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Eine Ausstellung mit Rudi Weissenstein, Ellen Auerbach und Christian Boltanski, kuratiert von Dr. Sarah Hadda

Zusammen mit Gastkuratorin Dr. Sarah Hadda freut sich Grisebach, ab dem 25. Juli 2019 die Ausstellung „Rudi Weissenstein – Exil und Fotografie“ zu zeigen. 

Rudi Weissenstein (1910 Iglau, Böhmen - 1992 Tel Aviv) war einer der größten Fotografen Israels. Er dokumentierte das Alltagsleben des sich im Aufbau befindenden jüdischen Staates; dabei war der Traum einer Heimat sein großes Thema.

Hinter seinen optimistischen Bildern verbergen sich die komplexe Psychologie und ambivalenten Emotionen der Exilant*innen. Weissensteins Werke beschäftigen sich mit den Themen Hoffnung, Aufbau und Identität. Angetrieben und geprägt vom Verlust seiner alten Heimat, wird in seinen Bildern die Rolle von Identität bei der Erschaffung einer neuen Gesellschaft sichtbar. Dabei spielen individuelle Erfahrungen ebenso wie soziale Erinnerung eine wesentliche Rolle. Gerade sein Beispiel aus Palästina zeigt, wie divers die Exilbedingungen für Fotografen aus Deutschland waren. Wie viele andere musste sich Rudi Weissenstein seine Existenz mühsam aufbauen mit seinem Laden Pri Or (Hebräisch: Fotohaus), in dem er Touristen-, Strand- oder Aufnahmen von Soldaten verkaufte. 

Einen ähnlichen Weg durchlief die Fotokünstlerin Ellen Auerbach (1906 Karlsruhe – 2004 New York City), die drei Jahre zuvor, 1933, auswanderte und mit ihrer Freundin Liselotte Grschebina in Tel Aviv unter dem Namen Ishon (Hebräisch: Augapfel – Pupille) ein kleines Studio für Kinderportraits gründete, bevor sie ihre Lebensreise weiter nach London und New York führte. Dank Leihgaben der Akademie der Künste Berlin finden auch Ellen Auerbachs Werke Eingang in die Ausstellung, um das Thema Exil und Fotografie zu vertiefen.

In der Ausstellung werden zudem Werke des Künstlers Christian Boltanski (*1944 – lebt in Paris) gezeigt. Boltanskis gepflasterte Fotowand „Die Jüdische Schule“ (aus dem Portfolio „The Frozen Leopard“ II, 1992) gemahnt beispielsweise an die Vergessenen, die wie Siegfried Kracauer es formulierte wie „unter einer Schneedecke vergraben“ zu sein scheinen.

Die Ausstellung mit größtenteils noch nie gezeigten Werken von Weissenstein untersucht so im Verbund mit Arbeiten seiner Zeitgenossin Ellen Auerbach nicht nur die kunsthistorischen Merkmale der Fotokunst Weissensteins, sondern vertieft und vergegenwärtigt über den Konnex mit Christian Boltanskis Werken das große Thema der Erinnerung  – sowohl der eigenen als auch der kollektiven.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 25. Juli 2019 um 18 Uhr in der Fasanenstraße 27 in Berlin statt. Es spricht Prof. Dr. Liliane Weissberg (University of Pennsylvania).

Pressekontakt
Sarah Buschor
T 030 885915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Eröffnung
25. Juli 2019, 18 bis 21 Uhr
Grisebach, Fasanenstraße 27, 10719 Berlin

Ausstellung
26. Juli bis 21. September 2019
Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 11 bis 16 Uhr

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Das Bauhaus feiert seinen hundertsten Geburtstag und Grisebach feierte mit: 249 Kunstwerke aus unterschiedlichsten Bereichen erfreuten sich in der ORANGERIE-Auktion „bauhaus forever!“ großer Nachfrage. Das Spitzenlos war das Kaffee- und Teeservice von Naum Slutzky, das sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg für EUR 225.000* sicherte. Ein kompletter Satz der legendären Bauhaus-Postkarten von 1923 ging für EUR 206.250 in eine nordrhein-westfälische Privatsammlung. Ausgesprochen gut verkauften sich die Lose aus dem Nachlaß des Bauhaus-Künstlers Ludwig Hirschfeld-Mack, darunter das Fotogramm „Reflektorisches Farbenspiel“ von 1923, das seinen Preis mit EUR 62.500 mehr als verdoppelte.


