Lupe
Clouds of None
© Roman März

Ausstellung

Clouds of None

Positionen der Klasse Alicja Kwade HfbK Dresden

Fr, 28.06.2024 –
Fr, 16.08.2024

Grisebach
Fasanenstraße 27
10719 Berlin

Ausstellung

Eröffnung
Donnerstag, 27. Juni 2024
18.00 - 20.00 Uhr
Grisebach, Fasanenstraße 27, 10719 Berlin

Artist Talk
Alicja Kwade mit Studierenden moderiert von Dr. Anna Ballestrem
27. Juni, 17:00 – 18:00 Uhr

Ausstellung
28. Juni bis 16. August 2024
Dienstag bis Freitag, 10.00 - 18.00 Uhr
Samstags geschlossen.

Grisebach, Fasanenstraße 27, 10719 Berlin

 

Über die Ausstellung "Clouds of None"

In den Ausstellungsräumen des Auktionshauses Grisebach in Berlin werden die Arbeiten von Studierenden der Klasse von Alicja Kwade an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) Dresden präsentiert. Der poetische Titel dient als vielschichtige Metapher. Er veranschaulicht den unaufhaltsamen Lauf der Zeit und die ständige Bewegung, die sowohl flüchtige als auch dauerhaft prägende Spuren hinterlässt. Er deutet Erinnerungen an, die uns begleiten und formen, während die Ereignisse weiterrollen – sowohl in gesellschaftlich-historischen als auch in persönlich erlebten Kontexten.

"Clouds of None" nähert sich einem Ursprungszustand, einer Idee, einem Zusammenhang, an dem der kreativ-künstlerische Prozess beginnt. Unscharf, fast formlos, aber eine Möglichkeit. Aus diesem anfänglichen Zustand aller künstlerischen Arbeit formt sich zugleich auch die Klasse von Alicja Kwade. Seit drei Jahren lehrt die international renommierte Künstlerin an der HfbK Dresden dreidimensionales Gestalten. Für sie und die Studierenden geht es um das Potenzial freier Gedanken, die Bilder entstehen lassen, die das Flüchtige materialisieren, in künstlerischen Werken festhalten und so in Dialog mit der Welt treten.

Die Interessen und Ansätze der Studierenden sind vielfältig, ebenso wie die Medien, mit denen sie experimentieren und sich ausdrücken. In installativen Arbeiten, zweidimensionalen oder filmischen Werken setzen sie sich unter anderem mit Fragen nach der Natur der Dinge auseinander oder veranschaulichen Prozesse, die Produktionssysteme thematisieren. Verschraubte Glasscherben, die sich zu Wölbungen aus dem Boden erheben, verweisen nicht nur auf Zerbrechlichkeit und Zusammenhalt, sondern eröffnen zugleich eine Assoziationskette, die bis hin zu philosophischen Fragen reicht. An anderer Stelle werden Objekte gezeigt, die auf den ersten Blick wie Steine wirken, bei näherer Betrachtung aber industrielle Markierungen tragen und ihre Herkunft als Tierhäute verraten. Dann werden stilisierte Naturmotive aus traditionellem Stickmuster hervorgehoben, die jedoch nicht gestickt, sondern in Betonwände gemeißelt die bauliche Struktur sichtbar machen. In einer anderen Position geht es um die Rolle von Erinnerungen und die Frage, wie sich Vergangenheit manifestiert. Auch Träume spielen eine Rolle und werden in erzählerisch surrealen Settings verarbeitet, die man sogar betreten kann.

Die Ausstellung „Clouds of None“ ist ein poetischer Versuch, die Flüchtigkeit abstrakter Gedanken und fragiler Momente einzufangen, bevor sie verschwinden.

Die ausstellenden Künstler:innen sind: Elena Eliana Loayza Berger / Christoph Carl / Rocco Emil Demmer/ Elena Dratva / Stanislaw Heinzel / Stefanie Hollerbach / Karen Kamiya / Valeriya Krasnova / Maja Lotz / Lukas Maksay / Jule Tabea Martin / Annelene Schmidt / Laura Theurich / Carlotta Heyden-Rynsch

 

Blick in die Ausstellung

© Roman März