk, das Chagall auf dem Gipfel seiner Gestaltungskraft zeigt und zugunsten des christlich-jüdischen Hilfswerks KIRIAT YEARIM versteigert wird. Wichtiges Zeugnis des Expressionismus ist die Künstlerpostkarte von Franz Marc mit dem Titel „Grünes und weißes Pferd“ (1913, EUR 250.000–350.000), während Max Pechsteins „Die hellgrüne Jacke“ aus dem Jahr 1919 (EUR 400.000–600.000) farbstark die frühe Brücke-Malerei markiert. Die Abteilung Zeitgenössische Kunst wartet mit einer qualitätsvollen Offerte wichtiger deutscher Künstler auf. So tritt eines der bedeutenden Bleibilder von Günther Förg („Ohne Titel“, 1991, EUR 250.000–350.000) neben einen besonders eindrücklich aufglühenden Farbbraumkörper von Gotthard Graubner, sein „bedecktes rot“ von 2001 (EUR 100.000–150.000).

Ein Cross-Over der Epochen inszeniert dagegen die ORANGERIE-Auktion mit dem Titel „Große Tiere – von animalisch bis politisch“. Artenvielfalt und Staatslenker amüsieren und polarisieren in Design, Fotografie, Autographen und Bildender Kunst von Jeff Koons, Emil Nolde, Pablo Picasso, Richard Wagner, Andy Warhol sowie Marlene Dietrich und Louise Bourgeois. Der Preußenkönig Friedrich II. erscheint im Karnevalskostüm auf einem gewaltigen Goldarmband (1763/1863, EUR 40.000–60.000), während in der riesigen Eidechse der portugiesischen Gegenwartskünstlerin Joana Vasconcelos menschliche Handwerkskunst mit animalischer Kraft verschmilzt („O Desejado“, 2007, EUR 40.000–60.000).

Spitzenlos der Auktion Photographie ist das Konvolut von 70 Porträts aus „Menschen des 20. Jahrhunderts“ von August Sander (EUR 300.000–500.000). Kurz vor seinem Tod hat Sander im Jahr 1961/63 noch diese Auswahl für seine letzte Ausstellung treffen können. Die gesamte Offerte der Abteilung stammt aus einer europäischen Unternehmenssammlung und präsentiert außerdem frühe Photographien des 19. Jahrhunderts mit Negres, Cameron und Kühn bis zu Klassikern der Moderne um Renger-Patzsch, Steinert und Irving Penn.

Traditionell beginnt die Auktionswoche am Mittwoch, 27. November mit der „Kunst des 19. Jahrhunderts“. Europäische Kunst- und Museumsgeschichte vereinen sich in einem Werk von königlicher Provenienz – 1849 erwarb König Ernst August I von Hannover mit dem „Wüstensandsturm“ ein Hauptwerk von Hermann Kretzschmer (Los 128, EUR 120.000–150.000), welches als Dauerleihgabe noch bis in jüngste Zeit im Hannoverschen Landesmuseum zu sehen war. Desweiteren sticht die Zeichnung „Gebirgssee in südlicher Landschaft“ hervor, um 1810 von Johann Wolfgang Goethe angefertigt (EUR 40.000–60.000) und einst im Besitz des bedeutenden Berliner Architekten Johann Heinrich Strack. Die Galerie Belvedere in Wien restituierte ein weiteres Schmuckstück aus der Sammlung des Verlegers Rudolf Mosse: Die „Parklandschaft in Plankenberg“ von 1887 von Emil Jakob Schindler (EUR 50.000–70.000) ist ein Hauptwerk des „poetischen Realismus“. Der berühmte Künstler hatte eine bald (noch) berühmtere Tochter - Alma Mahler, Geliebte von Gustav Mahler, Oskar Kokoschka und Walter Gropius. Unser Bild zeigt sie als Kind beim Pflücken des blühenden Flieders im Garten des Familienanwesens.

Insgesamt werden an vier Auktionstagen 1438 Kunstwerke mit einer mittleren Gesamtschätzung von 20 Millionen in 8 Katalogen bei Grisebach angeboten.

Die Vorbesichtigung in Berlin beginnt am 22. November in der Fasanenstraße 25, 27 und 73.

Micaela Kapitzky

PDF

Berlin, 30. Oktober 2019: Highlights – Kunst des 19. Jahrhunderts bei Grisebach

Auktion Nr. 310

am 27. November 2019, 15 Uhr

Den Auftakt der diesjährigen Herbstauktion machen zwei herausragende Zeichner der deutschen Romantik: Die Künstler-Brüder Ernst und Bernhard Fries. Die Arbeiten aus dem Künstlernachlass zeigen die erstaunliche Bandbreite ihres höchst virtuosen, „privaten“ Schaffens, das von den 1820er bis 1870er Jahre reicht (Lose 100-120).

