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Los

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Fritz Klimsch

Frankfurt am Main 1870 – 1960 Freiburg

„Anadyomene“. 1920

Untersberger Marmor. 158 × 85 × 44 cm (62 ¼ × 33 ½ × 17 ⅜ in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Fritz Klimsch. „Anadyomene“. 1920.

Hintergrund:

Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Fritz Klimsch. „Anadyomene“. 1920.
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Schätzung:

EUR 100.000

 

- 150.000

USD 112.000

 

- 169.000

Auktion 378

Do, 26.11.2026, 18:00 Uhr

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Informationen

Untersberger Marmor. 158 × 85 × 44 cm (62 ¼ × 33 ½ × 17 ⅜ in.). Seitlich unter dem linken Fuß signiert und datiert: F. KLIMSCH 1920. Werkverzeichnis: Braun 104. [3225]

Ilse Röchling-Heye, Freiburg i.Br./Pozzuoli b. Neapel / Privatsammlung, Niederlande

Freie Secession. Sommerausstellung. Berlin, Ausstellungshaus am Kurfürstendamm, 1920, Kat.-Nr. 269

Velhagen & Klasings Monatshefte. Berlin, Bielefeld, Leipzig, Wien, Jg 35. 1920/21, Bd. 1, Abb. S. 21 / Wilhelm von Bode: Gedanken bei der Fritz Klimsch-Ausstellung in der Freien Secession zu Berlin. In: Die Kunst für Alle. München, Bruckmann, Jg. 36, 1920/21, Abb. S. 29 / Wilhelm von Bode: Fritz Klimsch. Eine Auswahl seiner Werke. Freiburg i.Br., Pontosverlag, 1924, Abb. Tf. 53 (datiert: 1918/19) / Ausst.-Kat. Fritz Klimsch. Werke. Hannover, Galerie Koch, 1980, S. 13

„Klimschs figürliche Darstellungen sind fast ausschließlich jugendliche weibliche Idealgestalten“, so der Berliner Museumsdirektor Wilhelm von Bode anlässlich der Sonderausstellung für Fritz Klimsch zum 50. Geburtstag 1920 in der Berliner Secession. „Alle diese Figuren sind voll feinem, naturalistischem Gefühl, von weichen Formen, zart empfundener Epidermis – da vor allem der ganz eigenhändigen Ausführung! – und wirklichem Schönheitsgefühl, und doch mit dem stilvollen Bestreben nach Vereinfachung der Formen gearbeitet. Auffallend ist, und bei der häufigen Wiederkehr scheint es Prinzip des Künstlers zu sein, auch die Freifiguren so aus einem flachen Blocke herauszuhauen, so daß sie einen fast reliefartigen Eindruck machen, als ob sie von einem Hochrelief abgearbeitet wären“ (zit. nach: Die Kunst für Alle, 36. Jg., S. 29).
Fritz Klimsch genoss eine intensive künstlerische Förderung, welche ihn bereits mit 16 Jahren an die Berliner Hochschule für bildende Künste führte. Die Bildhauer, die damals lehrten, standen noch unter dem Einfluss des Klassizisten Christian Daniel Rauch und seines Nachfolgers Reinhold Begas. Klimsch konnte sein Talent entwickeln und erhielt 1894 den begehrten Rompreis. Er hatte das Glück, nach Italien zu kommen, wo ältere deutsche Künstler wie der Bildhauer Adolf Hildebrand und der Maler Hans von Marées sich mit grundsätzlichen Fragen der Bildhauerei und der Malerei auseinandersetzten.
Ein besonders herausragendes Beispiel im Werk des Künstlers ist die in Untersberger Marmor ausgeführte „Anadyomene“. Die wie gerade erwachte junge Frau erscheint im Vergleich zu anderen Werken des Künstlers in ihrer Haltung aufrechter, schlanker und naturalistischer. In Bewegung, Form und Ausdruck charakterisiert Klimsch in feiner, anmutiger Weise eine Skulptur, die ihrer Benennung gerecht wird. Mit ihr hat Fritz Klimsch auch dazu beigetragen, die Tradition aus dem 19. Jahrhundert in die Moderne zu überführen. Durch die Vereinfachung der Form, die Schönheit der Linie, die ausdrucksvolle Bewegung nimmt er seinen Figuren das Modellhafte, um ihnen ihre besondere Bedeutung zu geben. Mario von Lüttichau

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