Ein Bauhaus-Künstler stellte auch das teuerste Werk in den Ausgewählten Werken: Paul Klees „Dryaden“ von 1939 war einem niedersächsischen Privatsammler EUR 500.000 wert. Gabriele Münters „Heuhocken in Murnau“ ging für EUR 462.500 in eine süddeutsche Privatsammlung. Die Gemälde von Max Liebermann und Lovis Corinth erzielten EUR 375.000 und EUR 312.500. Spannende Bietgefechte entbrannten in der Nachkriegskunst, etwa für Ernst Wilhelm Nays „Rot in tiefem Klang“, das von EUR 120.000 auf EUR 437.500 kletterte.


Positive Überraschungen gab es in der Auktion Zeitgenössische Kunst, in der das Gesamtergebnis die untere Schätzung klar übertraf. Hier stieg Günther Förgs „Ohne Titel“ von 1995 mit einer Schätzung von EUR 40.000 auf EUR 112.500 und Werner Berges’ „Vanessa“ wurde durch mehrere Bieter an den Telefonen und im Saal bei einer Schätzung von EUR 12.000 auf EUR 72.500 gehoben. Bridget Rileys Farbstudie erreichte durch viele internationale Gebote EUR 90.000 (Schätzung EUR 20.000). Eine der beiden Großskulpturen von Tony Cragg ging für EUR 175.000 in eine österreichische Privatsammlung.


Für Aufsehen sorgten in der Fotografie-Auktion etwa die zwei „Maskenselbstbildnisse Nr. 11+39A, Dessau“ der Bauhaus-Fotografin Gertrud Arndt von 1930: Erst nach langen Bietgefechten fanden die jeweils auf EUR 3.000 geschätzten Arbeiten für EUR 20.000 sowie EUR 56.250 (Handel Berlin / Privatsammlung, USA) ihre neuen Besitzer. Das Porträt Lyonel Feiningers, aufgenommen von seinem Sohn Andreas, 1928, in Dessau, war auf EUR 5.000 taxiert und erzielte am Ende EUR 18.750 (Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen).


Bestens war die Stimmung in der Auktion der Kunst des 19. Jahrhunderts, wo von Beginn bis zum Schluß spannungsreiche Bietgefechte für Aufmerksamkeit sorgten. Teuerstes Los war Adolph Menzels Zeichnung vom Inneren der Stiftskirche in Einsiedeln, das bei einer Schätzung von EUR 60.000  für EUR 275.000  einem Schweizer Privatsammler verkauft wurde. Eine Ikone der Kunstgeschichte, Carl Philipp Fohrs erst jüngst vom Berliner Kupferstichkabinett restituierte Bildnis seines Freundes Sigismund Ruhl von 1816, fand für EUR 122.500 den Weg in eine bedeutende Privatsammlung. Auch Fritz von Uhdes museale „Holländische Nähstube“ kletterte von geschätzten  EUR 40.000 auf EUR 168.750. Die Überraschung des Nachmittags aber war das auf EUR 2.500 taxierte Selbstbildnis Karl Stauffer-Berns aus der Sammlung von Rudolf Mosse, das für sagenhafte EUR 143.750 verkauft wurde.


Die Frühjahrsauktionen schlossen mit einem Gesamt-ergebnis von EUR 15,3 Mio. ab.