Europäische Kunst- und Museumsgeschichte vereinen sich in einem Werk von königlicher Provenienz: bereits 1849 erwarb König Ernst August I von Hannover mit dem „Wüstensandsturm“ ein Hauptwerk des „ersten Berliner Orientmalers“ Hermann Kretzschmer (Los 128, 120.000- 150.000 EUR). Die erste Fassung gehört zur Gründungssammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig. Unser Gemälde war als Dauerleihgabe noch bis in jüngste Zeit im Hannoverschen Landesmuseum zu sehen. In Kretzschmers sinnlichem Seherlebnis ndet die von Künstlern wie Eugène Delacroix gefeierte Orientbegeisterung ein ausdrucksstarkes nordisches Pendant.

„Kennst du das Land...?“ - Niemand hat unser Italienbild so stark geprägt wie Johann Wolfgang von Goethe. Selbst geschult von Künstlerfreunden wie Heinrich Wilhelm Tischbein und Jacob Philipp Hackert zeichnete der Dichterfürst sein Italien um 1810 aus der Erinnerung. Der erste Besitzer der Zeichnung „Gebirgssee in südlicher Landschaft“ (Los 147) war der bedeutende Berliner Architekt Johann Heinrich Strack, dem Goethe das Blatt 1830 möglicherweise noch persönlich schenkte. Das kostbare Unikat wird mit einer Schätzung von 40.000-60.000 EUR angeboten.

Die Österreichische Galerie Belvedere in Wien restituierte ein weiteres Schmuckstück aus der bedeutenden Kunstsammlung des Verlegers Rudolf Mosse: Die „Parklandschaft in Plankenberg“ von 1887 von Emil Jakob Schindler (Los 181; SP: 50.000-70.000 EUR) ist ein Hauptwerk des „poetischen Realismus“. Der berühmte Künstler hatte eine bald (noch) berühmtere Tochter - Alma Mahler, die umschwärmteste femme fatale ihrer Zeit, Geliebte von Gustav Mahler, Oskar Kokoschka und Walter Gropius. Unser Bild zeigt sie als Kind beim Pflücken des duftig-blühenden Flieders im Garten des Familienanwesens.

Schon vor 120 Jahren trat Karl Wilhelm Diefenbach in Kutte und Sandalen vor die Öffentlichkeit, predigte gegen den „Verzehr von Tierfetzen“, schrieb in großen Lettern das Motto „Humanitas“ über die Pforten seiner Kommune und wanderte – konsequent zu Fuß – über die Alpen. Damals als „Kohlrabi-Apostel“ verspottet, erscheint er uns heute als Vordenker eines ökologischen Utopia, als Prophet einer „anderen Moderne“. Mit „Ephebe“ (Los 223, SP: 15.000-20.000 EUR) und „Nächtliches Bad bei den Faraglioni“ (Los 224, SP: 10.000-15.000 EUR) präsentieren wir zwei Hauptwerke, die wohl noch bei dem auf Capri lebenden Künstler persönlich erworben wurden und bis heute in Familienbesitz verblieben.

Weitere Highlights sind Lovis Corinths „Bacchant” von 1913 (SP: 100.000-150.000 EUR) und ein frühes Werk von Max Liebermann: Der „Bauernhof in Barbizon” (SP: 80.000-120.000 EUR) ist in Form, Format und Ausführung ein einzigartiges Zeugnis seiner für sein Œuvre so zentralen Auseinandersetzung mit den Barbizonisten.

Dresden 2.0 – so lautet der Schlussakkord der diesjährigen Herbstauktion. Die „Enkel“ von Caspar David Friedrich und Co. setzen neue Akzente an der ehrwürdigen Akademie. Nicht mehr Natur und Landschaft bilden ihr Hauptinteresse: auf dem Prüfstand steht der Mensch und seine physische und psychische Erscheinung, die erbarmungslos nüchtern inspiziert wird. Porträtierte Modelle werden zu Zeitkommentaren einer modernen Gesellschaft. Tommy Todtmann, ein afrikanisches Akademiemodell, steht mit verschränkten Armen lässig – irgendwo. Wir könnten ihm heute noch an der nächsten Kreuzung begegnen. Nicht nur der bekannte Impressionist Robert Sterl setzte ihn malerisch in Szene, sondern auch sein Kommilitone Max Pietschmann, dessen Todtmann-Porträt unser Cover ziert (Los 237, SP: 6000-8000 EUR). Pietschmanns ausgeleuchtete weibliche Rückenakte verweisen dagegen mehr auf die unterkühlte Schönheit der Realismus-Avantgarden des 20. und 21. Jahrhunderts (Los 236 und 241; SP: je 3000-4000 EUR). Osmar Schindlers „Germanischer Krieger mit Helm“ von 1902 (SP: 6.000-8.000 EUR) wiederum verfügt zwar über die erforderliche Heldenstatur, seine Ausstattung und die rot geschminkten Lippen jedoch erscheinen burlesk. Moderne Typen werden zu Hauptakteuren einer mutigen Kunst, die zu entdecken sich lohnt – eben weil sie mit so unverblümter Direktheit zu uns spricht.

