Vorstellung des Tagungsbands zum Symposium in der Pinakothek der Moderne sowie Stimmen des Exils - Lesung von Jenny König
12. März 2026 18 Uhr Fasanenstraße 25, 10719 Berlin
Begrüßung Diandra Donecker (Geschäftsführerin und Partnerin Grisebach)
Einführung Mario von Lüttichau (Wissenschaftlicher Berater Grisebach) im Gespräch mit den Herausgebern des Bandes: Oliver Kase (Leiter Max Beckmann Archiv und Sammlungsdirektor Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München) Cathrin Klingsöhr -Leroy (Vorstand der Franz - Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Ahlen)
Lesung aus Briefen und Tagebüchern von Max Beckmann und von Autorinnen und Autoren des Exils und der Emigration durch die Schauspielerin und Sprecherin Jenny König
Der Eintritt ist frei – wir können leider keinen Sitzplatz garantieren.
Über das Buch
Max Beckmann gilt als einer der besterforschten Künstler der Klassischen Moderne. Seit seinem Tod im Jahr 1950 sind mehr als 4500 Publikationen erschienen. Die Zeit des Nationalsozialismus, in der er als »entarteter Künstler« diffamiert wurde, und seine Emigration bilden Zäsuren in seiner Biografie. Überraschenderweise wurde Beckmanns Leben und Werk der Jahre 1933-1945 bislang aber kaum Systematisch auf quellenkritischer Grundlage untersucht. Dieser Forschungslücke widmete sich das Symposium, das von der Kaldewei Kulturstiftung und dem Max Beckmann Archiv der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Mai 2024 in München veranstaltet wurde. Der Band versammelt die vielschichtigen Beiträge der Tagung und eröffnet neue Perspektiven auf das Schaffen des Künstlers.
Herausgegeben von Oliver Kase für das Max Beckmann Archiv der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München und Cathrin Klingsöhr-Leroy für die Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Ahlen
Das Max Beckmann Archiv widmet sich als Künstlerarchiv dem Leben und Schaffen Max Beckmanns. Das 1977 gegründete Archiv ist als Forschungseinrichtung und Dokumenten- sowie Fotosammlung zum Künstler an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert, die auch den europaweit größten Gemäldebestand des Künstlers verwahren. Die stetig wachsenden Archivbestände umfassen über 5.000 Briefe, darunter fast 500 Autografen Max Beckmanns, sowie 6.000 Fotografien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 1.400 Spezialpublikationen. Zu den wichtigsten Zugängen gehört die 2016 erhaltene Schenkung der Familie Beckmann, die Nachlässe von Max Beckmann, seiner ersten Frau Minna Beckmann-Tube wie seiner zweiten Frau Mathilde Q. Beckmann, seinem Sohn Peter und dessen Frau Maja Beckmann enthalten.
Franz Dieter und Michaela Kaldewei errichteten 2012 die Kaldewei Kulturstiftung mit Sitz in Ahlen / Westfalen. Die Stiftung widmet sich der Förderung von Kunst und Kultur, vornehmlich der Forschung zum deutschen Expressionismus.
In den letzten Jahren hat die Stiftung die Forschung zu Max Beckmann intensiv gefördert, indem sie die Erarbeitung eines frei zugänglichen, digitalen Werkverzeichnisses der Gemälde des Künstlers (2021) und seiner farbigen Arbeiten auf Papier (2024) initiierte und finanzierte. In diesem Zusammenhang entstand auch die Idee zur Tagung „Max Beckmann im Nationalsozialismus“ in der Pinakothek der Moderne, München 2024, die dieser Publikation zugrunde liegt.