Micaela Kapitzky

Berlin, 4. Juni 2019

* Alle Ergebnisse inkl. Aufgeld

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Gleich zwei besondere Gemälde, die sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Familienbesitz befinden, werden am 30. Mai in Berlin versteigert: „Helle Rosen“ von Lovis Corinth aus dem Jahr 1915, ein vibrierendes Blumenstillleben mit ungeheurer Verve gemalt, ist auf EUR 250.000–350.000 geschätzt. Das Bild befindet sich seit 1917 in Familienbesitz. Besonderes Augenmerk verdienen auch  Paula Modersohn-Beckers „Brustbild eines Mädchens nach links vor Birken“ von 1903, das sich lange im Besitz der Familie der Künstlerin befand (EUR 120.000–150.000), sowie verschiedene kolorierte Postkarten der Brücke-Künstler Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Erich Heckel (bis  EUR 25.000–35.000). Eine bezaubernde Rarität ist auch der farbige Gruß „Steinbock im Gebirge“ von Franz Marc aus dem Jahr 1913 (EUR 40.000–60.000). Weitere Entdeckungen im Moderne-Angebot sind unter anderem das „Stilleben in Grau“ von Max Pechstein von 1913 (EUR 500.000–700.000), die „Fischräucherei am Bahngleis“ von Karl Schmidt-Rottluff aus dem Jahr 1937 (Schätzung EUR 400.000–600.000) oder das neusachliche Gemälde „Mädchen mit Schafen“ von Georg Schrimpf aus dem Jahr 1923 (EUR 180.000–240.000). Ein Jahr vor seinem Tod malte Paul Klee die „Dryaden“ in Öl auf Papier, die auf EUR 400.000–600.000 geschätzt sind.


Das Bauhaus wird 100 – die ORANGERIE feiert mit und bietet ebenfalls Kunstwerke an, die über knapp ein Jahrhundert in Familienbesitz waren. Darunter läßt ein ganzes Konvolut von Grafiken, Gemälden und der sog. Pädagogi-schen Puppenstube von Ludwig Hirschfeld-Mack (EUR 8.000–10.000), diesen großen Visionär des Weimarer Bauhauses wieder entdecken: Herausragend ist das Originalfoto zum „Reflektorischen Farbenspiel“ von 1923 (EUR 25.000–30.000), das im berühmten Bauhaus-Buch 1927 publiziert, 1938 im MoMa in New York gezeigt und nun von der Familie eingeliefert wurde. Die Erben des Hamburger Architekten Fritz Block vertrauten uns das ikonische Tee- und Kaffeeservice vom Goldschmiedemeister am Bauhaus, Naum Slutzky an, das 1927 entstand und die Blocks bei der Vertreibung nach Los Angeles begleitet hatte (EUR 180.000–240.000). Die „bauhaus forever!“-Auktion schlägt den historischen Bogen von der originalen Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld von 1924 (EUR 100.000–150.000) bis hin zu László Moholy-Nagys „Expressionist Composition“ von 1946 (EUR 120.000–150.000), widmet sich aber auch mit neugierig-lustvollem Blick überraschenden Vorläufern und Nachfolgern der Idee Bauhaus.


Das Hauptlos der Auktion für Zeitgenössische Kunst ist Gerhard Richters Gemälde aus der Serie „Fuji“ von 1996, ein besonders kraftvolles Exemplar, für das der Künstler mit Ölfarbe und Rakel eine einzigartige, komplexe und viel-schichtige Farboberfläche erzeugte (EUR 300.000–400.000). Ein weiteres Glanzlicht ist das frühe Farbkissen „Farbraumkörper“ von Gotthard Graubner aus dem Jahr 1972 (EUR 100.000–150.000). Mit Ulrich Erben ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Vertreter der konkreten Malerei in Deutschland vertreten. Seine Arbeit „Rot und Blau“ von 1988, ist sein erstes mehrfarbiges Gemälde in Acryl auf Leinwand nach einer längeren Phase der monochromen und konstruktivistischen Malerei, welches den Beginn seiner Serie „Farben der Erinnerung“ markiert (EUR 35.000–45.000). Eine besondere Entdeckung ist die Arbeit „Wool“ von Rosemarie Trockel. Sie webt das von Francesco Saroglia entworfene internationale Wooltrade-Zeichen in ihren Teppich aus Wolle, ein in der zeitgenössischen Kunst ungewöhnliches, traditionell weiblich konnotiertes Material  (EUR 80.000–120.000).