Pressekontakt Sarah Buschor
T 030 885915 65 sarah.buschor@grisebach.com

PDF

Berlin, 9. Oktober 2019: Sammlung Zwirner bei Grisebach

Grisebach freut sich, anläßlich der Buchvorstellung von Rudolf Zwirners Autobiografie „Ich wollte immer Gegenwart“, die von Nicola Kuhn aufgeschrieben und im Wienand Verlag erschienen ist, eine Auswahl von Werken auf Papier aus der Sammlung Zwirner zu zeigen.

In seiner Kölner Galerie zeigte der leidenschaftliche Kunsthändler seit Beginn der 1960er-Jahre in rund 300 Ausstellungen Werke von Ikonen wie Andy Warhol, Gerhard Richter und Sigmar Polke. Für seinen wichtigsten Sammler Peter Ludwig erwarb er zahlreiche Hauptwerke der Moderne. Sie sind bis heute die Highlights des nach ihm benannten Kölner Museums.

Kölns Status als Kunstmetropole ist nicht zuletzt Rudolf Zwirner als Mitbegründer der ersten Messe für zeitgenössische Kunst 1967 zu verdanken, die auf der ganzen Welt Maßstäbe setzte. Seit 1996 lebt und arbeitet Rudolf Zwirner wieder in seiner Heimatstadt Berlin.

Die Sammlung Zwirner hat jedoch wenig mit seiner beruflichen Tätigkeit als Kunsthändler zu tun, sondern umfasst vielmehr Werke von KünstlerInnen, die er kaum je vertreten oder verkauft hat. Eine verbindende Klammer bildet seine Vorliebe für Kunst auf Papier, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Epochen und Regionen vereint: europäische Handzeichnungen des 18. und 19. Jahrhunderts, ostasiatische Kunst vom 16. bis 20. Jahrhundert, Werke der klassischen Moderne genauso wie zeitgenössische und Outsider Kunst. Es ist eine Liebhabersammlung ohne jeglichen Anspruch auf Systematik, dafür mit großem Spürsinn für künstlerische Qualität.

Unter den europäischen Handzeichnungen des 18. und 19. Jahrhunderts finden sich das forsche Portrait eines jungen Mannes mit Barett von Giovanni Battista Piazzetta, eine Gouache von Pierre Paul Prudhon von 1808, die eine Vorstudie zur berühmten „Entführung der Psyche durch Zephyr“ im Louvre bildet, eine Venezianische Landschaft von Francesco Guardi, das Pastell einer Mutter mit Kind im Omnibus um 1848 von Adolph Menzel und eine nahezu abstrakte Darstellung von Victor Hugo. Das Aquarell eines Grabmals von Hubert Robert von 1798, die delikate Tuschzeichnung eines Brunnens von Ferdinand Olivier und die schmissige Federzeichnung der Anbetung der Könige von Giovanni Domenico Tiepolo um 1750 stellen weitere Preziosen dar.

Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind ein Selbstbildnis von Lovis Corinth von 1921, zwei weibliche Akte von Jean Fautrier von 1943/44, ein Pastell von Auguste Giacometti 1926, eine Collage von Henri Laurens und ein frühes Stillleben von Louis Soutter aus dem Jahr 1906 zu sehen.

Die ostasiatische Kunst wird von der japanischen Dichterin Ono no Komachi repräsentiert, deren Porträt mit der Kalligraphie eines ihrer Gedichte aus der Tosa Schule um 1600 stammt.

Aus dem Bereich der Art Brut sind intensive Zeichnungen von James Castle, Michael Paule und Foma Jaremtschuk vertreten.

