Los
2630
Oberwiesenthal 1866 – 1962 West-Berlin
„Faltfiguren“. 1917
Hintergrund:
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Zustandsbericht: Schöner harmonischer Gesamteindruck. Die Blattkanten ohne Einrisse oder Fehlstellen, im weißen Blattrand schwach vergilbt. Unter UV-Licht keine Aufheller. Die Ecken leicht bestoßen, mit einhergehenden Knickspuren sowie vereinzelten winzigen Verlusten der Gelatineschicht. Das Papier leicht wellig. Im oberen rechten Eckbereich haarfeine Knickspuren sowie im unteren Bereich mittig eine horizontale Knickfalte (6 cm). Rückseitig leicht berieben und schwach fleckig. In den Oberen Ecken mit Japanpapier auf den Unterlagekarton montiert
Ausst.-Kat.: Berliner Kunststücke: die Sammlung der Berlinischen Galerie zu Gast. Leipzig, Museum der Bildenden Künste, und Berlin, Neue Galerie d. Zentrums für Kunstausst. d. DDR im Alten Museum, 1990, S. 433 (Biografie)
Die Arbeit dokumentiert William Wauers experimentellen Einsatz der Fotografie als mehrstufigen Prozess der Formfindung: Der Künstler stellte die Faltfiguren räumlich auf, fotografierte diese Anordnung und zog auf dem Abzug die Konturen der nun ins Zweidimensionale überführten Figuren mit Bleistift nach. Von dieser überarbeiteten Foto-Vorlage fertigte er eine neue Aufnahme an; der vorliegende Abzug ist das Ergebnis dieser zweiten fotografischen Übertragung. So verschmelzen räumliche Skulptur, zeichnerische Linie und fotografische Fläche hier zu einer neuen Bildform
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