Auch die Abteilung Kunst des 19. Jahrhunderts kann mit einem hochwertigen Angebot aufwarten: ein Meisterstück Menzelscher Zeichenkunst ist seine Arbeit „Inneres der Stiftskirche zu Einsiedeln“ aus dem Jahr 1881, welche auf EUR 60.000–80.000 geschätzt ist. Carl Philipp Fohrs „Bildnis Ludwig Sigismund Ruhl“ von 1816 ist ein weiteres Meisterwerk auf Papier (EUR 25.000–35.000) und Ikone der frühromantischen deutschen Zeichenkunst.  Ein museales Ölgemälde von Fritz von Uhde, „Holländische Nähstube“ von 1882 – der Einfluß des französischen Impressionismus und die Nähe zu Liebermann sind unübersehbar – ist auf EUR 40.000–60.000 geschätzt. Die beiden „typischen“ Arbeiten für die frühe Dresdner Malerei von Carl Gustav Carus, dem dritten Hauptmeister der Dresdner Romantik, sind mit EUR 25.000–35.000 („Weidenstamm mit Unterholz“, um 1820) und EUR 18.000–24.000 („Tannen“, um 1840) angesetzt.


Besondere Sammlerstücke gibt es in der Abteilung Photographie zu entdecken: Eine absolute Rarität ist die Arbeit „Triebwerk einer Lokomotive“ von 1925 von Albert Renger-Patzsch (EUR 40.000-60.000). Da der Markt für Renger-Patzsch auch international wächst, werden seine Arbeiten immer begehrter. Wie kaum ein anderer prägte Irving Penn die Photographie. „Young Berber Shepherdess, Morocco“ aus unserer Auktion, datiert 1971, wurde von Vogue an Natalia Vodianovas Charity Auktion zugunsten der Naked Heart  Foundation, New York, an den derzeitigen Eigentümer verkauft (EUR 50.000–70.000). Von einem weiteren grossen amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe – er war eng mit Patti Smith befreundet - werden wir das besondere Stilleben „Rose with Smoke“ von 1985 versteigern (EUR 30.000–40.000). Ein weiteres Spitzenlos bildet František Drtikols Arbeit „Composition au nu aux poires“ von 1925 (EUR 40.000–60.000), ein Beispiel für dessen typisch „kulissenhafte“ Welten.


Insgesamt werden bei den Frühjahrsauktionen vom 29. Mai bis 1. Juni über 1.640 Kunstwerke mit einem unteren Schätzpreis von insgesamt EUR 15,0 Mio. versteigert. Die Vorbesichtigung in Berlin beginnt am 24. Mai und endet am 28. Mai in drei Standorten in der Fasanenstraße (25, 27, 73).


Micaela Kapitzky

Vorbesichtigungen
Berlin, 24. bis 28. Mai 2019
Grisebach, Fasanenstraße 25, 27 und 73
Fr. bis Mo. 10 bis 18 Uhr, Di. 10 bis 15 Uhr
Frühjahrsauktionen
29. Mai bis 1. Juni 2019

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Der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller (* 1921 Wien) ist dem deutschen Publikum vor allem durch seine langjährigen Fernsehserien „Pariser Journal“ und „Personenbeschreibung“ bestens vertraut. Kaum jemand kennt Paris so gut wie er. Nachdem er sich 1949 dauerhaft an der Seine niedergelassen hatte, begann Troller mit seiner Leica-Kleinbildkamera die abseitigeren und zum Abriss verurteilten Viertel der Stadt zu erkunden.


Die verloren geglaubten Original-Abzüge aus der Zeit um 1953-1956 wurden erst 2017 von seiner Tochter wiederentdeckt und liegen uns vollzählig vor.


Am Mittwoch, den 29. Mai 2019 bietet Grisebach nun 58 Vintage Abzüge von Georg Stefan Troller in der Auktion „Photographie“ an (Silbergelatineabzüge. Von ca. 15 x 10 cm bis 20 x 13 cm, Schätzpreis für das Konvolut: EUR 15.000–20.000).


Diandra Donecker, Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Photographie: „Es ist aufregend und etwas besonderes, nicht nur ein, zwei Fotos, sondern gleich ein ganzes Konvolut von 58 Vintage-Abzügen dieses einzigartigen Chronisten anbieten zu dürfen. Georg Stefan Troller hat in diesen Bildern seinen Traum von Paris eingefangen. Mit einem zärtlichen, intelligenten Blick liefert er die Moment-aufnahme einer Stadt, wie sie heute nicht mehr existiert. Die Fotografien sind Zeugnis seiner Lebensgeschichte und zugleich Dokumentation einer Metropole im Wandel. Die Seltenheit und besondere Provenienz der Aufnahmen werden bei Privatsammlern und Institutionen auf Begeisterung stoßen.“


Begleitend möchten wir Sie einladen:
Georg Stefan Troller liest aus seinem Buch „Pariser Traum“ am Donnerstag, 9. Mai um 18 Uhr in der Villa
Grisebach, Fasanenstraße 25, Berlin.