Den umfangreichsten Sammlungsschwerpunkt bildet jedoch die zeitgenössische Kunst, die zumeist in groößeren Werkgruppen über viele Jahre seit Ende der Galeriezeit bis heute gesammelt worden ist. Sowohl internationale KünstlerInnen wie Marcel Dzama, Simon Lewis, Pavel Pepperstein, Raymond Pettibon und Al Taylor als auch in Berlin lebende KünstlerInnen wie Laura Bruce, Elgar Farber, Jakob Mattner, Bernd Ribbeck und Albrecht Schäfer zählen zu den Favoriten der Sammlung Zwirner.

Die Buchvorstellung und Ausstellungseröffnung mit Rudolf Zwirner und Nicola Kuhn findet am 24. Oktober 2019 um 18 Uhr in der Fasanenstraße 25 in Berlin statt.

Anna Ballestrem
T +49 (0)30 885 915 4490
anna.ballestrem@grisebach.com

Pressekontakt

Sarah Buschor
T +49 (0)30 885 915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Ausstellung
23. Oktober bis 2. November 2019
Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 11 bis 16 Uhr

PDF

Berlin, 4. Juli 2019: Rudi Weissenstein – Exil und Fotografie

Eine Ausstellung mit Rudi Weissenstein, Ellen Auerbach und Christian Boltanski, kuratiert von Dr. Sarah Hadda

Zusammen mit Gastkuratorin Dr. Sarah Hadda freut sich Grisebach, ab dem 25. Juli 2019 die Ausstellung „Rudi Weissenstein – Exil und Fotografie“ zu zeigen. 

Rudi Weissenstein (1910 Iglau, Böhmen - 1992 Tel Aviv) war einer der größten Fotografen Israels. Er dokumentierte das Alltagsleben des sich im Aufbau befindenden jüdischen Staates; dabei war der Traum einer Heimat sein großes Thema.

Hinter seinen optimistischen Bildern verbergen sich die komplexe Psychologie und ambivalenten Emotionen der Exilant*innen. Weissensteins Werke beschäftigen sich mit den Themen Hoffnung, Aufbau und Identität. Angetrieben und geprägt vom Verlust seiner alten Heimat, wird in seinen Bildern die Rolle von Identität bei der Erschaffung einer neuen Gesellschaft sichtbar. Dabei spielen individuelle Erfahrungen ebenso wie soziale Erinnerung eine wesentliche Rolle. Gerade sein Beispiel aus Palästina zeigt, wie divers die Exilbedingungen für Fotografen aus Deutschland waren. Wie viele andere musste sich Rudi Weissenstein seine Existenz mühsam aufbauen mit seinem Laden Pri Or (Hebräisch: Fotohaus), in dem er Touristen-, Strand- oder Aufnahmen von Soldaten verkaufte. 

Einen ähnlichen Weg durchlief die Fotokünstlerin Ellen Auerbach (1906 Karlsruhe – 2004 New York City), die drei Jahre zuvor, 1933, auswanderte und mit ihrer Freundin Liselotte Grschebina in Tel Aviv unter dem Namen Ishon (Hebräisch: Augapfel – Pupille) ein kleines Studio für Kinderportraits gründete, bevor sie ihre Lebensreise weiter nach London und New York führte. Dank Leihgaben der Akademie der Künste Berlin finden auch Ellen Auerbachs Werke Eingang in die Ausstellung, um das Thema Exil und Fotografie zu vertiefen.

In der Ausstellung werden zudem Werke des Künstlers Christian Boltanski (*1944 – lebt in Paris) gezeigt. Boltanskis gepflasterte Fotowand „Die Jüdische Schule“ (aus dem Portfolio „The Frozen Leopard“ II, 1992) gemahnt beispielsweise an die Vergessenen, die wie Siegfried Kracauer es formulierte wie „unter einer Schneedecke vergraben“ zu sein scheinen.

Die Ausstellung mit größtenteils noch nie gezeigten Werken von Weissenstein untersucht so im Verbund mit Arbeiten seiner Zeitgenossin Ellen Auerbach nicht nur die kunsthistorischen Merkmale der Fotokunst Weissensteins, sondern vertieft und vergegenwärtigt über den Konnex mit Christian Boltanskis Werken das große Thema der Erinnerung  – sowohl der eigenen als auch der kollektiven.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 25. Juli 2019 um 18 Uhr in der Fasanenstraße 27 in Berlin statt. Es spricht Prof. Dr. Liliane Weissberg (University of Pennsylvania).

