Lupe

Herbstauktionen 2020

Kunst des 19. Jahrhunderts

180

Otto Scholderer

1834 – Frankfurt a.M. – 1902

„Selbstbildnis des 24-jährigen Künstlers“. 1858

Öl auf Leinwand. Doubliert. 45,3 × 37,5 cm. (17 ⅞ × 14 ¾ in.) Rechts in der Mitte signiert und datiert: O. Scholderer. 1858. Werkverzeichnis: Bagdahn 18.  [3255] Gerahmt 

ProvenienzAus dem Nachlass des Künstlers

EUR 15.000 – 20.000
USD 17,600 – 23,500

„Selbstbildnis des 24-jährigen Künstlers“

Auktion 322Mittwoch, den 2. Dezember 2020, 15.00 Uhr

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AusstellungOtto Scholderer, Gedächtnisausstellung. Frankfurt a.M., Frankfurter Kunstverein, 1915 (o. Kat.)

Literatur und AbbildungS.: (Ausstellung von Werken des Malers Otto Scholderer). In: Kunstchronik, 1914/15, H. 29, 16. April 1915, S. 371-373, hier S. 372 / Friedrich Herbst: Otto Scholderer, 1834–1902. Ein Beitrag zur Künstler- und Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Frankfurt a.M., Diesterweg, 1934, Nr. 9

Es ist eines der berühmtesten Atelierbilder der Kunstgeschichte: Henri Fantin-Latours „Atelier aux Batignolles“ (Abb.) zeigt Edouard Manet an der Staffelei, umringt von den jungen Impressionisten Claude Monet, Auguste Renoir, Frédéric Bazille und ihren intellektuellen Verteidigern Zacharie Astruc, Emile Zola, Edmond Maître - sowie einem Künstler aus Frankfurt: Otto Scholderer. Er steht auf der linken Bildhälfte und bildet zusammen mit Renoir (vor dem Bilderrahmen) und Astruc (sitzend) ein Dreigestirn, das Manet direkt über die Schulter blickt.
1857-58 reiste der Städelschüler erstmals für ein halbes Jahr nach Paris. Als Initiator gilt sein Frankfurter Freund und spätere Schwager Victor Müller, der schon seit 1852 im Atelier von Thomas Couture studierte, u.a. zusammen mit Manet. In diesen ersten Pariser Monaten lernte Scholderer bereits Henri Fantin-Latour kennen, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte ...

Den Begleittext von Dr. Anna Ahrens hier weiterlesen

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