Sarah Buschor
Presse und Kommunikation
T +49 (0)30 885915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Berlin, 22. März 2019

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Mit der Wahl von Sarah Miltenberger als Leiterin der Abteilung Zeitgenössische Kunst gelingt Grisebach eine starke Besetzung: Im Kunsthandel erfahren, international bestens vernetzt, kommt Sarah Miltenberger von der König Galerie, wo sie von 2015 bis heute als Senior Director tätig war. Stationen davor waren Carlier Gebauer, die Galerie Zink und Eigen & Art.

Mit dieser personellen Verstärkung wendet sich Grisebach noch gezielter dem zeitgenössischen internationalen Marktgeschehen zu und festigt hier weiter die bereits starke Position – ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung unserer aktuellen Unternehmensstrategie. Der tragenden Säule des Hauses – der Klassischen Moderne – werden die Zeitgenossen gleichwertig zur Seite gestellt. Dies ist ein deutliches Signal für Internationalität, Zukunft und Wachstum des Auktionshauses.

Der bisherige Leiter unserer Münchner Dependance und Experte für Zeitgenössische Kunst, Jesco von Puttkamer, wird als Senior Director und Senior Specialist die Geschicke der Firma weit über den süddeutschen Raum hinaus führen und von nun an auch Österreich und Italien betreuen.

Der 37-jährige Moritz von der Heydte, der seine Karriere bei Sotheby’s in London begann und seit Herbst 2015 als Direktor für Artcurial Deutschland deren Dependance in München geführt hat, übernimmt zum März die Leitung der Grisebach-Repräsentanz München – ein starker Aufschlag für Grisebach im Süden und zugleich Ausdruck unseres Vertrauens in die Kraft des Marktes und die Dichte an Sammlern und Kunstwerken in dieser Region

Micaela Kapitzky

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Die langjährige, erfolgreiche Geschäftsführerin und Schweizer Repräsentantin der Villa Grisebach Verena Hartmann beendet auf eigenen Wunsch auf Ende Februar 2019 ihre Tätigkeit. Wir danken ihr für eine höchst fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Neuer Leiter der Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse 14 in Zürich wird der Kunsthistoriker Urs Lanter. Er besitzt über 30 Jahre Erfahrung im Kunsthandel und war rund 20 Jahre als Experte für Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich tätig.  


Sarah Buschor
T +49 (0)30 885 915 65
sarah.buschor@grisebach.com

Berlin, Januar 2019

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Die Villa Grisebach schenkt anlässlich des 100. Geburtstages von Martin Sperlich dessen umfangreiche Nashorn-Sammlung den Preußischen Schlössern und Gärten.

Martin Sperlich, von 1969 bis 1984 Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten Berlin, hatte zu Lebzeiten eine außergewöhnliche Leidenschaft: Die Darstellungen von Nashörnern aus allen Epochen, beginnend mit dem berühmten Dürer Holzschnitt von 1515, zu erwerben.

Martin Sperlich war – in der Tradition Wilhelm von Bodes – immer ein engagierter Befürworter des Dreiklangs „Museen – Sammler – Handel“. Keine Institution hat davon so sehr profitiert wie die Berliner Museen in der Zeit von 1883 bis 1933. In diesem Sinne hat Martin Sperlich auch dem deutschen Kunsthandel für die Ausstellung ORANGERIE die große Orangerie des Schlosses Charlottenburg seit 1982 zur Verfügung gestellt. Aus dieser Initiative ist dann später die Villa Grisebach entstanden.

Aus anhaltender Dankbarkeit erfüllt die Villa Grisebach mit dieser Schenkung einen Wunsch der Schlösserverwaltung für eine bleibende Erinnerungsstätte an diesen so vielfältig und fruchtbar wirkenden Museumsdirektor für die Stadt Berlin.

Bernd Schultz
T 030 885915 51
bernd.schultz@grisebach.com


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