Anna Ballestrem
T 030 885915 4490
anna.ballestrem@grisebach.com

Pressekontakt
Sarah Buschor
T 030 885915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Eröffnung
25. Juli 2019, 18 bis 21 Uhr
Grisebach, Fasanenstraße 27, 10719 Berlin

Ausstellung
26. Juli bis 21. September 2019
Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 11 bis 16 Uhr

PDF

Berlin, 4. Juni 2019: Grisebach feierte 100 Jahre Bauhaus! Ergebnisse der Frühjahrsauktionen in Berlin

Das Bauhaus feiert seinen hundertsten Geburtstag und Grisebach feierte mit: 249 Kunstwerke aus unterschiedlichsten Bereichen erfreuten sich in der ORANGERIE-Auktion „bauhaus forever!“ großer Nachfrage. Das Spitzenlos war das Kaffee- und Teeservice von Naum Slutzky, das sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg für EUR 225.000* sicherte. Ein kompletter Satz der legendären Bauhaus-Postkarten von 1923 ging für EUR 206.250 in eine nordrhein-westfälische Privatsammlung. Ausgesprochen gut verkauften sich die Lose aus dem Nachlaß des Bauhaus-Künstlers Ludwig Hirschfeld-Mack, darunter das Fotogramm „Reflektorisches Farbenspiel“ von 1923, das seinen Preis mit EUR 62.500 mehr als verdoppelte.


Ein Bauhaus-Künstler stellte auch das teuerste Werk in den Ausgewählten Werken: Paul Klees „Dryaden“ von 1939 war einem niedersächsischen Privatsammler EUR 500.000 wert. Gabriele Münters „Heuhocken in Murnau“ ging für EUR 462.500 in eine süddeutsche Privatsammlung. Die Gemälde von Max Liebermann und Lovis Corinth erzielten EUR 375.000 und EUR 312.500. Spannende Bietgefechte entbrannten in der Nachkriegskunst, etwa für Ernst Wilhelm Nays „Rot in tiefem Klang“, das von EUR 120.000 auf EUR 437.500 kletterte.


Positive Überraschungen gab es in der Auktion Zeitgenössische Kunst, in der das Gesamtergebnis die untere Schätzung klar übertraf. Hier stieg Günther Förgs „Ohne Titel“ von 1995 mit einer Schätzung von EUR 40.000 auf EUR 112.500 und Werner Berges’ „Vanessa“ wurde durch mehrere Bieter an den Telefonen und im Saal bei einer Schätzung von EUR 12.000 auf EUR 72.500 gehoben. Bridget Rileys Farbstudie erreichte durch viele internationale Gebote EUR 90.000 (Schätzung EUR 20.000). Eine der beiden Großskulpturen von Tony Cragg ging für EUR 175.000 in eine österreichische Privatsammlung.


Für Aufsehen sorgten in der Fotografie-Auktion etwa die zwei „Maskenselbstbildnisse Nr. 11+39A, Dessau“ der Bauhaus-Fotografin Gertrud Arndt von 1930: Erst nach langen Bietgefechten fanden die jeweils auf EUR 3.000 geschätzten Arbeiten für EUR 20.000 sowie EUR 56.250 (Handel Berlin / Privatsammlung, USA) ihre neuen Besitzer. Das Porträt Lyonel Feiningers, aufgenommen von seinem Sohn Andreas, 1928, in Dessau, war auf EUR 5.000 taxiert und erzielte am Ende EUR 18.750 (Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen).


Bestens war die Stimmung in der Auktion der Kunst des 19. Jahrhunderts, wo von Beginn bis zum Schluß spannungsreiche Bietgefechte für Aufmerksamkeit sorgten. Teuerstes Los war Adolph Menzels Zeichnung vom Inneren der Stiftskirche in Einsiedeln, das bei einer Schätzung von EUR 60.000  für EUR 275.000  einem Schweizer Privatsammler verkauft wurde. Eine Ikone der Kunstgeschichte, Carl Philipp Fohrs erst jüngst vom Berliner Kupferstichkabinett restituierte Bildnis seines Freundes Sigismund Ruhl von 1816, fand für EUR 122.500 den Weg in eine bedeutende Privatsammlung. Auch Fritz von Uhdes museale „Holländische Nähstube“ kletterte von geschätzten  EUR 40.000 auf EUR 168.750. Die Überraschung des Nachmittags aber war das auf EUR 2.500 taxierte Selbstbildnis Karl Stauffer-Berns aus der Sammlung von Rudolf Mosse, das für sagenhafte EUR 143.750 verkauft wurde.


Die Frühjahrsauktionen schlossen mit einem Gesamt-ergebnis von EUR 15,3 Mio. ab.

Micaela Kapitzky

Berlin, 4. Juni 2019

* Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

PDF

Berlin, 6. Mai 2019: Aus Familienbesitz. GRISEBACH präsentiert marktfrische Kunstwerke der Klassischen Moderne und stellt Bauhaus und Zeitgenossen in den Dialog.

