Los
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Dresden 1876 – 1907 Worpswede
„Kniendes Mädchen mit Schale“. Um 1902
Hintergrund:
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Hintergrund:
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Schätzung:
EUR 50.000
- 70.000
USD 56.200
- 78.700
Auktion 379
Fr, 27.11.2026, 11:00 Uhr
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Mathilde Becker, Bremen (1913) / Tille Modersohn (1926) / Heinrich Bartelheimer, Hamburg / Privatsammlung, Norddeutschland
Paula Modersohn-Becker (1876-1907). Bremen, Kunsthalle, 1947, Kat.-Nr. 54 / Paula Modersohn-Becker 1876-1907. Hagen, Karl Ernst Osthaus-Museum, 1951, Kat.-Nr. 29 / Paula Modersohn-Becker 1876-1907, Bernhard Hoetger 1874-1949. Wuppertal, Kunst- und Museumsverein, Städtisches Museum Wuppertal, 1954, Kat.-Nr. 16 / Paula Modersohn-Becker. Bremen, Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker-Haus; München, Städtische Galerie und Lenbachgalerie; Mannheim, Städtische Kunsthalle; Düsseldorf, Kunstverein, 1957/58, Kat.-Nr. 26
Auktion 46. Bremen, Hanseatisches Auktionshaus Bolland & Marotz, 17./18.10.1986, Kat.-Nr. 705, Abb. Tf. 2
Fast skulptural zusammengefasst zeigt Paula Modersohn-Becker hier ein kniendes Mädchen mit Schale. Bei der Szene von weihevoller Einfachheit handelt es sich um ein Gemälde, das die Künstlerin, die seit 1900 zwischen Worpswede und Paris pendelte, in einer Kreidestudie vorbereitet hatte. Am linken Bildrand der vorbereitenden Skizze, die zur Sammlung der Paula Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen gehört, finden sich noch die Umrisse eines kleinen Kaninchens, dem das kniende Mädchen eine Wasser- oder Futterschale reicht. In einer handschriftlichen Notiz bereitet die Malerin die Farbigkeit des Gemäldes vor: „stumpf-grüne Erde weißes Kleid mit stumpf-dunkelbrauner Kapuze auf schwarzer Planke. Bläuliche grüne (?) Luft“ (WVZ E IV/46).
In der Weiterentwicklung der Studie hin zum Gemälde tilgt die Künstlerin das kleine Tier, sodass eine in engstem Bildraum kniende, hochkonzentrierte Andachtsfigur entsteht. Radikal vereinfacht erscheint der zu drei Farbzonen gegliederte Hintergrund, bei dem Modersohn-Becker das Landschaftliche an die Grenzen der Abstraktion führt. GK
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