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Los

307a

Max Klinger

Leipzig 1857 – 1920 Großjena b. Naumburg

„Erster Entwurf zum Beethoven-Thron“. 1886

Kreide, Bleistift, grau laviert, weiß gehöht, auf blaugrauem Papier. 48,5 × 32,0 cm (19 ⅛ × 32,0 in.).
Auf diesem Bild ist das folgende Kunstwerk zu sehen: Max Klinger. „Erster Entwurf zum Beethoven-Thron“. 1886.

Schätzung:

EUR 15.000

 

- 20.000

USD 17.600

 

- 23.500

Verkauft für:

22.860 EUR (inkl. Aufgeld)

Winterauktionen 2025

Moderne Kunst & 19. Jahrhundert, Fr, 28.11.2025

Informationen

Kreide, Bleistift, grau laviert, weiß gehöht, auf blaugrauem Papier. 48,5 × 32,0 cm (19 ⅛ × 32,0 in.). Unten links mit Feder in Schwarz signiert: M. Klinger. Unten mittig betitelt: ERSTER ENTWURF ZUM BEETHOVEN-THRON. Unten rechts datiert: PARIS 1886. Unten rechts gewidmet: Herrn Consul Nachod zur Erinnerung an den 6. Sept. 1905 M.K / Rückseitig: Hyazinthe. Aquarell. In historischem Passepartout (66,2 x 44,4 cm) mit Goldschnitt. Auf dem Passepartout unten rechts eine vom Künstler beschriftete Visitenkarte.

Die Zeichnung ist frei von Restitutionsansprüchen und wird im ausdrücklichen Einvernehmen mit den Erben nach Marie und Friedrich Nachod angeboten. Wir danken Dr. Ulrike Saß, Museum der bildenden Künste, Leipzig, für ihre Unterstützung.

Marie und Friedrich Nachod, Leipzig (vom Künstler erworben, wohl bis 1939) / Fritz Tögel, Leipzig (seitdem in Familienbesitz)

Im Jahr 1905 widmete Max Klinger seinen Entwurf zum Beethoven-Thron „Herrn Consul Nachod“. Hierbei handelt es sich um Friedrich Nachod (1853–1911) aus Leipzig, der in der Israelitischen Religionsgemeinde aktiv und Miteigentümer der Bank Knauth, Nachod & Kühne war. Mit seiner Ehefrau Marie Eisner (1859–1934) hatte er die drei Kinder Walter (1880–1946), Hans (1885–1958) und Georg Nachod (1889–1945). Aufgrund der persönlichen Widmung an Friedrich Nachod gehen wir davon aus, dass es sich um dieselbe Zeichnung handelt, die Elisabeth Nachod (1889–1946) – Walters Ehefrau – im Juni 1939 dem Museum für bildende Kunst in Leipzig anbot. Die Zeichnung lagerte zu dieser Zeit in der Leipziger Kunsthandlung P. H. Beyer & Sohn, während Elisabeth in Ratibor lebte. Wir wissen nicht, ob sie die alleinige Eigentümerin war oder das Werk stellvertretend für ihren Ehemann Walter und seine Brüder verkaufte. Für letzteres spricht, dass Elisabeth 1939 als einziges nicht jüdisches Familienmitglied noch in Deutschland lebte und sich um die familiären Belange kümmern konnte. Die Brüder waren bereits emigriert. Schließlich gelangte die Zeichnung nicht in das Leipziger Museum, sondern in Privatbesitz. 2025 vermittelte Grisebach eine gütliche Einigung mit den Erben nach Friedrich und Marie Nachod. 

Max Klinger. Meistergraphik und Zeichnungen vom Jugendstil zum Surrealismus. Stendal, Winckelmann-Gesellschaft, 2015, Kat.-Nr. I.1, Abb. S. 24, 25

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