Gleich zwei besondere Gemälde, die sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Familienbesitz befinden, werden am 30. Mai in Berlin versteigert: „Helle Rosen“ von Lovis Corinth aus dem Jahr 1915, ein vibrierendes Blumenstillleben mit ungeheurer Verve gemalt, ist auf EUR 250.000–350.000 geschätzt. Das Bild befindet sich seit 1917 in Familienbesitz. Besonderes Augenmerk verdienen auch  Paula Modersohn-Beckers „Brustbild eines Mädchens nach links vor Birken“ von 1903, das sich lange im Besitz der Familie der Künstlerin befand (EUR 120.000–150.000), sowie verschiedene kolorierte Postkarten der Brücke-Künstler Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Erich Heckel (bis  EUR 25.000–35.000). Eine bezaubernde Rarität ist auch der farbige Gruß „Steinbock im Gebirge“ von Franz Marc aus dem Jahr 1913 (EUR 40.000–60.000). Weitere Entdeckungen im Moderne-Angebot sind unter anderem das „Stilleben in Grau“ von Max Pechstein von 1913 (EUR 500.000–700.000), die „Fischräucherei am Bahngleis“ von Karl Schmidt-Rottluff aus dem Jahr 1937 (Schätzung EUR 400.000–600.000) oder das neusachliche Gemälde „Mädchen mit Schafen“ von Georg Schrimpf aus dem Jahr 1923 (EUR 180.000–240.000). Ein Jahr vor seinem Tod malte Paul Klee die „Dryaden“ in Öl auf Papier, die auf EUR 400.000–600.000 geschätzt sind.


Das Bauhaus wird 100 – die ORANGERIE feiert mit und bietet ebenfalls Kunstwerke an, die über knapp ein Jahrhundert in Familienbesitz waren. Darunter läßt ein ganzes Konvolut von Grafiken, Gemälden und der sog. Pädagogi-schen Puppenstube von Ludwig Hirschfeld-Mack (EUR 8.000–10.000), diesen großen Visionär des Weimarer Bauhauses wieder entdecken: Herausragend ist das Originalfoto zum „Reflektorischen Farbenspiel“ von 1923 (EUR 25.000–30.000), das im berühmten Bauhaus-Buch 1927 publiziert, 1938 im MoMa in New York gezeigt und nun von der Familie eingeliefert wurde. Die Erben des Hamburger Architekten Fritz Block vertrauten uns das ikonische Tee- und Kaffeeservice vom Goldschmiedemeister am Bauhaus, Naum Slutzky an, das 1927 entstand und die Blocks bei der Vertreibung nach Los Angeles begleitet hatte (EUR 180.000–240.000). Die „bauhaus forever!“-Auktion schlägt den historischen Bogen von der originalen Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld von 1924 (EUR 100.000–150.000) bis hin zu László Moholy-Nagys „Expressionist Composition“ von 1946 (EUR 120.000–150.000), widmet sich aber auch mit neugierig-lustvollem Blick überraschenden Vorläufern und Nachfolgern der Idee Bauhaus.


Das Hauptlos der Auktion für Zeitgenössische Kunst ist Gerhard Richters Gemälde aus der Serie „Fuji“ von 1996, ein besonders kraftvolles Exemplar, für das der Künstler mit Ölfarbe und Rakel eine einzigartige, komplexe und viel-schichtige Farboberfläche erzeugte (EUR 300.000–400.000). Ein weiteres Glanzlicht ist das frühe Farbkissen „Farbraumkörper“ von Gotthard Graubner aus dem Jahr 1972 (EUR 100.000–150.000). Mit Ulrich Erben ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Vertreter der konkreten Malerei in Deutschland vertreten. Seine Arbeit „Rot und Blau“ von 1988, ist sein erstes mehrfarbiges Gemälde in Acryl auf Leinwand nach einer längeren Phase der monochromen und konstruktivistischen Malerei, welches den Beginn seiner Serie „Farben der Erinnerung“ markiert (EUR 35.000–45.000). Eine besondere Entdeckung ist die Arbeit „Wool“ von Rosemarie Trockel. Sie webt das von Francesco Saroglia entworfene internationale Wooltrade-Zeichen in ihren Teppich aus Wolle, ein in der zeitgenössischen Kunst ungewöhnliches, traditionell weiblich konnotiertes Material  (EUR 80.000–120.000).


Auch die Abteilung Kunst des 19. Jahrhunderts kann mit einem hochwertigen Angebot aufwarten: ein Meisterstück Menzelscher Zeichenkunst ist seine Arbeit „Inneres der Stiftskirche zu Einsiedeln“ aus dem Jahr 1881, welche auf EUR 60.000–80.000 geschätzt ist. Carl Philipp Fohrs „Bildnis Ludwig Sigismund Ruhl“ von 1816 ist ein weiteres Meisterwerk auf Papier (EUR 25.000–35.000) und Ikone der frühromantischen deutschen Zeichenkunst.  Ein museales Ölgemälde von Fritz von Uhde, „Holländische Nähstube“ von 1882 – der Einfluß des französischen Impressionismus und die Nähe zu Liebermann sind unübersehbar – ist auf EUR 40.000–60.000 geschätzt. Die beiden „typischen“ Arbeiten für die frühe Dresdner Malerei von Carl Gustav Carus, dem dritten Hauptmeister der Dresdner Romantik, sind mit EUR 25.000–35.000 („Weidenstamm mit Unterholz“, um 1820) und EUR 18.000–24.000 („Tannen“, um 1840) angesetzt.


Besondere Sammlerstücke gibt es in der Abteilung Photographie zu entdecken: Eine absolute Rarität ist die Arbeit „Triebwerk einer Lokomotive“ von 1925 von Albert Renger-Patzsch (EUR 40.000-60.000). Da der Markt für Renger-Patzsch auch international wächst, werden seine Arbeiten immer begehrter. Wie kaum ein anderer prägte Irving Penn die Photographie. „Young Berber Shepherdess, Morocco“ aus unserer Auktion, datiert 1971, wurde von Vogue an Natalia Vodianovas Charity Auktion zugunsten der Naked Heart  Foundation, New York, an den derzeitigen Eigentümer verkauft (EUR 50.000–70.000). Von einem weiteren grossen amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe – er war eng mit Patti Smith befreundet - werden wir das besondere Stilleben „Rose with Smoke“ von 1985 versteigern (EUR 30.000–40.000). Ein weiteres Spitzenlos bildet František Drtikols Arbeit „Composition au nu aux poires“ von 1925 (EUR 40.000–60.000), ein Beispiel für dessen typisch „kulissenhafte“ Welten.


Insgesamt werden bei den Frühjahrsauktionen vom 29. Mai bis 1. Juni über 1.640 Kunstwerke mit einem unteren Schätzpreis von insgesamt EUR 15,0 Mio. versteigert. Die Vorbesichtigung in Berlin beginnt am 24. Mai und endet am 28. Mai in drei Standorten in der Fasanenstraße (25, 27, 73).


Micaela Kapitzky

Vorbesichtigungen
Berlin, 24. bis 28. Mai 2019
Grisebach, Fasanenstraße 25, 27 und 73
Fr. bis Mo. 10 bis 18 Uhr, Di. 10 bis 15 Uhr
Frühjahrsauktionen
29. Mai bis 1. Juni 2019

PDF

Berlin, 22. März 2019: Grisebach versteigert Fotografien von Georg Stefan Troller aus seiner frühen Pariser Zeit

Der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller (* 1921 Wien) ist dem deutschen Publikum vor allem durch seine langjährigen Fernsehserien „Pariser Journal“ und „Personenbeschreibung“ bestens vertraut. Kaum jemand kennt Paris so gut wie er. Nachdem er sich 1949 dauerhaft an der Seine niedergelassen hatte, begann Troller mit seiner Leica-Kleinbildkamera die abseitigeren und zum Abriss verurteilten Viertel der Stadt zu erkunden.


Die verloren geglaubten Original-Abzüge aus der Zeit um 1953-1956 wurden erst 2017 von seiner Tochter wiederentdeckt und liegen uns vollzählig vor.


Am Mittwoch, den 29. Mai 2019 bietet Grisebach nun 58 Vintage Abzüge von Georg Stefan Troller in der Auktion „Photographie“ an (Silbergelatineabzüge. Von ca. 15 x 10 cm bis 20 x 13 cm, Schätzpreis für das Konvolut: EUR 15.000–20.000).


Diandra Donecker, Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Photographie: „Es ist aufregend und etwas besonderes, nicht nur ein, zwei Fotos, sondern gleich ein ganzes Konvolut von 58 Vintage-Abzügen dieses einzigartigen Chronisten anbieten zu dürfen. Georg Stefan Troller hat in diesen Bildern seinen Traum von Paris eingefangen. Mit einem zärtlichen, intelligenten Blick liefert er die Moment-aufnahme einer Stadt, wie sie heute nicht mehr existiert. Die Fotografien sind Zeugnis seiner Lebensgeschichte und zugleich Dokumentation einer Metropole im Wandel. Die Seltenheit und besondere Provenienz der Aufnahmen werden bei Privatsammlern und Institutionen auf Begeisterung stoßen.“


Begleitend möchten wir Sie einladen:
Georg Stefan Troller liest aus seinem Buch „Pariser Traum“ am Donnerstag, 9. Mai um 18 Uhr in der Villa
Grisebach, Fasanenstraße 25, Berlin.

Sarah Buschor
Presse und Kommunikation
T +49 (0)30 885915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Berlin, 22. März 2019

PDF

Berlin, im März 2019: Grisebach setzt Zeichen

Mit der Wahl von Sarah Miltenberger als Leiterin der Abteilung Zeitgenössische Kunst gelingt Grisebach eine starke Besetzung: Im Kunsthandel erfahren, international bestens vernetzt, kommt Sarah Miltenberger von der König Galerie, wo sie von 2015 bis heute als Senior Director tätig war. Stationen davor waren Carlier Gebauer, die Galerie Zink und Eigen & Art.

Mit dieser personellen Verstärkung wendet sich Grisebach noch gezielter dem zeitgenössischen internationalen Marktgeschehen zu und festigt hier weiter die bereits starke Position – ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung unserer aktuellen Unternehmensstrategie. Der tragenden Säule des Hauses – der Klassischen Moderne – werden die Zeitgenossen gleichwertig zur Seite gestellt. Dies ist ein deutliches Signal für Internationalität, Zukunft und Wachstum des Auktionshauses.

Der bisherige Leiter unserer Münchner Dependance und Experte für Zeitgenössische Kunst, Jesco von Puttkamer, wird als Senior Director und Senior Specialist die Geschicke der Firma weit über den süddeutschen Raum hinaus führen und von nun an auch Österreich und Italien betreuen.

Der 37-jährige Moritz von der Heydte, der seine Karriere bei Sotheby’s in London begann und seit Herbst 2015 als Direktor für Artcurial Deutschland deren Dependance in München geführt hat, übernimmt zum März die Leitung der Grisebach-Repräsentanz München – ein starker Aufschlag für Grisebach im Süden und zugleich Ausdruck unseres Vertrauens in die Kraft des Marktes und die Dichte an Sammlern und Kunstwerken in dieser Region

Micaela Kapitzky

PDF

Berlin, im Januar 2019: Stabübergabe bei der Zürcher Niederlassung der Villa Grisebach

Die langjährige, erfolgreiche Geschäftsführerin und Schweizer Repräsentantin der Villa Grisebach Verena Hartmann beendet auf eigenen Wunsch auf Ende Februar 2019 ihre Tätigkeit. Wir danken ihr für eine höchst fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Neuer Leiter der Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse 14 in Zürich wird der Kunsthistoriker Urs Lanter. Er besitzt über 30 Jahre Erfahrung im Kunsthandel und war rund 20 Jahre als Experte für Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich tätig.  


Sarah Buschor
T +49 (0)30 885 915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Berlin, Januar 2019

PDF


Berlin, 8. Januar 2019: Villa Grisebach schenkt umfangreiche Nashorn-Sammlung dem Schloss Charlottenburg

Die Villa Grisebach schenkt anlässlich des 100. Geburtstages von Martin Sperlich dessen umfangreiche Nashorn-Sammlung den Preußischen Schlössern und Gärten.

Martin Sperlich, von 1969 bis 1984 Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten Berlin, hatte zu Lebzeiten eine außergewöhnliche Leidenschaft: Die Darstellungen von Nashörnern aus allen Epochen, beginnend mit dem berühmten Dürer Holzschnitt von 1515, zu erwerben.

Martin Sperlich war – in der Tradition Wilhelm von Bodes – immer ein engagierter Befürworter des Dreiklangs „Museen – Sammler – Handel“. Keine Institution hat davon so sehr profitiert wie die Berliner Museen in der Zeit von 1883 bis 1933. In diesem Sinne hat Martin Sperlich auch dem deutschen Kunsthandel für die Ausstellung ORANGERIE die große Orangerie des Schlosses Charlottenburg seit 1982 zur Verfügung gestellt. Aus dieser Initiative ist dann später die Villa Grisebach entstanden.

Aus anhaltender Dankbarkeit erfüllt die Villa Grisebach mit dieser Schenkung einen Wunsch der Schlösserverwaltung für eine bleibende Erinnerungsstätte an diesen so vielfältig und fruchtbar wirkenden Museumsdirektor für die Stadt Berlin.

Bernd Schultz
T 030 885915 51
bernd.schultz@grisebach.com


PDF